Würzige Linsen mit Ajowan

Schuhbecks Rezepte: Wintersupperl auf Asia-Art

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Die würzige Linsensuppe von Starkoch Alfons Schuhbeck passt perfekt in den Winter.

Jetzt, wo es draußen eisig kalt ist und schneit, wärmt ein heißes Supperl von innen Magen und Geist. Starkoch ­Alfons Schuhbeck verrät heute ein würziges Rezept für eine Linsensuppe mit Ajowan. So zaubern Sie sich einen Hauch Asien auf den Teller.

In Südasien sind Linsen ein Grundnahrungsmittel und oft die wichtigste Eiweißquelle der Menschen. Es gibt unzählige Rezepte und Variationen – von Region zu Region und von Familie zu Familie. Ich zeige heute ein Rezept mit Ajowan, einer Gewürzpflanze, deren Geschmack stark an Thymian erinnert und deren ätherisches Öl bei der Verdauung von Hülsenfrüchten hilft.

Zunächst weiche ich die Linsen etwa zwei Stunden in warmem Wasser ein, gieße sie dann über einem Sieb ab und überbrause sie ein wenig. Anschließend werden Zwiebel und Knoblauch geschält, Karotte und Sellerie geputzt und geschält und alles in kleine Würfel (etwa drei Millimeter) geschnitten.

Die Gemüsewürfel dünste ich in einem TL Öl in einem Topf bei milder Hitze an, gebe das Tomatenmark dazu, lasse es kurz mit anschwitzen, bevor ich die Linsen sowie den Ingwer dazugebe und die Brühe angieße. Das lasse ich alles 20 bis 25 Minuten eher ziehen als kochen. Wenn die Linsen beginnen, weich zu werden, aber noch Biss haben, fange ich an, die Suppe zu würzen. Zuerst gebe ich das Tamarindenmark dazu, dann das Tandoori Masala und Ajowan und zuletzt die braune Butter.

Nun nehme ich den Stabmixer zur Hand und püriere die Linsensuppe ganz kurz an – nur so wenig, dass die Linsen teilweise zerbrechen und die Suppe so eine sämige Konsistenz erhält. Nun schmecke ich noch mal mit mildem Chili ab und verteile die Suppe auf tiefe Teller. Nun kann ich die Teller noch mit hauchdünn geschnittenem Ingwer, ein paar Minzeblättchen und einer Prise Tandoori Masala garnieren.

Gutes Gelingen

und guten Appetit

wünscht Ihr

Alfons Schuhbeck

Würzige Linsen mit Ajowan

Zutaten für 4 Personen:

  • 300 g Berglinsen (kleine grüne Linsen)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1⁄2 Karotte
  • 80 g Knollensellerie
  • 1 TL Öl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Ingwer (in feinen Würfeln)
  • 1,2 l Hühnerbrühe (ersatzweise ­Gemüsebrühe)
  • 2 TL Tamarindenmark sauer (ersatzweise Zitronensaft)
  • 1 EL Tandoori Masala (ersatzweise mildes Currypulver)
  • 1⁄4 bis 1⁄2 TL Ajowan (Königskümmel; ­ersatzweise je 1 Prise gehackter Thymian und gehacktes Bohnenkraut)
  • 2 EL braune Butter
  • mildes Chilisalz

Extra-Tipp

Tamarindenmark wird aus dem Fruchtmark gewonnen, das die Tamarindensamen einhüllt, die wiederum in Schoten sitzen. Die süße Tamarinde hat bräunliches Fruchtfleisch, die saure Tamarinde schwarzes und ähnelt in Konsistenz und Farbe Rosinen. Unverarbeitetes Tamarindenmark enthält noch Kerne. Erst wenn sich das klebrige Mark in Flüssigkeit löst, werden sie freigesetzt und können nach Belieben entfernt werden. Zur Not kann man Tamarindenmark durch Zitronensaft ersetzen.

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