Sammler aufgepasst

Bärlauch: Jetzt wächst die gesunde Pflanze wieder

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Hans Hollweck mit frischem Bärlauch am Viktualienmarkt

München - Sammler aufgepasst: Jetzt erobert der Bärlauch wieder die Wiesen und Wälder! Was der Bärlauch mit Bären zu tun hat, wie viel Knoblauch drin steckt und welche Blätter am besten schmecken:

Woher hat der Bärlauch seinen Namen?

Früher gab es in Mitteleuropa viele Bären. „Für sie war der Bärlauch nach dem Winterschlaf das erste Grün – da haben sie sich mit dem vitaminreichen Gewächs gleich die Wampe vollgeschlagen“, erklärt Sternekoch Hans Hollweck, der seit 1991 die Feinkost-Manufaktur Rottler am Viktualienmarkt führt.

Gibt es verschiedene Sorten?

Nein. Aber: Die Größe der Blätter ist entscheidend für den Geschmack. Je schmaler das Blatt, desto intensiver das Aroma. Achtung, wenn der Bärlauch schon blüht: „Dann schiebt er seine Kraft mit voller Mühle in die Blüten und verliert an Aroma“, verrät ­Hollweck.

Wie viel Knoblauch steckt in Bärlauch?

Bärlauch ist mit dem Knoblauch verwandt, hat ein ähnliches Aroma. Aber er punktet gleich mit mehreren Vorteilen: Im Gegensatz zu den Knollen verursacht er kaum unangenehme Gerüche, schmeckt feiner und ist leichter verdaulich. Eine ­Handvoll Blätter entspricht etwa einer Knoblauchzehe.

Kann ich Bärlauch selbst sammeln?

Ja, aber Vorsicht: Bärlauch sieht den giftigen Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich! Hollwecks Sammler-Tipp: „Wenn man bei Bärlauch an den Blättern reibt, muss es nach Knoblauch ­riechen.“ Wer ganz sichergehen will, kauft am Stand oder baut Bärlauch selbst im Garten an.

Warum ist Bärlauch gesund?

Bärlauch fördert nicht nur die Verdauung, sondern senkt auch den Blutdruck und enthält jede Menge Magnesium und Eisen. Außerdem ist die Pflanze eine wahre Vitamin-C-Bombe: In 100 Gramm stecken 150 Milligramm! Zum Vergleich: Die gleiche Menge Kopfsalat enthält nur etwa 15 Milligramm.

Wie lange hält sich Bärlauch?

Generell sollte man Kräuter möglichst am gleichen Tag verbrauchen. Aber: „In ein feuchtes Tuch gewickelt, kann man ­Bärlauch etwa drei Tage im Gemüsefach aufbewahren.“

Was kann man draus machen?

Hollwecks Rezept für Bärlauchpesto: Olivenöl und Bärlauch im Verhältnis 1:2 mischen. Salz, Pinien- oder Walnusskerne und geriebenen Parmesan dazugeben und die Zutaten mit dem Mörser kleinmahlen. „Das ist schonender, und das Aroma kann sich gut entfalten.“ Frisch über die Nudeln geben – fertig! Wichtig vor der Verarbeitung: Den Bärlauch immer gründlich waschen und Stiele entfernen.

Guten Appetit!

Christina Meyer

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