Dürer-Streit: Direktor will Entschuldigung von Dürr

München - Der Dürer-Streit hat ein Nachspiel: Staatsgemäldedirektor Schrenk fordert jetzt eine Entschuldigung von Günen-Landtagsabgeordneten Dürr. Dieser hatte ihn der Lüge bezichtigt.

Staatsgemäldedirektor Klaus Schrenk verlangte am Montag eine Entschuldigung vom Grünen-Landtagsabgeordneten Sepp Dürr, der ihn der Lüge beschuldigt hatte. Die beleidigenden Äußerungen entbehrten jeder Grundlage. „Er sollte sich öffentlich entschuldigen“, hieß es in einer Mitteilung der Staatsgemäldesammlungen.

Der Auslöser: Schrenk hatte die Nürnberger zunächst fälschlich beschuldigt, sie hätten Albrecht Dürers „Selbstbildnis im Pelzrock“ bei der letzten Ausleihe im Jahr 1971 beschädigt. Dürr hatte dann am vergangenen Mittwoch gesagt: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr. Wie soll ich so einer verlogenen Bagage noch was glauben?“

Schrenk argumentierte, er habe sich bei seiner falschen Auskunft auf eine Stellungnahme der Münchner Restauratoren aus dem Jahr 1999 verlassen. „Nachdem die Chefrestauratoren aus Nürnberg und München bei einer Untersuchung der Holztafel am 10. Februar 2012 zu der Auffassung gelangten, dass der angesprochene Schadensverlauf bereits vor 1934 entstanden sein musste, wurde diese neue Erkenntnis umgehend öffentlich bekanntgegeben.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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