Rezept-Tipps vom Profi

Schuhbecks erster Datschi der Saison

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Alfons Schuhbeck

München - Alfons Schuhbeck präsentiert in seiner Kochschule diesmal den ersten Datschi der Saison, und das ist für ihn der Rhabarberdatschi.

Der erste Datschi der Saison ist für mich der Rhabarberdatschi, eine wunderbare Verwendung für die grünroten Stangerl, die ja genau genommen zum Gemüse gehören. Zuerst nehme ich Blätterteig aus dem Tiefkühler und lege vier Teigplatten nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lasse sie bei kühler Raumtemperatur ca. 20 Minuten auftauen. Dann rolle ich die einzelnen Teigplatten mit einem Rollholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch etwas nach, steche, bzw. schneide runde Teigplatten von knapp 20 cm Durchmesser daraus aus und lege diese auf das mit Backpapier belegte Backblech. Die dabei abfallenden Teigränder können dabei nochmals ausgerollt und für weitere Datschis verwendet werden. Wichtig ist, dass die Teigreste aufeinander gelegt und dann ausgerollt werden, damit sich die blätterige Teigstruktur erhält, auf keinen Fall dürfen die Teigreste verknetet werden. Damit der Teig zwar knusprig blättrig bäckt, jedoch unter dem Belag nicht zu stark aufgeht, stupfe ich die Teigböden mit einer Gabel mehrmals ein.

Für den Belag putze ich ein paar Rhabarberstangen (400 bis 500 g), d. h. ich schneide Blatt- und Wurzelstücke ab, und wasche die sie. Anschließend schneide ich sie in maximal 0,5 cm große Würfel, diese bestreue ich großzügig mit Kristallzucker, vermische sie damit, lasse sie 15 bis 20 Minuten ziehen und anschließend auf einem Sieb gut abtropfen.

Inzwischen heize ich den Backofen auf 210 Grad vor und bereite mir für den Belag eine Marzipanmasse vor. Für diese streiche ich etwa 100 g Marzipan mit einem Eiweiß glatt und rühre 20 g weiche Butter, zwei EL gemahlene Mandeln und ein bis zwei TL Rum darunter. Dabei sollte eine möglichst glatte, cremige Masse entstehen. Diese streiche ich teelöffelweise auf die Blätterteigböden, wobei ich darauf achte, dass rundherum ein 1 bis 1 1/ 2 cm breiter Rand frei bleibt. Dann verteile ich jeweils zwei bis drei EL der gut abgetropften Rhabarberwürfel so auf der Marzipanmasse, dass sie gut bedeckt ist aber der Teigrand immer noch frei bleibt.

Nun kommen die Datschis auf die unterste Einschubleiste im Ofen, so erhält der Teig von unten mehr Hitze, und der Boden bäckt schön goldbraun. Die Datschis sind nach ca. 20 Minuten fertig, ähnlich wie bei einer Pizza, hebe ich gegen Ende der Garzeit die Küchlein mit einer Palette leicht an, um zu sehen, ob der Boden von unten schon goldbraun und stabil ist. Beim Backen geht der Teigrand schön auf und hält den Rhabarbersaft, der beim Erhitzen austritt in der Mitte des Datschis, wodurch das Ganze schön saftig bleibt.

Während der Backzeit, bereite ich die Glasur vor. Ich koche etwas Aprikosenkonfitüre mit ein paar Löffeln Wasser auf, bis sich alles löst und koche die Konfitüre dann wieder etwas ein, anschließend mixe ich sie mit einem Stabmixer durch und bepinsele die frisch gebackenen Datischis damit. Das gibt ihnen einen schönen Glanz und dem Rhabarber tut die Süße gut.

Dazu passt cremig geschlagene Rumsahne und Vanilleeis meint Ihr

Alfons Schuhbeck

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