Was steckt hinter dem Trend?

Brasserie-Boom in München: Sechs Lokale im Check

München - Was ist eigentlich eine Brasserie? Warum gibt es in München plötzlich so viele? Diese Fragen beantworten wir Ihnen hier - und haben einige genauer unter die Lupe genommen.

Kein Ende ist in Sicht: In München boomt die Brasserie! Sogar Kaffeehäuser schmücken sich plötzlich mit dem modischen Namen. Doch was ist nun eine Brasserie? Da muss schon ein wenig Sprachforschung bei unseren westlichen Nachbarn sein. Ursprünglich war die Brasserie das Bräustüberl einer Brauerei (die heißt nämlich auch Brasserie). In dem wurde – vor allem in Nordfrankreich und Belgien – bodenständige Kost zum Bier serviert. Also ein schlichtes Restaurant, im Gegensatz zum noch einfacheren Bistro, in dem es neben Kaffee, Wein, Bier und Zigaretten bestenfalls ein kleines Tagesangebot an Speisen gab.

Doch das ist lange vorbei. Heute gibt es Bistros, in denen man ohne weiteres 100 Euro pro Nase liegen lassen kann, und Brasserien, die manches „echte“ Restaurant vor Neid erblassen lassen. Die tz stellt Ihnen einige Münchner Brasserien vor und hat Sie für Sie getestet.

Jossi Loibl

La Brasserie

Das Angebot in der Brasserie in Nymphenburg reicht vom bodenständigen Elsässer Flammkuchen bis zu anspruchsvollen Tagesgerichten, die ganz klassisch auf einer Schiefertafel angeschrieben werden (z. B. Lammkrone mit Ratatouille und Kartoffelpüree

22,50 Euro)). Zum knusprigen Teigfladen schmeckt ein Augustiner (0, 5 l 3,90 Euro), Flaschenweine gibt es ab 20,60 Euro.

Hirschgartenallee 41, Nymphenburg

Tel. 089/17 42 32

Di. bis Sa. 17.30 bis 24 Uhr,

So 12 bis 24 Uhr.

Brasserie Chez Philippe

Das Restaurant bin ich, könnte Monsieur Philippe zu Recht sagen. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert bringt der umtriebige Patron den Münchnern Savoir vivre näher, mit klassischer französischer Küche und viel Charme.

Zehentbauernstr. 20, Giesing

Tel. 089/18 92 22 33

Mi. bis Mo. 19 bis 1 Uhr

L’Atelier art & vin

An den niedrigen Tischen serviert Thierry Leoncelli neben einer wechselnden Auswahl an offenen Weinen Brasserie-Klassiker von Burgunder-Schnecken über bretonische Fischsuppe bis zum Lammcarrée mit Rosmarin. Am langen Tresen stehen die Barhocker aus Eckart Witzigmanns Aubergine.

Westenriederstr. 43, Innenstadt

Tel.: 089/ 21 26 67 82

Mo. bis Sa. 9 bis 22 Uhr, Küche 11 bis 21.30 Uhr.

Délice la Brasserie

Im neu aufgestellten Délice – La Brasserie fährt der junge Küchenchef Anton Gschwendtner (zuvor u.a. Souschef im Atelier/Bayerischer Hof) eine klare Linie. Auf der Karte stehen ein Dutzend Gerichte, die alle 17 Euro kosten; sei es ein Charolais Rindertartar mit wildem Brokkoli, Senfcreme und Gurke oder eine Seeforelle mit Zitronenrisotto, Spinat und Leinsamen. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Premium-Steaks und vier Desserts – kurz und gut.

Délice la Brasserie im Sofitel/Bayerpost

Bayerstr. 12, Ludwigsvorstadt

Tel. 089/59 94 80 Tägl. 11 bis 23 Uhr

Brasserie Tresznjewski

Die Auswahl im Trezi reicht vom Frühstück über Clubsandwich (11,50 Euro) bis zum indischen Cocoscurry mit Huhn (14,90 Euro). Wer sich 20 Minuten geduldet, bekommt auch nachts noch einen Kaiserschmarrn.

Theresienstr. 72, Maxvorstadt

Tel. 089/28 23 49

So. bis Do. 8 bis 1 Uhr, Küche bis 0 Uhr, Fr./Sa. 8 bis 3 Uhr, Küche bis 1.45 Uhr

Oui, oui: Brasserie!

Mit einem Bräustüberl hat auch die neu eröffnete Brasserie Schwabing nichts gemein – außer dem Hacker-Pschorr vom Fass (4 Euro) und der Currywurst mit hausgemachter Sauce (9 Euro). Das täglich wechselnde Mittagsmenü mit zwei Gängen kostet 12 Euro. Abends steigt der Anspruch: Neben französisch inspirierten à-la-carte-Gerichten wird auch ein fünfgängiges Menü (44 Euro) serviert. Die Weinkarte ist kenntnisreich. Da kommt die alte Frage auf: Brasserie? 

Brasserie ­ Schwabing, ­Belgradstr. 1, Tel. 089/52 03 36 68

So. bis Do. 9 bis 1 Uhr, Fr., Sa. 9 bis 2 Uhr

Rubriklistenbild: © Kruse

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