Unangreifbar?

Weiße Fliege: Durch „Genklau“ zum Superschädling

Weiße Fliegen und ihre Larven an einem Blatt (Symbolbild).
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Die Weiße Fliege (Bemisia tabaci) an einem Blatt (Symbolbild).

Die Weiße Fliege ist ein Pflanzenschädling und vor allem bei Gemüse gefürchtet. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass sie ein Pflanzen-Gen „geklaut“ hat. Das bedeutet es für die Bekämpfung.

Massachusetts (USA) – Die Weiße Fliege, konkreter Bemisia tabaci, wird auch Tabakmottenschildlaus genannt und stand nun im Mittelpunkt einer Studie. Die erschien im März dieses Jahres im Magazin Cell. Das erstaunliche Ergebnis: Die Fliege hat ein Pflanzengen „geklaut“ und wird dadurch resistenter gegen bestimmte Giftstoffe in Pflanzen. Die Weiße Fliege ist eigentlich keine Fliege, sondern gehört zu den Mottenschildläusen, also zu den Pflanzenläusen. In Mitteleuropa sind etwa 17 Arten der Weißen Fliege verbreitet*, berichtet 24garten.de. Sie gelten als Pflanzenschädlinge, die vorwiegend in Gewächshäusern ihr Unwesen treiben.

Sie können aber auch im Freiland Schaden anrichten, sofern es sich um geschützte Stellen handelt. Denn die Tiere mögen es etwas feucht und vor allem warm. Bei uns kamen sie übrigens nicht immer vor, wie die Lebensweise schon andeutet, sondern wurden irgendwann eingeschleppt. Die aktuelle Studie erforschte nun, was die Schädlinge so resistent gegen gewisse Abwehrstoffe von Pflanzen macht. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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