Kuriose Geschichte

Münchnerin ohne Ticket im ICE - Schaffnerin reagiert überraschend rührend 

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Ein Bierzettel als Bahnticket: Gaby dos Santos bedankte sich über Facebook bei den DB-Mitarbeitern.

Aus Versehen wurde eine Münchnerin (61) zur Schwarzfahrerin. Doch die Geschichte nahm eine unglaubliche Wendung.

München - Klagen und Beschwerden über überhitzte Waggons, Verspätungen und gestresstes Personal bei der Deutschen Bahn liest man immer wieder - diese Geschichte zeigt mal, dass es auch anders geht! Eine Schaffnerin reagierte hilfsbereit und gelassen, als sich die Münchnerin Gaby dos Santos bei ihr meldete. Die 61-Jährige wollte am Münchner Hauptbahnhof ihren Enkel in den ICE 624 nach Frankfurt setzen. Der Zug kam verspätet an und fuhr dann fünf Minuten vor der angegebenen Abfahrtszeit los - mitsamt der Oma an Bord! 

Schwarzfahrerin im ICE von München nach Nürnberg: Schaffnerin reagiert genial

Gaby dos Santos schreibt auf Facebook, dass sie weder ein Ticket noch eine EC-Karte dabei hatte. Sie war also völlig aufgeschmissen im ICE. Immerhin: Sie hatte etwas mehr Zeit, sich von ihrem 12-jährigen „Liebling“ zu verabschieden. 

Natürlich erschien recht bald eine Zugbegleiterin - und es kam zu einer überraschenden Aktion. „Die Schaffnerin stellte mir ganz unbürokratisch nachstehenden Zettel aus. Der wurde dann auch mit verständnisvollen Lächeln von allen Kontrolleurinnen als Fahrschein akzeptiert. Nur ein Schaffner startete einen Oberwichtig-Vortrag - von wegen niemals in einen ICE steigen, mit dem man nicht fahren wolle.“

Münchnerin als Schwarzfahrerin bei der DB: Das stand auf dem Bierzettel-Fahrticket

Das Papier, das die freundliche Zugbegleiterin ausstellte, war tatsächlich ein Bierzettel! Darauf schrieb sie: „Reisende hat Kind in Zug gesetzt. In München war bei unserem ICE 624 ganz schönes Chaos. Dame hat es bei dem Kuddel-Muddel nicht mehr aus dem ICE geschafft. Bitte mit zurückbefördern.“ Stempel drauf - gültig!

Schwarzfahrerin ohne Strafe: Münchnerin hat großes Lob für das DB-Personal übrig

In Nürnberg konnte dos Santos dann aussteigen und problemlos wieder zurück nach München reisen. Großes Lob hatte sie anschließend auf Facebook für die Bahn-Mitarbeiter übrig: „Ich möchte ja nicht in der Haut vieler Bahnmitarbeiter*innen in dieser Urlaubszeit stecken, vor allem nicht derer, die in direktem Kundenkontakt stehen. Und doch zeigten sich heute alle - und nicht nur mir gegenüber - ruhig und gleichbleibend freundlich. Das gehört einfach auch gesagt, auf meiner offiziellen Schwarzfahrt München-Nürnberg-München.

Video: Schwarzfahren weil Automat kaputt- was nun?

Ein Zugführer der Deutschen Bahn äußert sich jüngst in einer Durchsage „ungeheuerlich“. Eine Passagierin kritisiert ihn - und erntet einen Shitstorm von Rechtsradikalen.

Eine S-Bahn-Fahrerin und einige Leidensgenossen mussten bei München durch die „Hitze-Horror“. Die Bahn entschuldigt sich, wie tz.de berichtete.

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger fordert, die 1. Klasse in Regionalzügen abzuschaffen. Seinen Vorstoß begründet er mit überfüllten Bahnen in der 2. Klasse bei gleichzeitig kaum genutzten 1.-Klasse-Abteilen. Widerspruch kommt von der Deutschen Bahn, einem Verkehrsverbund und einem Experten.

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