Und Ausblick auf den Rest des Jahres

Deutsches Theater: Bilanz der ersten Saison

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Die Geschäftsführer des Deutschen Theaters, Carmen Bayer und Werner Steer.

München - Bühnenreifer Jubel am Dienstag im Silbersaal des Deutschen Theaters. Die beiden Geschäftsführer des Hauses, Carmen Bayer und Werner Steer, präsentierten Zahlen und Fakten der ersten Saison nach der Rückkehr ins Stammhaus an der Schwanthalerstraße – und gaben einen Ausblick auf die nächsten Streiche.

Frohlockt wurde über die Auslastungszahlen in Spielzeit eins der neuen Zeitrechnung: In der Saison 2014 hatte das Deutsche Theater knapp 300 000 Besucher – das entspricht einer Auslastung von rund 70 Prozent. Der große Saal verfügt über 1500 Plätze, bei 300 Veranstaltungen der vergangenen Saison seien das also rund 1000 Gäste pro Vorstellung gewesen. Der Umsatz: 15 Millionen Euro, womit „fast der gesamte Aufwand gedeckt“ worden sei, so Werner Steer. 70 Prozent seien für das Haus ein großer Erfolg und stünden mit an der Spitze der Auslastungszahlen des Kulturtempels überhaupt.

Für die laufende Spielzeit scheint’s noch weiter bergauf zu gehen: Von Januar bis April waren bisher 156 000 Zuschauer hier, und die Saison ist ja noch lang. Von den 1,7 Millionen Euro an städtischem Zuschuss könne man über die Hälfte wieder zurückzahlen. All dies freut auch den Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden des Deutschen-Theater-Betriebs, Josef Schmid (CSU), der gestern die „einzigartige Vielfalt“ des Hauses mit nationalen und internationalen Produktionen lobte.

Und Carmen Bayer betont, dass München sehr wohl eine Musical-Stadt sei – man wolle vor allem Programm für Münchner und Menschen aus dem Umland machen – und die brauchen Abwechslung, nicht eine Dauer-Performance nur eines Stücks: „Gastspiele sind gut für die Stadt. Die Künstler leben sechs Wochen bei uns und tragen das Bild Münchens in die Welt hinaus zurück.“

Und was trägt man aus der Welt nach München? In dieser Spielzeit stehen Die Csárdásfürstin mit dem Budapester Operettentheater an (11. bis 14. Juni), dann Mi Carmen Flamenca (17. bis 20. Juni), gefolgt von Monty Python’s Spamalot (24. Juni bis 12. Juli) und Dylan (29. Juli bis 2. August). Vom 4. bis 9. August kommt die Rocky Horror Show zurück, bevor dann (1. bis 13. September) die Musical-Version von Steven Spielbergs Hollywood-Hit Catch Me If You Can auf der Bühne swingt und groovt. Der größte Brocken gastiert vom 7. Oktober 2015 bis 3. Januar 2016: die Hommage an Udo Jürgens mit Ich war noch niemals in New York.

Die ersten Höhepunkte 2016 wurden gestern ebenfalls schon mitgeteilt: Zum 120. Geburtstag des Hauses im nächsten Jahr wird es zunächst mal ein Gastspiel von Max Raabe geben. Es folgen die Musicals Chicago, die Rock­oper Jesus Christ Superstar und die Musical-Version von Roman Polanskis Komödien-Kinoklassiker Tanz der Vampire.

Die Verträge des Führungsduos Bayer/Steer laufen bis April 2017. Ende dieses Jahres wird entschieden, ob’s danach weitergeht. Sieht nicht schlecht aus.

M.B.

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