Ernährungs-Mythen

Ist brauner Zucker wirklich gesünder als weißer?

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Um Zucker ranken sich zahlreiche Mythen.

Wenn es um Zucker geht scheiden sich die Geister: Doch welche Mythen über die süße Versuchung sind eigentlich wahr?

„Brauner Zucker ist gesünder als weißer.“ So heißt es oft, wenn im Supermarktregal oder an der Kaffeetheke nach den dunkleren Zuckerkörnern gegriffen wird. Aber entspricht das tatsächlich der Wahrheit?

Zucker-Mythen: Ist brauner Zucker besser?

Tatsächlich sagt die Farbe des Zuckers nichts über den Gesundheitswert aus. „Weißer und brauner Zucker zeigen kalorientechnisch keinerlei Unterschied.“, erklärt Dr. Patricia Haberl, Ernährungsmedizinerin aus München, der Apotheken Umschau.

Auch sonst habe die braune Variante keinerlei Vorteile im Vergleich zu der weißen. Der Unterschied ergäbe sich alleine aus der Aufreinigung: Das bedeutet, dass die Zuckerrüben wiederholt gekocht, gepresst und anschließend getrocknet werden. Daraufhin entsteht zunächst der braune Zucker. Führt man diesen Prozess noch einige Male öfter durch, wird der Zucker schließlich weiß.

Gibt es überhaupt „guten“ und „schlechten“ Zucker?

Auch hier gilt die Grundregel: Die Menge macht das Gift. Ernährungsexperte Sven-David Müller berichtet der Bild: „Zucker ist ein Lebensmittel und grundsätzlich überhaupt nicht schlecht oder ungesund. Es ist wichtig, dass Zucker KEIN Giftstoff ist. Er schadet in Maßen nicht, nur in Massen.“ Die WHO würde circa 50 Gramm pro Tag empfehlen.

Macht Zucker Lust auf mehr Zucker?

„Nahrung verlangt grundsätzlich mehr Nahrung. Unser Stoffwechsel ist so eingestellt, dass er immer mehr möchte, um nicht zu verhungern.“, meint Müller. Tatsächlich wäre dieser Effekt bei Lebensmitteln mit viel Zucker oder bei Weißmehlprodukten höher als beispielsweise bei Nüssen.

Entzieht Zucker dem Körper Vitamine?

Für den Experten ist das ein klares „Nein“. Denn der Stoffwechsel braucht bestimmte Vitamine - ebenso der Kohlenhydrat-Stoffwechsel - die Zucker erst entziehen könnte, wenn man sich nur noch von ihm ernähren würde.

Sind Sirupe und Honige gesünder als Zucker?

Tatsächlich ist Agaven- oder Ahronsirup, sowie Honig etwas gesünder als Zucker – wenn auch nur minimal. Zudem bietet Honig laut Müller im kaltgeschleuderten Zustand eine antibiotika-ähnliche Wirkung, die bei Halsschmerzen hilft.

Vertreibt Honig die Lust auf Süßes?

Auch hier muss Müller verneinen: „Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Das ist wie die Empfehlung einen Apfel zu essen, wenn man Lust auf Kuchen hat. Dann haben Sie einen Apfel gegessen und immer noch Lust auf Kuchen.“

Anstatt sich die schönen Dinge des Lebens komplett zu verbieten, rät er dazu, Süßes in angemessenen Mengen zu sich zu nehmen. Und wer wirklich seinen Heißhunger auf Schokolade reduzieren will, solle sich Vanille-Öl hinter die Ohren schmieren - denn der Duft würde angeblich die Lust darauf stillen.

Wissen Sie eigentlich wie viel Kalorien oder Zucker in einem Big Tasty Bacon sind? Finden Sie heraus, was in den McDonald's Gerichten drin steckt.

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Von Franziska Kaindl

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