tz-Mietexpertinnen haben Rat

Hilfe, meine Wohnung ist undicht!

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tz-Leserin Ursula Rost mit ihrem ganz persönlichen Rettungsschirm

München - Ursula Rost (63) fühlt sich an sich wohl in ihrer neuen Dachgeschosswohnung am Chiemsee. Aber wenn es regnet, geht es bei einem der Dachfenster nass hinein. Unsere Mietexpertinnen haben Rat.

Ihren Computer schützt sie deshalb mit einer Plane, auch hat sie den Vermieter gebeten, das Fenster abzudichten. Zu Recht, sagt Beatrix Zureck, Präsidentin des Mietervereins München : „Frau Rost sollte ihrem Vermieter eine Frist setzen und schriftlich klarstellen, dass sie die Miete solange unter Vorbehalt zahlt, bis das Fenster dicht gemacht ist. „Mit einer Klage auf Instandsetzung kann der Mieter seine Rechte schnell durchsetzen“, erklärt Zureck. Sie riet der tz-Leserin aber, zunächst das Gespräch zu suchen. „Ein undichtes Fenster ist sicher auch nicht im Sinne des Vermieters.“ Der ließ vor Kurzem bereits ein anderes Fenster in dem Haus auswechseln.

Außerdem hängt bei der tz-Leser in ein Stromzähler im Keller, der den Verbrauch für ihre und die Wohnung der Nachbarin aufzeichnet — die Abschlagszahlungen gehen aber nur vom Konto der Frau Rost ab —, was die Nachbarin verbraucht, bekommt die 63-Jährige mit der Nebenkosten zurück. Im Jahr 2011 vermerkte der Vermieter auf ihrer Abrechnung 343,50 Euro Guthaben für den für die Nachbarin vorausgezahlten Strom — trotzdem musste Ursula Rost für das Jahr 66 Euro für ihren Anteil an den Kosten für Hausmeister, Wasser und Kanal, Grundsteuer B, Versicherung für das Haus, Gebäudehaftpflicht, Kabelfernsehen und Heizung nachzahlen.

„Für die Nachbarin den Strom vorschießen braucht die Mieterin nicht“, sagt Mietervereinssprecherin Anja Franz. „Jeder Mieter muss Vorauszahlungen nur in der Höhe seines zu erwartenden Verbrauchs leisten.“ Der Vermieter erklärte sich bereit, die Stromkosten anders abzurechnen, machte die tz-Leserin aber darauf aufmerksam, dass sich dann wohl ihre Nebenkosten-Vorauszahlungen erhöhen würden, da ja die Gutschrift wegfiele. „Damit liegt er wohl richtig“, sagt Mietervereinssprecherin Anja Franz. Sie hält es trotzdem für besser, wenn jede Wohnung einen Stromzähler bekommt. „Dann erhöhen sich zwar die Vorauszahlungen, aber es gibt es kein Kudelmuddel mehr.“

S. Sasse

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