So funktioniert's

Rasen mulchen ja oder nein? Das sind die Vor - und Nachteile

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Mulchen bietet mehr Vorteile als vielen Hobbygärtnern klar ist.

Jedes Jahr stellen sich Hobbygärtner folgende Frage: Mähen oder Mulchen? Wir erklären Ihnen, wie Letzteres funktioniert und welche Vor- und Nachteile sich ergeben.

Für den Rasen nur das Beste - doch was genau ist das? Die einen plädieren aufs Mähen, die anderen befürworten das Mulchen. Doch was genau ist der Unterschied und welche Methode ist die bessere? Wir erklären Ihnen alles, was es zum Mulchen zu wissen gibt.

Was genau ist Mulchen und wie funktioniert es?

Das Mulchmähen ist eine Alternative zum konventionellen Mähen, wo das Schnittgut in einem Fangkorb landet und hinterher entsorgt werden muss. Beim Mulchmäher hingegen landet das abgeschnittene und fein zerhäckselte Gras wieder auf der Rasenfläche, wo es als natürlicher Dünger herhält.

Rein von den Arbeitsschritten her gibt es also keinen Unterschied zwischen dem Mähen und dem Mulchen. Trotzdem wird das Mulchen immer wieder kontrovers von Experten diskutiert.

Mulchen oder Mähen: Was sind die Vor- und Nachteile?

Um diese Fragen zu beantworten führte ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Ernst Schönthaler vom Institut für Landschaftsentwicklung der Universität für Bodenkultur in Wien eine Langzeitstudie durch. Dazu stand den Forschern eine 2.000 Quadratmeter große Rasenfläche zur Verfügung, die sie über vier Jahre lang pflegten. Die eine Hälfte der Fläche wurde traditionell gemäht und gedüngt, die andere gemulcht - ohne die Zugabe weiterer Nährstoffe. Das Ergebnis fiel eindeutig zugunsten des Mulchens aus.

Denn der gemulchte Teil des Rasens wirkte nach der Studie um einiges vitaler, besaß eine dichte Grasnarbe und wies eine saftig grüne Farbe auf. Diese Vorteile des Mulchens machte das Forscherteam fest:

  • Düngerkosten werden gespart: Mit der Mulchdüngung erhält der Rasen alle Nährstoffe, die er braucht. Dazu gehören pro Quadratmeter Fläche 20 bis 23 Gramm Stickstoff, vier bis fünf Gramm Phosphor und zwölf Gramm Kalium. Zudem düngt das Mulchen den Rasen gleichmäßiger als ein Düngemittel, welches den Verbraucher rund 30 Euro pro 100 Quadratmeter kostet.
  • Unkraut hat keine Chance: Lange galt dies als Nachteil des Mulchmähens. Hobbygärtner fürchteten, dass sich durch das hinterlassene Schnittgut Rasenfilz bilden könnte. Doch das Gegenteil ist der Fall: Es fand kaum eine Artenverschiebung statt - beim gemähten Rasen jedoch schon. Durch die hinzugefügten Nährstoffe aus dem eigenen Schnittgut wird der Rasen gestärkt und lässt Unkraut wie Moos keinen Platz.
  • Boden atmet besser: Und wieder ein Vorurteil mit dem aufgeräumt wurde. Laut Kritikern würde der Boden unter dem Schnittgut ersticken - doch die Studie stellte heraus, dass die Organismen im Boden des gemulchten Rasens um 40 Prozent aktiver seien und der Boden somit eine höhere Atmungsleistung zustande brächte.
  • Mulchen spart Zeit: Beim Mulchen mussten die Forscher 21 Mal pro Saison ran - beim Mähen nur 17 Mal. Allerdings braucht ein Mulch-Vorgang nur 80 Prozent der Zeit des konventionellen Rasenmähens - wo das Schnittgut noch entsorgt werden muss. Deshalb sparen Sie aufs Jahr gerechnet mit dem Mulchen etwas Zeit.

Fazit: Was dem Mulchen oft als Nachteil ausgelegt wird - Bildung von Rasenfilz oder Erstickungsgefahr des Grases -, ist in der Regel überhaupt kein Problem. Allerdings nur, wenn auch richtig gemulcht wird. Wie genau es funktioniert, erfahren Sie in den nächsten Absätzen. Alle Ergebnisse und Infos zu der Studie lesen Sie im Übrigen hier nach.

Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Rasen optimal düngen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Mulchen?

Nach der Winterpause warten Sie bis der Rasen sieben bis acht Zentimeter erreicht hat - dann dürfen Sie das erste Mal mit dem Mulchmäher ran. Wer zu früh mäht, riskiert, dass die Halme geschädigt werden - wer zu lange wartet, schafft es vielleicht nicht mehr den Rasen mit der maximal einstellbaren Schnitthöhe abzumähen.

Übrigens: Gemulcht wird nur bei trockenem Rasen. Ansonsten droht das Gras zu verklumpen.

Wie oft muss ich den Rasen mulchen?

Haben Sie den ersten Rasenschnitt vorgenommen, müssen Sie stets dranbleiben. Denn das regelmäßige Schneiden ist vor allem beim Mulchmähen ein absolutes Muss: Wer zu selten mäht, hat pro Mäh-Vorgang mehr Schnittgut auf der Fläche - was zur Klumpenbildung führt. Deshalb sollten Sie - wie oben erwähnt - mindestens 21 Mal im Jahr in einem Abstand von sieben bis acht Tagen mähen. Wächst das Gras extrem schnell, muss auch schon zweimal pro Woche gemäht werden.

