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Nach Scheidung raus aus Vertrag?

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München - Leserin Monika I. wendet sich an das Team des tz-Mietertags. Es geht um einen Mietvertrag, der nach seiner Scheidung noch auf ihren Sohn läuft.

Frage:

Mein Sohn ist geschieden und wohnt nicht mehr in der Wohnung, in der er zuvor mit seiner Ex-Frau und den Kindern lebte. Der Mietvertrag lautet aber noch immer auf ihn und seine geschiedene Frau. Sie war bei der Wohnungsverwaltung und hat vorgeschlagen, den Mietvertrag auf sich und ihren neuen Partner umschreiben zu lassen. Die Hausverwaltung weigert sich, meinen Sohn aus dem Mietvertrag herauszulassen. Wie kann er aus dem Mietvertrag kommen?

Monika I., München

Antwort:

„Ein blöde Situation“, sagt Mietrechtsexpertin Anja Franz. Die Hausverwaltung hat keine Verpflichtung, den Mann aus dem Vertrag zu entlassen. „Man kann sie nicht dazu zwingen, den Vertragspartner zu wechseln“, sagt Franz. „Es bleibt dem Mann nur noch die Möglichkeit, mit seiner Frau vertraglich festzulegen, dass sie ihn von Ansprüchen freistellt, die aus dem Mietverhältnis resultieren.“ Dann kann die Hausverwaltung immer noch von ihm die Miete verlangen, wenn seine Frau nicht zahlt, aber er kann das Geld dann leichter zurückverlangen. Ansonsten bliebe nur die Möglichkeit, dass die Ex-Partner kündigen und die Frau dann gemeinsam mit ihrem neuen Partner einen neuen Mietvertrag abschließt. „Aber auch da muss die Hausverwaltung nicht mitziehen und könnte sagen, okay, aber die Miete wird verdoppelt“, so Franz. „Deshalb sollte die Frau auf einen Vorvertrag bestehen, in dem die Fortführung des Mietverhältnisses zu den bisherigen Bedingungen zugesichert wird.“

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