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Wohnungseingangstüren: Diese Richtlinien sind beachtenswert

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Mann hängt einen Anhänger an die Klinke der Wohnungstür.
Für den Kauf einer Wohnungseingangstür sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, um sich vorab mit den geltenden Richtlinien vertraut machen zu können. © Schluesseldienst / pixabay.com

Immer noch unterliegen viele Mieter und Immobilienbesitzer dem Irrtum, dass Wohnungseingangstüren in erster Linie eines können müssen: die Wohnung vor neugierigen Blicken Dritter abschirmen und vielleicht noch gut aussehen.

Doch damit ist es wegen diverser hierzulande geltender Richtlinien und Vorschriften noch längst nicht getan. Welche Anforderungen an den Schallschutz, die Klimastabilität, den Brand- sowie den Einbruchschutz gestellt werden, lesen Sie hier.

Wohnungseingangstüren müssen mehr können als nur gut auszusehen

Bei der Erneuerung von Türen im Allgemeinen und Wohnungseingangstüren im Speziellen verfahren viele Immobilienbesitzer respektive Mieter nach dem Prinzip: Solange die neue Tür passt, gut aussieht und ihren Zweck erfüllt, ist alles gut. Ganz so einfach dürfen Sie es sich allerdings nicht machen, wenn bei Ihnen in Kürze Tauschbedarf besteht.

Es sind nämlich zahlreiche rechtliche Vorgaben bzw. Vorschriften in diesem Kontext beachtenswert, die letztlich allesamt die Zielsetzung verfolgen, den Bewohner zu schützen und ein gedeihliches Zusammenleben mit den Mitmenschen zu ermöglichen.

Heutzutage können Sie einerseits neue Türen in spezialisierten Fachgeschäften erwerben, andererseits aber auch z.B. bequem von zu Hause Ihre neue Wohnungseingangstür auf deinetuer.de kaufen. Die weitaus größere Auswahl im Netz sorgt nicht nur dafür, dass Sie schnell ein schickes Modell für Ihre Wohnung finden, sondern informiert Sie gleichzeitig über sämtliche, momentan geltende Standards. Achten sollten Sie beim Kauf der Tür vor allem darauf, dass Sie Markenqualität erwerben, die dank vielfältiger Designs sowohl ansprechend aussieht, als auch auf funktioneller Ebene überzeugen kann.

Diese Anforderungen gelten beim Schallschutz und der Klimastabilität

Was die schon angesprochenen, rechtlichen Vorgaben anbelangt, müssen Sie insgesamt vier Kategorien beachten und zwar den Einbruchschutz, den Schallschutz, die Klimastabilität und den Brand- bzw. Rauchschutz. Beginnend mit dem Schallschutz und der Klimastabilität kommen bei ersterem verschiedene Schallschutzklassen zum Tragen, wobei die SK I einen Schalldämmwert von 27dB besitzt, SK II dagegen 32dB und SK III 37dB.

Für Wohnungseingangstüren im Treppenhaus zu einer Diele bzw. einen Flur gilt gemäß DIN 4109 die SK I als Mindestvorgabe. Gewährleistet wird der Schallschutz durch verschiedene Türelemente, darunter das Blatt, die Zarge und die Dichtungen.

Bei der Klimastabilität der Wohnungseingangstür geht es darum, dass sich die Tür nicht zu sehr aufgrund der Temperaturdifferenz zwischen Wohnung und Treppenhaus bzw. Hausflur verzieht, was sich ebenso auf den Schallschutz negativ auswirkt. Maximal darf eine Verformung von 4 mm entstehen. Die Verzugssteifigkeit der Tür wird dabei insbesondere durch die Vorschrift RAL-GZ 426 sowie die DIN EN 1121 bestimmt. Bei der erstgenannten Vorschrift gibt es die Prüfklassen I bis III, bei der zweitgenannten jene von a bis c.

Was in Bezug auf den Einbruch- und den Brandschutz zu beachten ist

Mit am wichtigsten sind natürlich der Einbruch- und der Brandschutz. Beim Schutz vor Delinquenten wird nach insgesamt vier Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 4 unterteilt, die auf der DIN EN 1627 basieren. Dabei reicht die Widerstandszeit von 0 bis 10 Minuten. Die Polizei empfiehlt laut polizei-beratung.de mindestens den Rückgriff auf Klasse zwei.

In Bezug auf den Brandschutz ist dagegen die Musterbauordnung (MBO) maßgeblich - jedoch ist es hierzulande vom jeweiligen Bundesland abhängig, inwiefern die Notwendigkeit zur Installation einer Rauch- und Brandschutztür als Eingangstür zur Wohnung gegeben ist. Fakt ist allerdings, dass oftmals nur spezielle Türen verbaut werden dürfen, wenn es sich um lange Flure bzw. große Treppenhäuser handelt.

Abschließend noch ein paar Worte zu Modernisierungen von Türen. Wer zur Miete wohnt, muss beachten, dass ohne Zustimmung der Hausverwaltung keine baulichen Veränderungen stattfinden dürfen. Auf der Türinnenseite dürfen Pflegemaßnahmen ergriffen werden, während außerhalb schon der Eigentümer bzw. die WEG das Hausrecht besitzt.

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