Ausbau des General-Kalb-Wegs

Asphalt-Ärger im Münchner Süden: Handfester Streit in der ehemaligen Ami-Siedlung

Die Bauarbeiten am General-Kalb-Weg sind bereits in vollem Gange.
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Die Bauarbeiten am General-Kalb-Weg sind bereits in vollem Gange.

Die Bauarbeiten laufen bereits, da ist ein handfester Streit um die Sanierung des General-Kalb-Wegs im Fasangarten ausgebrochen. Die Parteien: eine Interessensgemeinschaft für Wohnanlagen und der BA Giesing.

München - Das Baureferat asphaltiert den 350 Meter langen Abschnitt südlich der Cincinattistraße derzeit. Geplant ist ein separater Gehweg mit 1,80 Meter Breite neben einem 2,70 Meter breiten Zweirichtungsradweg. Um die Wurzeln der Bäume zu schützen, werden dort Kleinsteinzeilen eingebaut.

CSU-Stadtratsfraktion saß einer Fehlinformation auf

Die IWAP allerdings will keinen Asphalt auf dem Waldweg, sondern eine versickerungsfähige Oberfläche. Das hatte der Bezirksausschuss zunächst auch bevorzugt, schwenkte im Januar allerdings um, als bekannt wurde, dass im Untergrund belastete Auffüllungen vorhanden sind. Zudem entstehen auf Wegen mit wassergebundener Decke immer wieder Schlaglöcher. All dies ist an der IWAP offenbar vorbeigegangen. Deshalb regte sie sich nun auf, dass der Wille des BA von der Stadt missachtet werde. Dieser Fehlinformation saß sogar die CSU-Stadtratsfraktion auf, die deshalb forderte den Ausbau sofort zu stoppen.

Der Bezirksausschuss hat einstimmig beschlossen, den Weg asphaltieren zu lassen

„Wir haben einstimmig beschlossen, den Weg asphaltieren zu lassen“, stellte die BA-Vorsitzenden Carmen Dullinger-Oswald (Grüne) nun klar. Das bedeute auch mehr Lebensqualität für die Bewohner der Seniorenresidenz Föhrenpark, die den Weg zum Einkaufen nutzen würden. Im schlechten Zustand sei dies „eine Zumutung bis unmöglich“ für die Senioren. „Das ist kein Umweltfrevel, sondern gut für Fußgänger und Radfahrer“, bekräftigte Joachim Lorenz (Grüne).

Die IWAP befürchtet jedoch, dass die Radler durch den Asphalt mehr und schneller werden. „Wir kriegen hier einen Radschnellweg, der zum Risikofaktor für unsere Siedlung wird“, schimpft Sprecher Alois Schwarzhuber. So habe es schon jetzt mehrere Beinahe-Zusammenstöße mit Kindern des Schulzentrums gegeben, deren Ausgang genau auf den General-Kalb-Weg führe. Der BA streitet dies ab. Mitte November soll der Weg bereits fertig sein. (CARMEN ICK-DIETL)

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