Studie rund um Öko-Lebensmittel

Wie Bio isst München?

Die meisten Bio-Käufer leben in der Ludwigs-/Isarvorstadt, Altstadt/Lehel und Maxvorstadt.

München - Schauen Sie sich mal die Karte an: alles im grünen Bereich! Dabei geht’s um unsere Lebensmittel. Was verstehen die Münchner unter Bio? Warum greifen sie zu regionalen Produkten, und wo leben die meisten Bio-Käufer?

Diese und weitere Fragen sind Thema einer aktuellen Studie, die im Auftrag der Andechser Molkerei Scheitz vom Marktforschungsinstitut Icon Added Value (Nürnberg) durchgeführt wurde. 1028 Personen von 18 bis 69 Jahren aus Stadt und Landkreis haben teilgenommen. Die Ergebnisse:

Qualität ist wichtiger als Preis: Bio-Lebensmittel haben bei den Münchnern ihren festen Platz im Einkaufskorb. Über 90 Prozent gaben an, entweder regelmäßig oder gelegentlich solche Produkte zu kaufen. Die meisten, die auf Bio zurückgreifen, leben in den Stadtteilen Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Altstadt-Lehel sowie Maxvorstadt. Besonders bei Gemüse und Obst sowie Eiern legen die Menschen großen Wert auf biologisch beziehungsweise regional erzeugte Ware – gefolgt von Milch, Joghurt, Quark und Käse. Sowohl die Bio- (92 Prozent) als auch die Regio-Käufer (88 Prozent) legen größeren Wert auf die Qualität als auf den Preis.

100 Kilometer ist regional: Biologisch und regional: Das ist für 95 Prozent der Münchner die beste Wahl! Hinsichtlich der örtlichen Nähe zum Erzeuger ergab die Befragung, dass Regionalität für die Teilnehmer eine maximale Entfernung von 100 Kilometern bedeutet.

Hilfe für heimische Betriebe: Für den Kauf von regionalen Produkten geben die Münchner mehrere Gründe an. Ganz oben steht die Unterstützung heimischer Bauern und Produzenten (91 Prozent). Ein zweiter wichtiger Punkt ist das Wissen, woher die Ware stammt und die Heimatverbundenheit (78 Prozent). Zu den Bio-Produkten greifen die Bürger, weil sie Bio-Bauern unterstützen (83 Prozent) wollen, wegen des Tierschutzes (79 Prozent) sowie einer auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgelegten Herstellung, also Umweltschutz (73 Prozent).

Bio darf teurer sein: Die Studie ergab, dass die Münchner bereit sind, für biologisch erzeugte Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. So sagten 82 Prozent der Befragten (das sind vier von fünf), dass sie für sich und ihre Familie wegen Bio einen Preisaufschlag von bis zu 18 Prozent bezahlen. Immerhin 62 Prozent würden das auch für Freunde und Bekannte tun. Vegetarier erzielten bei dieser Frage noch höhere Werte.

Bio und Regio auch außer Haus: Die Studie besagt zudem: Nicht nur daheim in der eigenen Küche werden biologisch oder regional erzeugte Produkte immer wichtiger. Auch wer im Restaurant speist, im Hotel übernachtet, in der Kantine zu Mittag isst oder auf der Wiesn schlemmt, legt inzwischen Wert auf Bio und regional. Vor allem Hotels, Restaurants und Kantinen können mit einem Image-Gewinn rechnen, wenn sie ihren Gästen entsprechende Speisen und Getränke anbieten. Auch hier akzeptieren die Münchner Preisaufschläge.

Darum kaufen die Münchner Bio- und regionale Produkte

Bio-Produkte regionale Produkte
Unterstützung der Bio-Bauern 83 % Unterstützung der heimischen Bauern 91 %
Tierschutz 79 % Unterstützung der heimischen Produzenten 91 %
Umweltschutz 73 % Heimatverbundenheit 78 %
Verbundenheit zu ökol. Erzeugnissen 72 % Umweltschutz 75%
Gutes Gefühl für mich & Familie 72 % Ressourcenschutz 70 %
Ressourcenschutz 71 % Gutes Gefühl für mich & Familie 69 %
Unterstützung der heimischen Bauern 70 % Tierschutz 52 %

Bio außer Haus: Wie wichtig - und wer gibt dafür mehr aus?

Relevanz von Bioprodukten Zahlungsbereitschaft
Restaurants 83 % Restaurants 91 %
Kantine/Mensa 79 % Bäcker/ Cafe 91 %
Bäcker/ Cafe 73 % Kantine/Mensa 78%
Hotel 72 % Hotel 75 %
Öffentliche Verkehrsmittel 72 % Öffentliche Verkehrsmittel 70 %
Mc Donalds 71% Mc Donalds 69 %
Tankstellen 70 % Tankstellen 52 %

Tina Layes

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