Alles Wissenswerte über Scotch und Co.

Whiskey: Wasser des Lebens

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Im Whisk(e)y Shop tara am Rindermarkt gibt es über 1000 Abfüllungen.

Whisky bedeutet im Gälischen „Wasser des Lebens“. So dürften das auch die echten Whisky-Liebhaber sehen. Whisky-Experte Fred Heinz Schober, Initiator der Whisky-Messe am kommenden Wochenende in München, erklärt in der tz Wissenswertes um den edlen Tropfen.

Whisky bedeutet im Gälischen „Wasser des Lebens“. So dürften das auch die echten Whisky-Liebhaber sehen. Sie schätzen den reinen Geschmack. Whisky-Experte Fred Heinz Schober, Initiator der Whisky-Messe am kommenden Wochenende in München, erklärt in der tz Wissenswertes um den edlen Tropfen.

Whisky-Experte Fred Heinz Schober.

Seit nunmehr 20 Jahren betreibt Fred Heinz Schober seinen kleinen Whisk(e)y Shop tara am Rindermarkt. Über 1000 Abfüllungen werden in seinem Geschäft angeboten: aus Irland, Schottland, USA, Franken, Japan, Neuseeland, Oberbayern und vielen anderen Ländern.

In der tz erklärt Schober uns das ABC des Whiskys:

Alter: Die Lagerzeit in Holzfässern beträgt mindestens drei Jahre für jeden Scotch. Die meisten Malts sind erst nach acht bis zwölf Jahren ausgereift. Wichtige Grundregel: Je älter, desto teurer wird ein Whisky, aber nicht automatisch besser. Und: Whisky kann nicht schlecht werden!

Anlage: Ist Whisky eine Geldanlage? Ja, ein Whisky, der mal 500 Mark gekostet hat, liegt heute bei 4000 Euro. Der teuerste Whisky der Welt: 120 000 Euro!

Blended: Das ist ein Verschnitt aus Malt und Grain; je höher der Malt-Anteil desto besser der Whisky: Blended Whisky bedeutet also, dass mehrere Single Malts (dieser wird nur in einer Destille ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt) verschiedener Brennereien miteinander kombiniert werden.

Bourbon: Er muss aus mindestens 51 Prozent Mais hergestellt werden.

Fass: Das gängige Fass (englisch: Barrell) der schottischen Whiskyindustrie besitzt in der Regel ein Fassungsvolumen von 180 bis 250 Litern (es gibt aber auch kleinere von 30 bis 60 Litern). Meist handelt es sich um Bourbon-Fässer, die aus amerikanischer Eiche gefertigt wurden und bereits gebraucht wurden. In den USA darf ein Fass nur einmal verwendet werden.

Grain: Für diesen Whisky werden ungemälzte Gerste und eine Vielzahl von anderen Getreidesorten wie zum Beispiel Weizen oder Mais verwendet. Er ist günstiger in der Herstellung und ideal zum Verschneiden.

Malt: Malz, das eigentliche Grundprodukt eines Maltwhiskys. Die in Wasser eingeweichte Gerste wird zum Keimen gebracht. Dieser Vorgang wird dann jedoch durch eine Trocknung oder das leichte Rösten in einem Brennofen – manchmal auch durch das Beifügen von Torf –, unterbrochen. Hieraus bestimmen sich Farbe und der Geschmack des Malzes und damit des Whiskys.

Rye: Das ist Whisky, der mindestens 51 Prozent Roggen enthalten muss.

Scotch: Das ist der Oberbegriff, die geschützte Herkunftsbezeichnung für einen in Schottland hergestellten Whisky (mindestens drei Jahre im Eichenfass gelagert).

Tasting (nosing): Um den Geschmack von Whisky zu testen, tastet man sich langsam und vielmehr über die Nase als über die Zunge heran. Schwenken Sie das Glas und versuchen Sie die Aromen des edlen Tropfens „rauszuschnüffeln“. Erst dann kosten Sie den Whisky, in dem Sie den ersten Schluck auf der Zunge ruhen lassen. Manche geben einen Tropfen Wasser hinzu, weil sich dadurch mehr Aromen „erriechen“ lassen.

Schobers Grundregel zum Geschmack: Jeder muss sich seinen eigenen Favoriten erschmecken. Es gibt viele Faktoren für einen großen Whisky und es ist schwer zu sagen, ob das Wasser, die Luft, die Form der Brennblasen, der Anteil des Torfs beim Darren, die Fässer oder die Art und Weise der Destillation am wichtigsten ist.

Whisky oder Whiskey: Die Schotten schreiben Whisky, in Irland ist Whiskey üblich. Neun von zehn Flaschen des Nationalgetränks werden im Ausland getrunken. Schottland exportiert für mehrere Milliarden Pfund.

Tina Layes

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