"Alles ist endlich perfekt renoviert"

Schimmel-Opfer entkommt der Kostenfalle

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Carolin Frank im November in ihrer Küche.

München - Erst ein Wasserschaden, dann Schimmel und Modergeruch: Carolin Frank (27) konnte mehr als zwei Monate lang nicht in ihrem 39-Quadratmeter-Apartment in Ramersdorf wohnen.

Sie reklamierte mehrfach bei ihrem Vermieter, der Gewofag, aber alles lief sehr schleppend. Nachdem sich nun die tz eingeschaltet hatte, konnte Carolin Frank Weihnachten wieder in ihrer Wohnung feiern. „Alles ist endlich perfekt renoviert“, freut sie sich. Konzernsprecher Peter Scheifele betont, dass der von der Gewofag beauftragte Handwerkerdienst an der Verzögerung schuld gewesen sei. „Wir werden hier deutliche Gespräche führen und dafür sorgen, dass in Zukunft die Abarbeitung der Reparaturen zügig stattfindet“, versprach Scheifele.

Nun geht es darum, dass Carolin Frank die Schäden ersetzt bekommt. Denn der Schimmel beschädigte sogar ihre neue Einbauküche, die sie erst im Mai für 4500 Euro gekauft hatte. Die Erzieherin, die in einem Münchner Kindergarten arbeitet, hat auch noch alle Rechnungen. „Das ist prima, denn dann kann sie belegen, welchen Schaden sie durch Schimmel und Feuchtigkeit hat“, sagt die Mietrechtsspezialistin Anja Franz vom Mieterverein München.

Die Wohnung, die pro Monat 500 Euro Miete kostet, war mehr als zwei Monate lang unbewohnbar, deshalb lebte Carolin Frank in einer Ersatzwohnung im Keller – für 200 Euro Miete pro Woche. „Für die Zeit, die sie nicht in der Wohnung verbringen konnte, muss sie keine Miete bezahlen“, sagt Anja Franz. Von ihrer Hausratversicherung hat die Erzieherin die Zusage, dass sie die Kosten für die Ersatzwohnung übernimmt.

Erhöhte Stromkosten wegen des Trocknungsgerätes muss Carolin Frank auch nicht bezahlen. Der Mehrverbrauch muss aus der Stromrechnung der Stadt heraus gerechnet werden. Für die Zeit, in der sie noch in der Wohnung gewohnt hat, die Wohnqualität aber durch den Wasserschaden schon eingeschränkt war, könnte eine Mietminderung drin sein, meint Franz. Die Juristin freut sich, dass bei Carolin Frank alles gut gelaufen ist.

Susanne Sasse

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