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Die besten Wiener Schnitzel in München und Umland: Hier wird besonders gut paniert

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Foodbloggerin Bianca Murthy mit dem panierten Objekt der Begierde.

Das Wiener Schnitzel ist ein absoluter Klassiker auf den Speisekarten der bayerischen Gastronomen. Einige Wirte können es besonders gut zubereiten.

München - Wiener Schnitzel steht so gut wie überall auf der Karte. Hier und da vermag ein Gastronom noch tricksen zu wollen mit dem „Schnitzel Wiener Art“ (immer vom Schwein) und eben dem echten und goldgelb panierten „Wiener Schnitzel“ (immer vom Kalb). Da herauszuerkennen, welche Gastronomie es in Sachen Schnitzel wirklich drauf hat oder sich von den gefühlt anderen 3.000 Anbietern abhebt, ist nicht leicht.

Ich, als alter Wiener-Schnitzel-Hase (…niemals „Schnitzel Wiener Art“ - wobei es da natürlich auch gut gemachte und weniger nennenswerte gibt…) will euch heute erzählen, wo ihr in Sachen Schnitzel sicherlich eine Punktlandung macht. Es geht also primär nicht darum, ob das Wiener Schnitzel hier gut ist, sondern bei diesen fünf Adressen, schmeckt es wirklich bei jedem Besuch perfekt.

1. Bamberger Haus - Zum Ferdinand 

Brunnerstraße 2, 80804 München; Telefon: 089 322128210; https://www.bambergerhaus.com/ bzw. http://www.zum-ferdinand.de/ 

Keinen Widerspruch lasse ich zu, wenn mir jemand einreden möchte, dass es ein besseres Wiener Schnitzel, als da im Bamberger Haus beim „Zum Ferdinand“ gibt. „Das kann nicht sein!“, heißt es dann sogleich von mir. Das Restaurant serviert österreichische Küche und ein Wiener Schnitzel, dass einem – je nach Heißhunger – glatt die Tränen in den Augen stehen, wenn der Teller mit zwei großen, wellig panierten Wiener Schnitzeln vor einem abgestellt wird. 

Auf der Karte wird es als „Wiener Schnitzel mit Petersilie-Erdäpfeln und Preiselbeeren - das feinste vom Kalb, schwimmend und in Schmalz gebacken…“ (für 22,50 Euro) angepriesen – ganz so, wie es die Wienerische Küche eben im Original vorsieht. Geld, das man bereit sein muss, „für ein Stückchen gutes hauchdünn geklopftes Fleisch“ zu bezahlen, sich aber immer und immer wieder lohnt. Hier saß ich schon mit Freunden, Verwandten, „heimlichen Vegetariern“,Kunden und Kindern (Kinderportion möglich!) - stets für’s Wiener Schnitzel und ging immer zufrieden nach Hause. Unbedingt reservieren. 

2. Schlosswirtschaft Maxlrain 

Maxlrainer Freiung 1, 83104 Tuntenhausen; Telefon: 08061 8342; https://www.schlosswirtschaft-maxlrain.de/ 

Die Gemäuer der Maxlrainer Schlosswirtschaft sind schon im Jahr 1616 in alten Plänen zu finden und hat sich in den letzten Jahren als mein „Umland-Favorit“ für ein gutes, ja nahezu perfektes, Wiener Schnitzel entwickelt. Ich gehe noch eins weiter und sagen, wenn ich den Genuss und die Qualität von meinem „Platz 1-Favoriten“ (s.o.) möchte, gepaart mit ein bisschen frischer Landluft um die Nase, dann gibt es für mich nur Maxlrain. 

Auf der Karte: „Original Wiener Kalbsschnitzel von der Kalbslende, mit Salat und Bratkartoffeln“ (für 22 Euro) - finanziellen „Umlandbonus“ gibt’s preislich also nicht, muss aber auch nicht sein, denn die Qualität des Fleisches, der Genuss am Gaumen und die Zartheit beim Beissen sind unvergleichbar. Gegessen wird’s entweder im schicken Inneren der Wirtschaft (viel Holz, eingedeckte Tische mit Stoffservietten, etc.) oder auf der malerischen Terrasse inmitten der saftig grünen Natur. Herrlich. Unbedingt reservieren – und wie auch im Bamberger Haus – einen Schnitzel-Gruß da lassen von mir.

