Teurer Traum vom Eigenheim in München

Preise schießen immer weiter in die Höhe

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Die Preise für Wohnungen, wie hier am Hirschgarten, gehen weit auseinander.

München - Wo soll das hinführen? Die Preise für Häuschen und Wohnungen in der Stadt klettern immer weiter und erreichen in allen Segmenten neue Rekorde!

Das geht aus dem Herbstbericht des Makler- und Immobilienverbandes IVD hervor. Die Mieten klettern munter hinterher: Denn wenn sich die Investoren überbieten, müssen die Bewohner blechen. Der Traum von den eigenen vier Wänden wird für die meisten Münchner ein Traum bleiben.

Eine Wohnung in München...

Das kosten Wohnungen in München - VERGRÖSSERN

Nur so zum Vergleich: Vor zehn Jahren kostete eine gebrauchte, aber gute Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern in der Stadt 200 000 Euro. Vor fünf Jahren wurden 220 000 Euro aufgerufen. Und wieviel sind es heute? Sage und schreibe 352 000 Euro! Dafür gibt es in anderen bayerischen Städten leicht ein kleines Häuschen!

„Die Angst vor Inflation, Zweifel am Euro und die niedrigen Zinsen führen dazu, dass viele Menschen ihr Geld in Immobilien anlegen“, sagt der Marktforscher Prof. Stephan Kippes vom IVD. Die Investoren überbieten sich gegenseitig, treiben die Preise hoch und die Mieten gleich mit – denn die Rendite muss stimmen. Oder wie es Kippes formuliert: „Der Druck auf die Mieten wird fortbestehen.“ Und über den Mietspiegel zahlen alle die Zeche.

Dabei gehen die Kaufpreise in der Stadt weit auseinander. Je nach Viertel, Lage und Ausstattung kostet die 80-Quadratmeter-Wohnung derzeit zwischen 208 000 und 590 400 Euro – wie Grafik und Tabelle beweisen.

... oder ein Haus anderswo?

Das kosten Häuser und Wohnungen in den bayerischen Städten -VERGRÖSSERN

Für den Preis einer Wohnung mit 80 Quadratmetern in München gibt es anderswo ein ganzes Haus – aber nicht in der Provinz oder auf dem Land, sondern in anderen Großstädten! Zwar steigen die Preise überall im Schnitt an, in vielen Bereichen liegen die Raten im Freistaat weit unter denen in der Landeshauptstadt.

Die Schere geht immer weiter auseinander: Der Preis für knappen Baugrund für Einfamilienhäuser stieg in München um fast 17 Prozent – im Vergleich zum Frühjahr! Im Bayern waren es im Schnitt 7 Prozent. Wohnungen verteuerten sich in der Stadt um mehr als 7 Prozent, bayernweit waren es keine 5 Prozent. Nur Reihenhäuschen und Doppelhaushälften verteuerten sich in der Stadt unterdurchschnittlich – aber die kratzen auch schon bald an der Millionengrenze.

David Costanzo

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