tz-Mietvertrag

Das sind die Tücken eines Untermietvertrages

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Eigentlich hätte Alex R. ausziehen müssen, als ihre Beziehung in die Brüche ging - denn das sind die Tücken des Untermietvertrages.

München - Die Tücken von Untermietverträgen: Nachdem Alex R.s Beziehung in die Brüche ging, hätte sie eigentlich ausziehen müssen. Denn ihr Ex-Partner war der Hauptmieter der gemeinsamen Wohnung. Doch dann kam alles anders.

Alex R. (42) hat Wochen voller Albträume hinter sich. Beinahe wären die Mutter und ihr 14-jähriger Sohn auf der Straße gestanden. Denn: Die Beziehung mit ihrem Lebensgefährten ging in die Brüche. Er war der Hauptmieter der gemeinsamen Wohnung in Neuhausen, Alex R. war als Untermieterin eingetragen. Der Ex-Freund kündigte nach dem Liebes-Aus den Mietvertrag – was dazu führte, dass auch Alex R. eigentlich kein Recht mehr gehabt hätte, in der Wohnung zu bleiben. Gott sei Dank: In der vergangenen Woche wendete sich doch noch alles zum Guten. Nachdem sich die tz eingeschaltet hatte, bekam Alex R. von der Gewofag einen eigenen Mietvertrag – für jene Wohnung, für die sie seit ihrem Einzug vor sechs Jahren die Hälfte der Miete bezahlt hatte.

Als Untermieterin war ihr nur der Hauptmieter, also der Lebensgefährte, vertraglich verpflichtet. Mit der Gewofag hatte sie kein Vertragsverhältnis. So sah es Anfang der vergangenen Woche tatsächlich so aus, als müsste sie ins Obdachlosenasyl: „Das Lager für meine Sachen habe ich schon gemietet, aber mit meinem Sohn ins Obdachlosenheim oder ins Clearinghaus ziehen zu müssen, wäre eine Katastrophe!“

Alex R.: Krankheit machte ihre einen Strich durch die Pläne

Schon zwei Tage später hatte sie dann aber doch einen eigenen Mietvertrag mit der Gewofag in der Tasche. „Ein herzliches Dankeschön für diese schnelle Hilfe! Ich bin immer noch sprachlos“, sagt sie. Gewofag-Unternehmenssprecher Peter Scheifele freut sich mit ihr: „Um eine drohende Wohnungslosigkeit abzuwenden, hat unsere Mitarbeiterin eilends die notwendigen Abstimmungen mit dem Jobcenter getroffen, um dessen Kostenübernahme für die Wohnung sicherzustellen.“ Darüber hinaus habe die Gewofag – falls das Jobcenter die Kostenübernahme nicht zugesagt hätte – Alex R. vorsorglich eine günstigere und kleinere Wohnung angeboten.

Auf die Übernahme der Mietkosten ist Alex R. angewiesen, da sie wegen einer Autoimmunkrankheit nicht arbeiten kann. Sie leidet an Lupus erythematodes – einer Reaktion des Körpers, von der unter anderen auch der Popsänger Seal (52) betroffen ist.Alex R. hatte eigentlich große Pläne für ihr Leben, wollte einen klassischen Männerberuf, lernen: Anlagenmechanikerin. Doch dann machte ihr die Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist ihr Sohn das Wichtigste in ihrem Leben. „Ich bin so froh, dass wir hier bleiben können. So kann er weiter auf sein Gymnasium gehen.“

Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mietervereins, sagt: „Toll, dass die Gewofag hier so verantwortungsvoll reagiert hat.“

Susanne Sasse

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