3. Königsquelle 

Baaderpl. 2, 80469 München; Telefon: 089 220071; http://www.koenigsquelle.com/ 

„Wo gibt’s das beste Wiener Schnitzel?“ - „Na in der Königsquelle!“, diesen Dialog habe ich schon allzu oft geführt bzw. als Antwort erhalten. Und stimmt, die Königsquelle – unweit vom Münchner Isartor entfernt – bzw. dessen Küchenteam, weiß ganz klar was es tut, wenn man das Wiener Schnitzel bestellt. Das „Wiener Schnitzel vom Kalb mit Kartoffelgurkensalat“ (für 16,90 Euro laut hochgeladener handschriftlicher Speisekarte) kann schon was. Das flachsenfreie Fleisch schön dünn, die Panade recht üppig und nicht sonderlich fest mit dem Fleisch verbunden - muss man mögen, schmeckt aber in meinen Augen `sauguad´. 

So hat’s die Königsquelle nicht umsonst in den letzten Jahren geschafft als „Innenstadt Nummer Eins“ zu gelten, wenn der Münchner Lust auf ein „ehrliches und gutes“ Wiener Schnitzel Lust hat. Der Laden ist beliebt und gut besucht – gerade auch wegen dem Schnitzel sowie dem immer freundlichen Service. Reserviert euch unbedingt vorab einen Tisch - ob drinnen oder draußen auf der gemütlichen Königsquelle-Terrasse bestimmt das Wetter.

4. Restaurant ÖEINS 

Herzogstraße 81, 80796 München; Telefon: 089 30005956; https://www.xn--eins-4qa.de/ 

In dem von einem Original Steirer geführten Restaurant ÖEINS aus dem Jahr 1900, steht sowohl „Wienerschnitzel vom Kalb“ als auch „Wienerschnitzel vom Schwein“ auf der Website vom ÖEINS. Ob das so gehört, sei dahingestellt - im auf österreichische Küche spezialisierten ÖEINS in Schwabing anscheinend schon. Und es sei ihm auch gegönnt, dem österreichischen Hotspot Münchens, denn das Wiener Schnitzel – zwei Stück mit Petersilie-Erdäpfel – kann sich sehen lassen. Hauchdünn geklopft, goldgelb paniert und bestes Fleisch von sehr guter Qualität. 

Nicht umsonst zählt das Schnitzel – natürlich zwei Stück auf dem Teller – zu den „ÖEINS-Bestsellern“. Der Österreicher an sich liebt halt sein Wiener Schnitzel und der Münchner tut es ihm gleich. Geht hier wirklich gezielt zum Wiener Schnitzel (vom Kalb!) essen hin, denn die Karte ist übersichtlich, wenn auch überwiegend mit ausschließlich feinen (wienerischen) Gerichten befüllt. Nummer eins ist in meinen Augen aber das Wiener Schnitzel. Im Sommer unbedingt auf der gemütlichen Terrasse reservieren!

5. Kaisergarten 

Kaiserstraße 34, 80801 München; Telefon: 089 34020203; http://www.kaisergarten.com/ 

Es scheint fast, als hätten sich die Münchner „Wiener Schnitzel-Riesen“ abgesprochen in Sachen Preis, denn auch hier im gemütlichen Schwabinger Kaisergarten gibt’s das „Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln, Preiselbeeren und Apfelkren“ für 22,50 Euro serviert. Der Kaisergarten zählt seit jeher zu den Schwabinger Institutionen in Sachen `guter Küche´ und Genuss, wenn man sich ein schönes Platzerl im modern-urigen Restaurant (dunkelgrüne Wände, viel Holz, präsente Bar, etc.) oder auf der stets gut besuchten eingegrünten Terrasse sucht. Eine verdiente Reaktion, denn das Essen und natürlich auch Wiener Schnitzel – dünnes Fleisch, dünne goldgelbe Panade – schmeckt einfach immer fein (…hier gibt’s übrigens auch einen der besten Kaiserschmarrn auf diesem Planeten…). 

An sonnigen Tagen nicht ohne Reservierung, dafür aber mit Schnitzel-Appetit kommen - das könnte fatal enden im Kaisergarten. (Wer es noch nicht weiß: Das Münchner „Theresa“, die „Seerose“, das „Occam Deli“ und „Freebird“ gehören gemeinsam mit dem Kaisergarten unter ein „gastronomisches Dach“ in Sachen Betreiber. Alles Läden, die – bezogen auf den jeweiligen Fokus des Hauses – ganz gut wissen, was sie tun.)

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Noch mehr Schnitzel-Sehnsucht? - Hier findet ihr noch mehr Wiener Schnitzel, die sich zu bestellen lohnen. Wer auch beim Kaiserschmarrn gezuckt hat, findet hier Rettung. Jetzt aber auf zum Schnitzel-Test. Ich freu mich außerdem über weitere Tipps an info@biancas-blog.de.

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