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Diese Aussagen will ich niemals wieder von einem Kellner hören - meine persönliche Top 5

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Foodbloggerin Bianca Murthy.

Foodbloggerin Bianca lebt für gutes Essen und Restaurantbesuche. Dabei kommt sie auch mal mit dem Servicepersonal aneinander. Lesen Sie hier ihre Top 5 der schlimmsten Kellner-Sprüche.

München - Ich gehe normalerweise täglich oder auch zweimal am Tag zum Essen. In München gibt es wenig, das man mir in gastronomischer bzw. kulinarischer Hinsicht nennen kann und ich noch nicht kenne. Umso wichtiger ist es für mich persönlich, dass ich dort, wo ich esse freundlich behandelt werde - ganz egal ob der Bäcker an der Ecke oder das lange vorab reservierte Sternerestaurant. „Einfach nur gut essen“ genügt mir nicht und ich will freundlich behandelt werden, dann bleibt mir das Restaurant, Café, Bistro, etc. auch in Erinnerung.

Gerade weil ich so viel unterwegs bin, habe ich wesentlich mehr Kontakt mit „Service-Personal“, als vielleicht der Durchschnitt auswärts isst und essen geht. Immer wieder gibt es für mich absolute „No Gos“ in Sachen Service, Umgang mit dem Gast bzw. Menschlichkeit im Kontakt mit Kellnern, Verkäufern und Service. Jeder kann einen schlechten Tag haben, die folgenden fünf Aussagen, führen bei mir aber sofort dazu, dass ich nicht mehr wieder komme um dort zu essen oder zu bestellen.

1. „Ich habe auch nur zwei Füße“ 

Oft gibt es Personal in Gastronomien, dass gestresst von Tisch A zu B, zu C und wieder zu A hetzt. Da muss man nicht sonderlich aufmerksam sein, um zu erkennen: Gestresst! Ich zähle mich zu jenen Gästen, die dann gerne verständnisvoll reagieren, wenn’s ein bisschen länger dauert. Wenn’s dann aber an die 30 - 35 Minuten dauert, bis man überhaupt am Tisch registriert wird, höflich (!) nachfragt, ob man die Karte bekäme bzw. die Getränke aufgenommen werden können und dafür mit beispielsweise obiger Aussage angefahren wird, stehe ich in der Regel wieder auf und gehe. Wie geht es euch hier? Welches Zeitfenster ist in eurem Sinne – bei offensichtlicher Überbelastung bzw. Unterbesetzung – angebracht?

2. „Das weiß ich doch nicht! Ich bin hier nur der Kellner.“ 

Die Aussage an sich sagt eigentlich schon alles. Wenn ich aber einen „Kellner“ (mir ist Service-Mitarbeiter persönlich lieber) nach gewissen Zutaten frage bzw. Speisen grundsätzlich erklärt haben möchte und dann obige Aussage mit einem trotzigen Blick bekomme, bin ich schon ganz ohne Essen bedient. Hier erwarte ich mir entweder eine Antwort oder ein freundliches: „Das werde ich für Sie in der Küche nachfragen“ oder „Tut mir leid, das weiß ich nicht. Soll ich für Sie nachfragen?“. Plump gesagt, gebe ich schließlich Geld für eine Dienstleistung aus und möchte wissen, was mir serviert wird bzw. gehört ein wenig Beratung auch dazu. Findet ihr die Aussage eines Kellners in Ordnung?

3. „Ach Sie wollen mit Karte zahlen? - Das ec-Gerät ist kaputt.“ 

Klar, Kartenzahlung entscheidet jeder Gastronom für sich selbst. Dass die Technik auch mal versagen kann ist klar, dennoch würde ich als Gast gerne informiert werden, bevor ich sitze, dass heute keine Kartenzahlung möglich ist. Sei es mal dahin gestellt, warum ein Gastronomiebetrieb grundsätzlich keine Kartenzahlung einführt, wenn dem aber so ist oder ich es als Gast in dem Betrieb gewohnt bin mit der Karte zu bezahlen, dann ist es für mich ärgerlich, wenn meine Begleitung oder ich nochmals aufstehen und das Restaurant für die Bank-Suche verlassen müssen. 

Ein kleiner Hinweis vorab, ein Schild an der Tür oder auch beim – spätestens – Aushändigen der Karte gehört für mich ebenfalls zu gutem Service. Habt ihr immer Bargeld für solche „Notfälle“ dabei?

4. „Können Sie sich ein wenig beeilen, wir schließen bald die Küche“ 

Ich kenne die Strukturen von Gastronomien sehr gut. Auch dass Küchen eine andere Schließzeit haben, als das Restaurant bzw. dessen Gastraum selbst, ist logisch. Dennoch möchte ich, wenn ich denn hungrig komme, nicht gedrängt werden. Als Gast, wenn beispielsweise bis 22 Uhr geöffnet ist und ich um 21 Uhr komme, möchte ich mich nicht „beeilen“ müssen. 

Grundsätzlich gehe ich zum Essen, um mir eigenen Stress (Rezept überlegen, einkaufen, kochen, sauber machen, etc.) zu ersparen. Mein Geld fließt überwiegend in Gastronomie-Besuche, daher will ich gut behandelt werden und keinen Stress verspüren. Sich schnell schnell etwas aus der Karte zu suchen, mag ich nicht - zumindest nicht, wenn ich dazu „gezwungen bin“. Den Hinweis – wieder vor dem Platznehmen – dass die Küche in zum Beispiel 30 Minuten schließt finde ich hingegen professionell, allerdings freundlich und nicht zwei Stunden vor offizieller Schließung am jeweiligen Tag. Habt ihr solche Erfahrungen auch mal gemacht?

5. Kein „Auf Wiedersehen!“ 

Gestresste Service-Mitarbeiter gibt es viele - ich verstehe es. Allerdings bin ich der Gast und ich möchte – wenn eben verständlicherweise schon nicht zeitlich – zumindest in den maximal zwei Minuten, in welchen sich der Mitarbeiter mir und meiner Bestellung und Bezahlung, bzw. meinem Kommen und Gehen widmet, freundlich behandelt werden. Wenn ich mich nicht gut betreut fühle, gebe ich weniger Trinkgeld. Wenn ich gehetzt, kaum beachtet und unfreundlich angemacht werde, gibt es auch mal gar keines. (Wenn alles passt im Umkehrschluss natürlich mehr als üblich). 

Wenn dann das „Auf Wiedersehen“ ausbleibt, weil das Trinkgeld „nicht passt“ (auf eigenes „Verschulden“ hin), ist das der Gipfel der Unhöflichkeit in Sachen Service für mich und ich komme sicher nicht wieder oder beschwere mich – je nach vorherigem Verlauf – auch mal. Schließlich kostet mich der Besuch etwas. Wie geht es euch damit?

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Biancas Foodblog 

Bianca bloggt für Merkur.de und tz.de über Münchens Gastronomie. Mehr zu Bianca und ihrem Blog erfahren Sie hier. Ihre Restaurant-Checks und Tipps gibt es auf unserer Themenseite Biancas Foodblog.

Weitere zahlreiche Restaurant-Tests liest du auf Biancas Website unter biancas-blog.de und über ihre Facebook-Seite.

Lesen Sie auch:  Die besten Restaurants im Münchner Umland: Gemütlich, urig und köstlich

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