Weitere Lockerungen gefordert

Corona-Regeln? Bilder aus München lassen Polizei-Funktionär zweifeln: „Vermutlich ein Desaster“

Ein hochrangiger Polizei-Funktionär aus Bayern fordert weitere Corona-Lockerungen und illustriert sein Unverständnis mit Bildern aus München.

  • In der Corona-Krise werden in Bezug auf die Ausgangsbeschränkung Rufe nach weiteren Lockerungen laut.
  • Die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) ist mit dem Status Quo mehr als unzufrieden.
  • Was ihn an den geltenden Regeln stört, illustriert ein Funktionär mit einem Beispiel aus München.

München - Die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) fordert weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Auch eine Öffnung von Biergärten und Gaststätten sei in naher Zukunft denkbar, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Schall der Abendzeitung.

+++ Ein weiterer Corona-Einsatz fordert die Polizei München - in Allach sahen sich Beamte bei einer Festnahme von einer skandierenden Menge umzingelt.

München: Biergärten trotz Corona öffnen? „Zugangskontrollen müssten überwacht werden“

„Vielleicht könnte man in Biergärten ein Limit von 50 Gästen festlegen, die Zugangskontrollen müssten von einem Sicherheitsdienst überwacht werden.“ Die Gäste müssten zudem Abstand halten, sagte Schall.

Die „triftigen Gründe“, die für ein Verlassen der Wohnung erforderlich sind, nähmen mit der Lockerung der Regeln beständig zu, sagte der GdP-Landeschef. Je mehr Bereiche geöffnet würden, desto unmöglicher werde eine Überwachung der Ausgangsbeschränkung durch die Polizei und die Umsetzung des Bußgeldkatalogs.

Corona-Regeln? Bilder aus München lassen Polizei-Funktionär zweifeln: „Vermutlich ein Desaster“

Ganz erschlossen haben sich Schall die geltenden Verhaltensregeln bislang nicht, wie er durch eine Beobachtung in München unterstreicht: „Am Nymphenburger Kanal laufen Jogger aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Hygienemäßig vermutlich ein Desaster. Andererseits wird aber dringend davon abgeraten aufs Land zu fahren, wo sich Abstände viel leichter einhalten ließen als in der Enge der Stadt.“

Auch, dass man in Kürze mit 50 unbekannten Menschen einen Gottesdienst besuchen dürfe, aber „keine sich kennende Yogagruppe im Park anleiten, selbst wenn zwischen den Übenden zwei Meter Abstand bestehen“, sorgt für Irritationen. Der GdP-Landesvorsitzende sinniert: „Welche Infektionsketten lassen sich da wohl besser nachverfolgen?"

lks/dpa

In München wurde ein weiteres Foto gemacht, das den ganzen Corona-Irrsinn dieser Tage festhält. Wer hätte ein solches Bild noch vor Wochen für möglich gehalten? Als er auf die derzeit geltende Maskenpflicht aufmerksam gemacht wurde, reagierte ein Fahrgast in der Münchner U-Bahn wenig begeistert.

Wieder kam es zu einem illegalen Straßenrennen mitten in München - diesmal zwischen einem Audi- und einem BMW-Fahrer. Die Polizei leitete einen Großeinsatz ein.

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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