Biergarten-Geheimtipp

Michaeligarten: Seehaus des Ostens

München - Der Michaeligarten im Münchner Osten hat sich für drei Millionen Euro eine Rundumerneuerung spendiert. Nun soll aus dem einstigen Geheimtipp ein In-Biergarten werden.

Bislang war der Michaeligarten ein Geheimtipp, den überwiegend (Neu-)Perlacher, Truderinger und die Menschen aus Berg am Laim kannten. Das soll sich jetzt ändern: „Der Michaeligarten soll das Seehaus des Ostens werden“, sagt Jobst Kayser-Eichberg. Immerhin hat der Aufsichtsratschef von Löwenbräu 1,5 Millionen Euro in den Umbau von Restaurant und Biergarten im Ostpark gepumpt. Wirtin Antje Schneider investierte weitere 1,5 Millionen.

Biertisch war gestern - heute gibt's den Klassiker mit modernem Aufdruck.

Dabei war zunächst nur eine andere Positionierung der Schmalznudelhüttn im Biergarten geplant – Kayser-Eichberg hatte bei einem Besuch festgestellt, dass diese den Blick auf den See mit seinen acht Meter hohen Wasserfontänen verstellt. Doch weil Schneider keine halbe Sachen macht – sie sei das Kind ihres Vaters Hermann Haberl, sagt Kayser-Eichberg – wurde aus der Verlegung der Hüttn ein Neubau der Biergartenversorgungsstation samt Küche, Kühlkeller, Brotzeitausgabe und Schänken. Und nicht nur das: Die neue Versorgungsstation befindet sich im Süden des Biergartens. Das Freiwerden des ursprünglichen Standorts nutzte Schneider, um das Restaurant zu erweitern, das jetzt 220 Plätze zählt.

Bereits Anfang 2013 hatte die Wirtin eine 100 Meter lange Bierleitung, Stromkabel, Wasser- und Abwasserleitungen quer durch den Biergarten verlegen lassen. 2014 wurden dann Versorgungsstation, Spielplatz sowie die zwei neuen Stuben des Restaurants gebaut. Die zum Restaurant gehörende Terrasse ist jetzt doppelt so groß. Das gesamte Lokal wurde renoviert und neu eingerichtet. In einem elegant-rustikalen Stil mit viel Holz und urigen Kachelöfen.

Hermann Haberl hatte den Michaeligarten am Ufer des Ostparksees vor 33 Jahren gepachtet. Seit seinem Tod leitet seine Tochter das Gastronomieunternehmen, das unter anderem die Ochsenbraterei auf der Wiesn und den Chinesischen Turm bewirtschaftet. Auch wenn die Stammgäste den Michaeligarten schon immer schätzten – Löwenbräu-Chef Günter Kador meint, dass noch mehr Potenzial in der idyllisch gelegenen Immobilie steckt: „Der Münchner Osten hat sich in den vergangenen Jahren von einem Wohn- zu einem Freizeitgebiet entwickelt. Das wollen wir nutzen und den Michaeligarten bekannter machen.“

Der Michaeligarten an der Feichstraße 1 (U 5 Michaelibad) ist Montag bis Freitag ab 11 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr geöffnet. Der Biergarten ist bei schönem Wetter immer ab 11 Uhr geöffnet.

Um Münchner anzulocken, die nicht im Osten wohnen, hat Schneider Jens Hädicke als Küchenchef rekrutiert. Der 41-Jährige kommt aus der Sterne-Gastronomie. Neben Klassikern wie Ochsenlende (22,50 Euro), Schweinsbraten (9 Euro) und Wiener Schnitzel vom Kalb (16,50 Euro) kreiert er raffinierte Speisen, die den Ansprüchen von Hochzeitsgesellschaften gerecht werden sollen. Einen Schwerpunkt will Hädicke auf Innereien legen. Im Biergarten gibt’s neben Spareribs, saurem Pressack und weiteren Schmankerln ab sofort auch Mongdratzerl – kleine Portionen, beispielsweise vom Obazden. Außerdem können sich die Gäste an einer Vitrine eine Auswahl von Feinkostsalaten zusammenstellen lassen. Die Mass kostet 7,40 Euro – und schmeckt besonders gut auf den Biergarten-Garnituren, die Schneider selbst entworfen hat: Auf die Bänke sind Kissen im Trachtenstil gedruckt, auf die Tische unter anderem historische Fotos von König Ludwig II.

Bettina Stuhlweissenburg

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