Foodbloggerin verrät

Meine Favoriten für exotisches Essen in München

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Bianca lässt sich im avva „Small Plates“ schmecken.

München - Unsere Foodbloggerin Bianca war auf der Suche nach kulinarischer Abwechslung und verrät, wo es in München richtig gutes exotisches Essen gibt.

Seit vielen Jahren gehe ich ausschließlich essen, manchmal lasse ich mir auch etwas liefern. Von Zeit zu Zeit packt mich dann die Lust auf Neues und ich suche nach Alternativen, bzw. nach kreativer Abwechslung. Tatsächlich war ich allein das vergangene Wochenende bei vier der unten genannten 6 Hotspots zum Essen. Hier also findet ihr meine Favoriten für beste exotische Küche in München.

avva - Restaurant und Weinhandlung (südafrikanisch)

Dreimühlenstraße 30, 80469 München; 089 139276503

Im avva gibt es seit kurzem etwas Neues. Kennen dürften die meisten das auf südafrikanische Küche mit modern-europäischen Touch ausgelegte Restaurant samt Weinhandlung bereits. Nun wurden sowohl Lunch (im Mai nur samstags, im Juni Freitag und Samstag von 12:00 - 14:00 Uhr) als auch „Small Plates“ neu eingeführt. Das alles geschah im Zuge der kürzlichen Terrasseneröffnung, welche nun 60 Gästen weiteren Platz bietet. Ich habe die „Small Plates“ gekostet (immer von 16:00 - 19:00 Uhr) und genoss drei von insgesamt sechs unterschiedlichen „Snack-Portionen“ in Form ausgefallener und geschmacklich perfekt abgestimmter Kombinationen. Angefangen bei „Lammbauch mit Humus und Rotkraut“ (für 9,50 Euro), über „Bunter Beete, Oliven, Vanille, Himbeere und Zatar“ (für 5,50 Euro), bis hin zu „Gamba Rocha mit Mango und grünem Spargel“ (für 8,50 Euro) wird eine bunte und vor allem sättigende sowie kreative Vielfalt serviert. Die Small Plates sind die perfekte Alternative zu den angebotenen Menüs oder à la carte-Speisen. Durch die neue Terrasse und das stimmige Weinangebot bietet sich das avva in Ergänzung mit den neuen „Small Plates“ ideal als Hotspot für „Relax-Stunden“ in der Sonne an. Die kleinen Portionen starten übrigens schon ab 5 Euro, dürften also auch „zwischendrin“ mal als kleine Snack-Alternative dienen.

Lezizel - Mantis (türkisch)

Filialen am Gärtnerplatz und in Neufahrn

Der Hashtag #MögenDieMantiMitEuchSein beweist schon mal den ausreichenden Humor der „Manti-Jungs“, dass aber auch Konzept, Können und jede Menge guter Geschmack hinter bzw. in den türkischen Teigtaschen („Mantis“) von Lezizel steckt, das weiß ich ganz genau. Regelmäßig nämlich hole ich mir eine ordentliche Portion davon am Gärtnerplatz und war am Wochenende auch bei der Neueröffnung des 1. Franchise-Ladens von Lezizel in Neufahrn. Mantis, das sind kleine „Nudel-Knöpfchen“, pur oder gefüllt mit besten Rinder-Hack, bedeckt mit Tomatensauce, Joghurt und ein wenig Butter-Paprika-Sauce. Das Topping wählt ihr euch selbst aus, davon stehen acht verschiedene zur Auswahl. Meine Favoriten sind die Rinder-Mantis mit Mango-Apfel Chutney als Topping oder auch der Trüffelcreme. Da so unterschiedliche Toppings angeboten werden, ist geschmacklich auch einiges an Vielfalt geboten. Eines haben sie alle gleich: Mantis machen super satt, liegen aber nicht zu schwer im Magen. Das Angebot in Neufahrn ist übrigens identisch dem des Gärtnerplatzes. Wer noch nie vorbei geschaut hat und gerne „Pasta mal anders“ kosten möchte, der ist mit den türkischen Mantis bestens bedient. Die sind übrigens schon (ungefüllt) für knapp über 6 Euro mit Topping zu haben. Vergesst die hausgemachte Limonade nicht!

Aloha Poke (hawaiianisch)

Türkenstraße 80, 80799 München; 089 85634893 

Noch gar nicht lange eröffnet und schon eine Institution in München: Aloha Poke auf der Türkenstraße. Das Konzept ist einfach, die Umsetzung genial. Bowls in zwei Größen, als Basis (Wild)Reis oder Salat, dann frischer Thunfisch, Lachs, Oktopus und zahlreiche, genauso frische und nur von bester Qualität angebotene Toppings oben drauf. Dazu . Wem das zusammenstellen zu aufwändig ist, der wählt einfach eine der fünf schon vorab zusammen gestellten „Housebowls“ (regular 9,40 Euro | large 12,40 Euro) und schon steht dem hawaiianischen Feeling nichts mehr im Weg. Ich habe in den letzten 4 Wochen sicherlich schon zwischen fünf bis acht der Bowls verdrückt, weil sie super gesund, frisch, sättigend und extrem abwechslungsreich sind. Am liebsten stelle ich mir meine Bowl selbst zusammen und toppe sie mit Erdnuss-Koriander-Sauce. Köstlich! Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, könnt ihr hier nachlesen. Lang hat es übrigens nicht gedauert, da hat auch schon der „Poke Bowl“-Laden Nummer 2 in München eröffnet. Auf der Schwabinger Leopoldstraße hat vor kurzem „Poké Bay“ geöffnet, mit einem ähnlichen Konzept, jedoch mehr auf to go ausgelegt, während ihr in der Maxvorstadt samt schickem Teller in gemütlichem Style Platz nehmen könnt.

