Übersicht

Mit diesen Tipps bauen Sie ganz leicht Sellerie im Garten an

Sellerie bietet viele Vitamine und Mineralstoffe. Das gesunde Gemüse können Sie im eigenen Garten anbauen.
+
Sellerie bietet viele Vitamine und Mineralstoffe. Das gesunde Gemüse können Sie im eigenen Garten anbauen.

Sellerie ist zwar kein Klassiker wie Tomaten oder Gurken im Garten, dafür aber extrem gesund. Nur beim Pflanzen braucht es etwas Geduld - wir zeigen Ihnen, wie es geht.

  • Sellerie ist ein leckeres und gesundes Gemüse.
  • Mit ein wenig Geduld bauen Sie es auch im eigenen Garten an.
  • Was es bei Knollen- und Stangensellerie zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Sellerie wird eine hohe gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Das Superfood soll Magenbeschwerden lindern, Blutgefäße schützen und bei Erkältungen helfen. Zudem enthält es Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium oder Kalium. Da hat man doch gleich Lust, das Gemüse bei sich selbst anzupflanzen. Aber etwas Geduld braucht es schon - zwischen Aussaat und Ernte liegt gerne Mal ein halbes Jahr. Wir haben Tipps für Sie.

Wann ist der perfekte Zeitpunkt, um Sellerie zu pflanzen?

Sellerie gibt es als Stangensellerie und Knollensellerie. Der Unterschied liegt hierbei in der Wuchsform: Stangensellerie bildet eher kleine Knollen und hat dafür kräftigere, verdickte Blattstiele. Der Knollensellerie macht - wie der Name schon sagt - mit großen Knollen auf sich aufmerksam. Geschmacklich ist der Stangensellerie etwas milder.

Vom Anbau her unterscheiden sich die beiden aber nicht grundsätzlich. Sellerie wird in der Regel an einem warmen, hellen Standort vorkultiviert, bevor er ins Freiland gesetzt wird. Dazu eignet sich ein Platz auf der Fensterbank, im Frühbeet oder im Gewächshaus. Damit können Sie schon im März beginnen. Nach circa sechs bis acht Wochen - am besten nach den Eisheiligen - werden die Jungpflanzen dann ins Gartenbeet gepflanzt.

Sellerie pflanzen: Worauf Sie beim Standort achten müssen

Da es sich bei Sellerie um einen Starkzehrer handelt, brauchen Sie einen nährstoffreichen Boden. Die Erde sollte locker, feucht und kalkhaltig sein. Für Knollensellerie eignet sich am besten ein sandiger, humusreicher Boden, während Stangensellerie einen lehmigen Boden bevorzugt. Reichern Sie den Boden vor dem Pflanzen mit Kompost an. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.

Welche Mischkultur eignet sich bei Sellerie?

Bauen Sie Sellerie im Beet nicht neben anderen Doldenblütlern wie Möhren*, Pastinaken, Fenchel oder Petersilie an. Gute Gesellschaft für das Gemüse sind jedoch Tomaten*, Gurken*, Salat* und Kohl. Zudem sollten Sie anschließend am selben Standort für vier Jahre keinen Sellerie mehr anbauen.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Anzucht von Sellerie

Ab Februar können Sie bei 16 bis 20 Grad den ersten Sellerie auf der Fensterbank oder einen anderen warmen Ort aussäen. Füllen Sie dazu Saatkisten mit Anzuchterde und geben Sie das Saatgut darauf. Da Sellerie ein Lichtkeimer ist, werden die Samen nur leicht angedrückt und einen halben Zentimeter mit Sand überdeckt. Anschließend wird die Erde leicht angegossen. Sobald die ersten Keimlinge zu sehen sind, stellen Sie die Saatkisten an einen etwas kühleren Ort, aber nicht unter 15 Grad. Bei niedrigen Temperaturen, schattigen Plätzen oder viel Trockenheit droht das Gemüse nämlich zu Schossen. Wenn die Sämlinge groß genug sind, pikieren Sie sie in einzelne Töpfe. Ungefähr sechs bis acht Wochen nach der Aussaat können die Jungpflanzen ins Beet.

Anleitung: So pflanzen Sie Sellerie im Gartenbeet an

Das Pflanzen im Garten findet statt, wenn keine Spätfröste mehr zu fürchten sind - das ist nach den Eisheiligen der Fall. Die Setzlinge brauchen einen Abstand von 50 auf 50 Zentimeter zueinander und können in Reihen gepflanzt werden. Achten Sie zudem darauf, dass Sie die Jungpflanzen nicht tiefer einpflanzen, als sie im Anzuchttopf gestanden haben. Besonders Knollensellerie sollten Sie hoch pflanzen, damit er Knollen bilden kann. Das Herz der Pflanze darf noch oberhalb des Bodens zu sehen sein.

Auch interessant: Welches Obst und Gemüse lässt sich im Schatten anbauen?

Düngen und Gießen: Diese Pflege braucht Sellerie

Der Sellerie braucht etwas mehr Pflege als anderes Gartengemüse. Lockern Sie den Boden regelmäßig mit einer Harke und halten Sie ihn angenehm feucht. Sobald beim Knollensellerie die Knollen gut sichtbar sind, legen Sie die oberen Wurzeln frei. Wenn sie eintrocknen, wird das Knollenwachstum noch weiter angeregt. Zudem wird der Sellerie in der Wachstumsphase zweimal gedüngt. Mit einem Kali-Dünger werden die Knollen noch schöner und heller. Außerdem lohnt es sich, den Sellerie hin und wieder mit salzhaltigem Kochwasser zu gießen.

Stangensellerie lässt sich zudem in den letzten Wochen vor der Ernte bleichen. Dadurch soll der Geschmack milder und angenehmer werden. Dafür müssen die Stängel etwa zwei Zentimeter breit sein. Entfernen Sie die äußeren Blätter mit Stielen und umwickeln Sie die übrigen mit einer ungefähr 30 Zentimeter hohen Wellpappe. Die Blattschöpfe sollten oben noch sichtbar sein. Nach etwa zwei Wochen kann er dann geerntet werden.

So bauen Sie Sellerie auf dem Balkon an

Stangensellerie eignet sich hervorragend für den Anbau auf dem Balkon. Nach dem Vorziehen auf der Fensterbank können Sie die Jungpflanzen in ein Pflanzgefäß von ungefähr 30 Zentimetern Durchmesser setzen. Der Topf sollte zudem mindestens 40 Zentimeter tief sein, da Sellerie sehr tief wurzelt. Wenn Sie mehrere Pflanzen in einen Topf setzen wollen, sollten diese einen Abstand von 30 Zentimetern zueinander haben. Mischen Sie der Gartenerde noch etwas Kompost bei und schon hat der Sellerie genügend Nährstoffe. Stellen Sie das Gemüse an einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Damit der Sellerie gut heranwächst, gießen Sie in regelmäßig und geben ihm zweimal einen kalihaltigen Dünger. Ab Juni können Sie dann langsam mit der Ernte beginnen: Dazu einfach die Blätter einzeln von außen nach innen abschneiden. Schon können Sie Sellerie ganz einfach vom heimischen Balkon in den Kochtopf befördern.

Lesen Sie auch: Welches Obst und Gemüse darf ich zusammen lagern?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare