Edel-Pilze in allen Variationen

Biancas Blog: Fünf Hotspots für Trüffel-Gerichte in München

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Tagliatelle mit Edel-Pilzen: Unsere Foodbloggerin Bianca hat nicht nur Trüffelpasta in München getestet.

München - Wo gibt‘s die besten Trüffel in München? Unsere Foodbloggerin Bianca präsentiert fünf Hotspots und klärt den Unterschied zwischen weißen und schwarzen Trüffeln. 

Dem einen schlägt das Herz beim Blick auf die Speisekarte höher, der andere spürt die Übelkeit schon allein beim Geruch der meist unterirdisch aufwachsenden Pilzsorte aufsteigen. Ich gehöre zur ersten Kategorie. Die Rede ist natürlich von Trüffelpilzen. Trotz ihres stolzen Preises gehören Gerichte mit ihnen ganz klar zu meinen Favoriten - die hochwertigsten und - in meinen Augen - schmackhaftesten Pilze, welche sich kulinarisch verarbeiten lassen. Wem bei Trüffeln das Herz höher schlägt, der dürfte sich über meine fünf Hotspots für gute Trüffelpasta in München freuen.

1. Hoiz: Tagliatellini mit schwarzem Wintertrüffel 

Zusammen mit seinem Partner Chris Friedrich hat Bastian Hartwig nach seinem ersten erfolgreichen Restaurant am Sebastiansplatz („Kleinschmecker“) Ende letzten Jahres die Neo-Brasserie Hoiz (bayerisch für „Holz“ und zugleich Anlehnung an die Inneneinrichtung und das Konzept) in der Münchner Innenstadt eröffnet. Auf der Karte stehen verschiedene Snacks, Vorspeisen, diverse Hauptgerichte und Desserts. Mein erster Besuch in der Hoiz-Neo-Brasserie zielte neben zwei verschiedenen Startern und einem Filet vom Allgäuer Weideochsen auf die ebenfalls bei den Hauptgerichten aufgelisteten Trüffel-Nudeln ab. Die „Tagliatellini mit Schnittlauch und schwarzem Wintertrüffel“ (für 17,50 Euro) sind - neben den Ravioli bei den Vorspeisen (Ravioli) - das einzige Pasta-Gericht auf der Karte. Serviert wird eine ordentliche Portion Tagliatellini (eine Bandnudel-Variante) mit fair portioniertem Trüffel auf einem schickem Teller. Auch beim Trüffel wird hier nicht gespart, und so gibt‘s für den fairen Preis auch eine faire Portion Trüffel samt Pasta.

Hoiz - Neo-Brasserie; Karlstraße 10, 80333 München (Maxvorstadt); www.hoiz.restaurant 

2. Panther Grill & Bar: Trüffel-Fettuccine mit Parmesanschaum 

Wie der Name schon verrät, ist der Fokus von Panther Grill & Bar nicht unbedingt Pasta, doch das in Schwabing befindliche Restaurant bietet neben besten Steaks und Rindfleisch (amerikanisches Hereford und Angus-Weiderinder sowie regionales Rind, Biorind und Lamm vom Gutshof Polting) auch ausgezeichnete Trüffelnudeln (in der Kategorie „vegetarisch“) an. Klar, hier setzt man vor allem auf das Grillen von feinem Fleisch auf dem Lavasteingrill, dennoch kann sich die ordentliche Portion Pasta (Trüffel-Fettuccine mit Parmesanschaum und Trüffel für 17 Euro) sehen lassen. Die Pasta ist nicht zu al dente und der Trüffel nicht zu spärlich. Deshalb gehören sie ebenfalls zu meinen Lieblingen in München.

Panther Grill & Bar; Franz-Joseph-Straße 45, 80801 München (Schwabing); www.panther-grill.de

3. Ristorante Il mulino: Fein gehobelt, fair portioniert 

Ein bisschen ist er schon zum Szene-Italiener in München geworden, an Gemütlichkeit hat er meiner Meinung nach dennoch nicht verloren. Das italienische Restaurant „Il mulino“ in der Görresstraße. Stets gut besucht und in erster Linie für tolle italienische Klassiker und frischen Fisch bekannt, habe ich hier schon den einen oder anderen Teller „Tagliolini al Tartuffo“ mit fein gehobeltem Trüffel (für 16,50€) verdrückt. Die Portionen sind auch hier fair bemessen, auf Wunsch wird (gegen Aufpreis) gerne noch etwas Trüffel direkt am Tisch nachgehobelt. Solltet ihr hier am Abend essen wollen, empfehle ich euch, unbedingt zu reservieren.

Ristorante Il mulino; Görresstraße 1, 80798 München (Maxvorstadt); ristorante-ilmulino.de

4. Brasserie Schwabing: Für Frühstück, Mittag- und Abendessen

Mitten in Schwabing liegt die auf lokale sowie internationale Küche spezialisierte Brasserie Schwabing. Hier trieb es mich schon sowohl für ein ausgiebiges Frühstück als auch für diverse Mittag- und Abendessen hin - auch weil dort regelmäßig neue Wochen- und Tagesangebote zu finden sind. Fest auf der regulären Speisekarte implementiert: Die Tagliatelle mit Trüffelsoße in zwei verschiedenen Portionsgrößen (klein für 12,90 Euro, groß für 16,90 Euro). Wenn ihr wirklich nur einen kleinen Snack zwischendurch wollt, empfehle ich euch die kleine Variante, für großen (aber bezwingbaren) Hunger auf jeden Fall die Portion bestellen. Wenn der Frühling kommt, macht es hier noch mehr Spaß - denn man kann draußen auf der Terrasse Platz nehmen. Reservieren!

Brasserie Schwabing; Belgradstraße 1,80796 München (Schwabing); brasserie-schwabing.de

5. EATALY München: Trüffelpasta mitten im Trubel der Schrannenhalle 

Meine Website brachte mich die letzten Wochen oft in das italienisches Feinschmecker-Paradies EATALY in der Schrannenhalle. Dort befinden sich verschiedene italienische Restaurants, wie zum Beispiel die „La Trattoria" und das „La Pasta“. Beide Restaurants überzeugen mit guter italienischer Kost und wechselnden Wochen- und Tagesgerichten. Während auf der Empore bei EATALY München alle zwei Monate ein neues italienisches Pop Up Restaurant sein „Zuhause auf Zeit“ findet, sind die beiden genannten Restaurants Konstanten. Wo, wenn nicht hier, stehen natürlich feine Trüffelpasta auf der Karte -und zwar je nach Saison. Da die Schrannenhalle mit dem EATALY-Konzept ganzjährig zum Stöbern einlädt, empfehle ich euch einfach immer wieder mal nachzuschauen, ob es gerade Trüffel-Pasta auf der Karte gibt. Das Ambiente ist - angelehnt an das Konzept - sehr offen gehalten. Hier sitzt ihr mitten im Trubel an nett eingedeckten Tischen und mit Blick auf die Straße. Der klare Pluspunkt: Trüffel und Trüffelköstlichkeiten könnt ihr vor oder nach dem Essen direkt bei EATALY einkaufen.

EATALY Schrannenhalle München; Blumenstraße 4, 80331 München (Altstadt-Lehel); www.eataly.net

Worin unterscheiden sich eigentlich weiße und schwarze Trüffel?

Noch ein kleiner Exkurs in Sachen Trüffelwissen: Wer sich schon immer gefragt hat, worin sich der weiße und der schwarze Trüffel in erster Linie unterscheiden - bitte schön: Während der weiße Trüffel einen dezenten Geschmack und sehr starken Geruch hat, verfügt der schwarze Trüffel über einen sehr intensiven Geschmack und geringeren Duft. Beim weißen Trüffel jedoch verflüchtigt sich der Geruch sehr schnell beim Erhitzen, darum wird er niemals mitgekocht, sondern am Tisch über das Gericht gehobelt. Der schwarze Trüffel gibt seinen Geschmack bei Erhitzung hingegen an andere Speisen weiter und kann mitgekocht, -gegart und -geschmort werden. Wer schwarzen Trüffel mag, der mag in der Regel auch den weißen. Saison haben weiße Trüffel von Oktober bis Ende Dezember, schwarze Trüffel von Anfang Dezember bis Mitte/Ende März sowie Juli bis September.

Hier geht‘s zu Biancas Foodblog.

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