Sommerzeit ist Biergartenzeit

Biergärten in München: Urlaub daheim mit Seeblick

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Der Biergarten liegt direkt am Lerchenauer See. Von dort ist es auch nicht weit in den Olympiapark.

Unterm Sonnenschirm aufs Wasser schauen, eine kühle Rhabarberschorle oder einen Aperol Sprizz schlürfen: Der See-Biergarten Lerchenau von Wiesn-Wirt Siegfried Able lockt Gäste mit fairen Preisen und urigen Almhütten.

Zum Cappuccino gibt’s einen selbstgemachten Käsekuchen oder Apfelstrudel: Für ein bisschen Urlaubsfeeling müssen die Münchner gar nicht weit fahren. Sie können es auch einfach im See-Biergarten Lerchenau im Norden der Stadt genießen. Dort sitzen die Gäste direkt am Ufer auf der Terrasse auf bequemen, breiten Holzbänken und schauen über den Lerchenauer See ins Grüne bis zum Olympia-Fernsehturm.

Obazda und Wurstsalat: Der stellvertretende Biergartenchef Felix Uhl präsentiert Schmankerl aus der Küche.

Die Preise im Biergarten sind fair. Für 7,50 Euro gibt es von Montag bis Freitag, je von etwa 11 bis 15 Uhr, wechselnde Tagesgerichte. „Gyros nach Art des Hauses“ steht zum Beispiel auf der Karte. Regulär gibt es die typischen Biergarten-Schmankerl wie zum Beispiel Schweinebraten mit Kartoffelknödeln (9,80 Euro) oder einen großen Wurstsalat (6,90 Euro). Zu den Klassikern gehört im See-Biergarten von Wiesn-Wirt Siegfried Able neben dem Steckerlfisch zudem die Curry-Wurst. Der Kaffee zum Dessert wird in hübsch bemalten Wiesn-Tassen ausgeschenkt, aus dem Jahr 2014 wohlgemerkt. Betriebsleiter Bernhard Assum schmunzelt. Sie waren offenbar noch übrig aus dem Marstall-Festzelt.

Türkises Ambiente: Monika (l.) und Isabell genießen im See-Biergarten Kaffee und Kuchen – und den Blick aufs Wasser.

Wer mit dem Radl gekommen ist, zum Beispiel über den Olympiapark, belohnt sich vielleicht mit einer Mass Franziskaner Weißbier für 7,80 Euro. Den Seeblick dazu gibt’s gratis. Nur in Badekleidung sollte man hier nicht aufkreuzen, steht auf einem Schild am Biergarteneingang. Seine Brotzeit darf aber jeder mitbringen, wie es sich für einen ursprünglichen, bayerischen Biergarten gehört. Und wer mag, kann im Anschluss immer noch am gegenüberliegenden Ufer ins Wasser hüpfen. Urig sind in dem See-Biergarten mit etwa 1400 Plätzen die Almhütten mit den Schänken. Sie haben nichts mit der Wiesn zu tun, sondern mit dem Münchner „Eiszauber“ am Stachus. In den Hütten wird dort im Winter, neben der kleinen Eislauffläche in der Innenstadt, Glühwein ausgeschenkt. Pünktlich zur Biergartensaison, ungefähr ab der Osterzeit, wandern die Holzhütten vom Stachus dann an den Lerchenauer See.

Die Saison geht etwa bis Oktober. Bis dahin gibt es hoffentlich noch viele Sonnentage zum Biergarteln und Baden – wenn auch beides leider getrennt. Insgesamt geht es im See-Biergarten aber recht locker und entspannt zu. Es ist hier weder übertrieben schick, noch überteuert, sondern bodenständig. Hinten gibt es einen kleinen Spielplatz mit Rutsche. Vorne können die Gäste in Ruhe am See essen. Viele Stammgäste kämen nicht nur abends, sondern auch gern zum Mittagessen, sagt Bernhard Assum. Denn in der Nähe gibt es viele Büros. Aber auch Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Walking-Stöcken, Jogger, Spaziergänger, Badefans und überhaupt viele Bewohner aus dem Viertel sind rund um den Lerchenauer See auf den Beinen. Für Münchner, die hier nicht daheim sind, fühlt es sich eher an wie ein bisschen Urlaub.

Der kleine Biergartenführer

  • Adresse: Lasallestraße 100
  • Öffnungszeiten: von März/ April bis Oktober täglich von 10 bis 22.30 Uhr, www.able-gastronomie.de, Telefon 089/312 05 50
  • Wirt: Siegfried Able 
  • Anfahrt: Mit der U1 oder U3 bis Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum und ab dort mit der Buslinie 60 bis zur Haltestelle Lerchenauer See oder Max- Wönner-Straße 
  • Parkmöglichkeiten: Oberhalb des Biergartens gibt es kostenlose Parkplätze und für Ausflügler mit dem Fahrrad genügend Radständer im Eingangsbereich. 
  • Preise (Auswahl):
    - Spaten Hell: 7,60 Euro (Mass), 4,20 Euro (Halbe)
    - Franziskaner Weißbier: 7,80 Euro (Mass), 4,40 Euro (Halbe)
    - Aperol Sprizz, Hugo: Je 6,20 Euro
    - Spezi/Apfelschorle/Wasser (0,5l): 3,50 Euro
    - „Currywurst XXL“ mit Pommes: 7,90 Euro
    - Halbes bayerisches Landhendl vom Grill: 6,90 Euro
    - Zwei Paar Schweinswürstel mit Kraut: 8,50 Euro
    - Portion Obazda: 5,80 Euro Brotzeitteller: 11,30 Euro
    - Kuchen: 3,90 Euro
    - Apfelscheiterhaufen mit Vanillesoße: 3,50 Euro 
  • Besonderheit: Der Biergarten liegt am Lerchenauer See direkt am Ufer. Auf dem Gelände gibt es einen kleinen Spielplatz. Deshalb eignet sich der Biergarten auch gut für Familien mit Kindern.

Von Anne Hund

Die besten Bier-Weltrekorde

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Der Deutsche Thomas Brögelmann hat die größte Kronkorken-Sammlung. 2003 besaß der 36-Jährige nach rund neun Jahren etwa 127 500 Kronkorken. © dpa
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Belgien ist die Nation mit den meisten Biersorten: Es gibt dort über 500! © dpa
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145 430 Bierdeckel aus 160 Ländern sammelte Leo Pisker aus Österreich. © dpa
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Das womöglich teuerste Bier Deutschlands ist der Abts Trunk der Klosterbrauerei Irsee im Allgäu. Das Bier wurde zum 800. Jahrestag der Gründung des Klosters hergestellt. Vor 30 Jahren kostete die Halbliterflasche 23 Mark und die Literflasche 33 Mark. Inzwischen werden die Steingutgefäße auf Internet-Auktionen für über tausend Euro gehandelt. © dpa

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