Auch interessant: So bezwingen Sie Klee im Rasen.

Rasen mulchen: Das ist die perfekte Schnitthöhe

Der erste Schnitt erfolgt bei einer Höhe des Rasens von sieben bis acht Zentimetern. Jeder weitere Mäh-Vorgang findet bei einer Höhe von sechs Zentimetern bei einer sonnigen Rasenfläche oder bei einer Höhe von acht Zentimetern bei einer Fläche im Schatten statt. In der Regel sollte der Rasen dann um ein Drittel seiner Wuchshöhe reduziert werden - aber niemals kürzer als drei oder dreieinhalb Zentimeter. Ein Beispiel: Ist der Rasen sechs Zentimeter hoch, wird er auf drei oder vier Zentimeter abgemäht. Dann dürfte einem vitalen Rasen nichts mehr im Weg stehen.

Erfahren Sie hier, wann die beste Zeit zum Vertikutieren ist. Oder: So kalken Sie Ihren Rasen richtig.

So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

Der simpelste Tipp ist natürlich die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern – je mehr Wasser die Erde aufnimmt, umso länger kann Ihr Grün daran zehren. Achten Sie nur darauf, dass überschüssiges Wasser noch ablaufen kann, damit die Wurzeln nicht zu faulen beginnen.
Der simpelste Tipp ist natürlich die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern – je mehr Wasser die Erde aufnimmt, umso länger kann Ihr Grün daran zehren. Achten Sie nur darauf, dass überschüssiges Wasser noch ablaufen kann, damit die Wurzeln nicht zu faulen beginnen. © pixabay
Bitten Sie Verwandte, Freunde oder Nachbarn für Sie nach dem Rechten zu sehen und Ihre Pflanzen zu gießen.
Bitten Sie Verwandte, Freunde oder Nachbarn für Sie nach dem Rechten zu sehen und Ihre Pflanzen zu gießen. © pixabay
Wenn sich kein Aufpasser für Ihre Grünlinge findet, können Sie sich im Baumarkt ein Bewässerungssystem zulegen. Je nach Bedarf gießen diese Ihre Pflanzen automatisch ein- bis zweimal täglich. Eine besonders spezielle Technik mit Sensoren unterbricht die Bewässerung, wenn ausreichend Flüssigkeit im Topf vorhanden ist.
Wenn sich kein Aufpasser für Ihre Grünlinge findet, können Sie sich im Baumarkt ein Bewässerungssystem zulegen. Je nach Bedarf gießen diese Ihre Pflanzen automatisch ein- bis zweimal täglich. Eine besonders spezielle Technik mit Sensoren unterbricht die Bewässerung, wenn ausreichend Flüssigkeit im Topf vorhanden ist. © pixabay
Holen Sie die Pflanzen aus der prallen Sonne – Sie können ja nie wissen wie heiß das Wetter in Ihrer Abwesenheit Zuhause wird. Stellen Sie sie in ein schattiges Eck oder holen Sie die Töpfe gleich zu sich in die Wohnung. So schützen Sie Ihre Balkonpflanzen nicht nur vor dem Austrocknen, sondern auch vor möglichen Unwettern.
Holen Sie die Pflanzen aus der prallen Sonne – Sie können ja nie wissen wie heiß das Wetter in Ihrer Abwesenheit Zuhause wird. Stellen Sie sie in ein schattiges Eck oder holen Sie die Töpfe gleich zu sich in die Wohnung. So schützen Sie Ihre Balkonpflanzen nicht nur vor dem Austrocknen, sondern auch vor möglichen Unwettern. © pixabay
Der Flaschentrick eignet sich ebenfalls perfekt für die Urlaubszeit: Stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel einer befüllten Wasserflasche und stellen Sie sie kopfüber in den Blumenkübel. Auf diese Weise erhalten Ihre Pflanzen eine stetige Wasserzufuhr. Probieren Sie allerdings vorher ein bisschen aus, wie groß die Löcher sein müssen, damit die Dosierung nicht zu hoch ist, und ob Ihre Flasche einen sichereren Stand hat.
Der Flaschentrick eignet sich ebenfalls perfekt für die Urlaubszeit: Stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel einer befüllten Wasserflasche und stellen Sie sie kopfüber in den Blumenkübel. Auf diese Weise erhalten Ihre Pflanzen eine stetige Wasserzufuhr. Probieren Sie allerdings vorher ein bisschen aus, wie groß die Löcher sein müssen, damit die Dosierung nicht zu hoch ist, und ob Ihre Flasche einen sichereren Stand hat. © pixabay
Auch ein genialer Trick, von dem Sie vielleicht schon gehört haben: Stellen Sie Ihre Pflanzen einfach ohne Übertopf in die Badewanne, sobald Sie ein bisschen Wasser eingelassen und den Boden mit alten Tüchern ausgelegt haben. So können die Wurzeln über längere Zeit an der Flüssigkeit zehren.
Auch ein genialer Trick, von dem Sie vielleicht schon gehört haben: Stellen Sie Ihre Pflanzen einfach ohne Übertopf in die Badewanne, sobald Sie ein bisschen Wasser eingelassen und den Boden mit alten Tüchern ausgelegt haben. So können die Wurzeln über längere Zeit an der Flüssigkeit zehren. © pixabay
Schneiden Sie Ihre Pflanzen vor dem Urlaub ein wenig zu: So verbrauchen Sie weniger Energie für die Wasserverteilung. Vor allem verfaulte oder trockene Blätter und Stängel sollten entfernt werden.
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