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Warum welches Haus in München leersteht

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Von: Johannes Welte

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Diese leerstehenden Häuser am Westpark will die GWG durch Neubauten ersetzen. © Kurzendörfer

München - Warum lässt die Stadt über 1197 Wohnungen leerstehen? Am Mittwoch wurde darüber im Stadtrat gestritten. Wir machen den Check: Warum ist welches Haus unbewohnt?

Rein statistisch sind gar nicht so viele Quartiere unbewohnt: Mit 1197 ungenutzten Bleiben steht die Stadt mit einer Quote von 1,9 Prozent eigentlich gut da. In der ganzen Stadt sind es 2,2 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt gar bei 4,7 Prozent.

Zwei Drittel der städtischen Leerstände sind dadurch bedingt, dass Häuser saniert oder umgebaut werden. Bleiben 647 städtische Wohnungen, die trotzdem länger als sechs Monate leerstehen. Im Frühjahr gründete die Stadt eine „Task Force“, die untersuchte, welche Wohnungen man Bedürftigen zur Verfügung stellen kann, bis die Bauarbeiter anrücken. Immerhin wurden oder werden so 38 Wohnungen belegt. Ansonsten sei das nicht möglich, weil die Häuser keine Zentralheizung, nur Etagenklos, schlechte Fassadenisolierung oder niedrige Decken haben.

Dennoch spricht auch die Stadt von „nicht akzeptablen und hinnehmbaren“ Leerständen, die „weiterhin Fragen aufwerfen“. Allerdings handle es sich dabei um Einzelfälle.

CSU-Fraktionsvize Hans Podiuk schimpft: „Die Stadt verschleiert mit ihrer Statistik das Problem!“ Sie verhalte sich wie ein Spekulant, der leerstehen lässt, um dann neu zu bauen …

Wer nun Recht hat? Die tz machte den Leerstands-TÜV.

J. Welte

Der Leerstands-Check in München

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