The Caribbean Embassy (karibisch)

Ganghoferstraße 68, 80339 München; 089 54030610

Im „The Caribbean Embassy“ gibt es, wie der Name schon verrät, karibische Küche - und das in einzigartigen und sehr ansprechenden Ambiente. Regelmäßig wechselt die Karte und so wird wechselnd immer wieder im Stil einer anderen karibischen Insel gekocht. Dass dieser Stil und die daraus entstehenden Gerichte sehr unterschiedlich und vielseitig ist, liegt an der Geschichte der Inseln, lange bevor sie von den Europäern entdeckt wurden, stark beeinflusst durch die indianischen Ureinwohner, die afrikanische Sklaverei, wie auch die Arbeiter aus Indien und Sri Lanka. Gekocht wird daher sehr abwechslungsreich und viel mit Gewürzen, Süßkartoffel, Ananas, Kakao, Maniok, Chilis und Co. Viele leichte Gerichte, zahlreiche unterschiedliche Gewürze, Kokosfette und -milch sowie überwiegend glutenfreie Produkte landen in den Töpfen. Das zeigt sich auch auf der Speisekarte und Hauptgerichte starten mal bei knapp 15 Euro und enden bei 40 Euro, für zum Beispiel karibisches Surf & Turf. Sehr fein ist aktuell auch das „Mahi Mahi" mit Kokoskruste und Passionsfruchtcreme (für 25 Euro) oder auch die gefüllten Bananenblätter mit einer typisch karibisch gewürzten Hühnchen-Mais-Füllung und Tomaten-Koriander-Salsa („Tamales“ für 16,50 Euro). Kommt hier auf jeden Fall nur mit großem Hunger, Zeit und Reservierung. Rum-Fans finden über 100 verschiedene Sorten im „The Caribbean Embassy“.

The Spice Bazaar (orientalisch)

Marstallpl. 3, 80539 München; 089 25547777 

Im Restaurant „The Spice Bazaar“ gehts orientalisch-mediterran zu. Serviert werden unterschiedliche und teilweise sehr traditionell aber auch modern kombiniert und interpretierte Speisen in Form von Mittagstisch, Dinner und am Wochenende sogar in Brunch-Form (Samstag und Sontag 10:30 - 17:00 Uhr, kein Fixpreis). Ich war schon zu jeder Tageszeit da und bin großer Fan des Brunches. Ihr sucht euch von der Karte verschiedene, kleine Portionen aus und stellt euch so selbst euer orientalisches Menü zusammen. Ich verlasse das „The Spice Bazaar“ niemals ohne den „Marrakesh Humus“ (für 6,90€) und ein „Sabikh“ gegessen zu haben. Das ist frisches Pitabrot gefüllt mit unterschiedlichen, frischen Zutaten. Probiert auch zum Lunch (Montag bis Freitag ab 11:30 Uhr) unbedingt „Hamshuka“, sprich gebratenes Rinder- und Lammhack mit Tomate, Cumin, Zimt und Piment auf warmen Humus mit Tahini-Joghurt und Zitronen-Kräuteröl (für 13,50 Euro). Sehr frisch und würzig. Allgemein werdet ihr hier viel neues entdecken und geschmacklich eine bunte Vielfalt erleben, wenn ihr denn offen für neue kulinarische Geschmackserlebnisse seid.

Kerala (südindisch)

Schumannstraße 9, 81679 München; 089 41200548

Das Kerala ist als nahezu einziges Restaurant in München auf südindische Küche spezialisiert und bietet somit auch klassische Kreationen aus den südlichen Regionen Indiens an. Yam Curry aus Yamswurzel, südindische Thalis, Hühnercremesuppe und sogar ein extra südindischer Vorspeisenteller stehen auf der Karte. Auch viele überwiegend in der südindischen Region genutzte Gewürze landen auf den indischen Gerichten. Das Ambiente des Restaurants selbst unterscheidet sich für Deutsche wenig von einem nordindischen Restaurant, die Küche jedoch merklich und so kommen auch Kombinationen mit Tomate und Banane („Valapalam Curry“ oder auch „Chicken Valapalam“) auf den Tisch. Mein Favorit ganz klar: Masala Dosa. Ein dünner gefüllter „Crêpe“ aus Reis- und Linsenmehl, nicht süß, gefüllt mit Kartoffel, Tomaten, Zwiebeln und Co. - in Indien ein Klassiker auf dem Frühstück-, als auch Abendtisch.

Biancas Foodblog

Bianca bloggt für Merkur.de und tz.de über Münchens Gastronomie. Mehr zu Bianca und ihrem Foodblog findet ihr auf der Themenseite „Biancas Foodblog“ und auf ihrer Website.

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