Der nördlichste Marktplatz Italiens

Eataly-Chef: "Wir bringen Dolce Vita in die Schranne"

Schrannenhalle, Eataly
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Der Juniorchef von Eataly, Nicola Farinetti.
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Ein Blick in die Halle.
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Giovanni di Gregoria aus Mailand ist Pizza-Profi
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Das Brot wird täglich frisch im Holzofen gebacken.
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Das Brot wird täglich frisch im Holzofen gebacken.
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Und süße Verführungen gibt’s bei Cinzia Busacca.

München - Die Schrannenhalle tutto completto in italienischer Hand: Nur 4600 Quadratmeter braucht es, damit sich die Münchnerin (oder der Münchner) wie auf einem Marktplatz in Neapel fühlt.

An jeder Ecke lächelt ein Italiener, der seinen Gaumenschmaus anpreist, dass es einer Liebeserklärung gleicht. Ach, bella Italia! Eataly zeigt uns wieder, warum wir euch Nachbarn vom Stiefel so lieb haben.

Zuletzt war Käfer Hauptmieter der Schranne gewesen, jetzt tritt Eataly die Nachfolge an. Morgen eröffnet das El Dorado für Delikatessen aus verschiedenen Regionen Italiens in der ehemaligen Getreidehalle am Viktualienmartkt. 27 Filialen weltweit, darunter in Städten wie New York, Tokio und Dubai, führt das Feinkost-Imperium. München ist die erste in Deutschland! Am Montagabend warf die tz einen ersten Blick in das Konzept von Eataly, das weitaus mehr als ein Pizza-Pasta-Paradies ist. Essen, Kaufen, Lernen: So kann man dem Kunden am besten erklären, was künftig in der Schranne geboten sein wird.

Essen: 16 verschiedene Lokale und Standl mit insgesamt 750 Plätzen laden zum Genießen ein, jedes mit einem Motto. So finden Feinschmecker im Fleisch-Restaurant Grillspezialitäten vom Piemonteser Rind, an der Piazza werden Trüffel verkostet und im Adriatico im ersten Stock verwöhnt Lucio Pompili seine Gäste mit regionalen und saisonalen Produkten aus den Bergen und dem Meer – also Schwammerl und Wild sowie Fisch. Freilich gibt es aber auch eigene Restaurants für Pizza (Preise zwischen 7 und 11 Euro) wie das Rossopomodoro mit traditionellem Holzofen sowie für Pasta (ab 6,50 Euro). Die Öffnunungszeiten sind von Montag bis Sonntag von 11.30 bis 16 Uhr und von 18 bis 22.30 Uhr. Die Caffetteria Illy für einen schnellen Espresso (1,80 Euro, Cappuccino 2,50 Euro), am Morgen ist bereits ab 7.30 Uhr offen.

Kaufen: Die Vielfalt an italienischen Köstlichkeiten umfasst über 10.000 Produkte. Von zehn verschiedenen Brotsorten, die mit natürlichem Sauerteig vor Ort im Holzofen gebacken werden über Italiens beste Wurst- und Käsesepezialitäten, traditionelle Mozzarella-Sorten beispielsweise aus Apulien und Schokolade von Venchi. Allein im Untergeschoss werden 1200 verschiedene Weinsorten mit großen Namen angeboten, 20.000 Flaschen finden sich dort. Auch Bayern ist mit etwa zehn Prozent beim Gesamtwarenbestand dabei, so zum Beispiel mit Obstbränden von Lantenhammer, Bier sowie Gemüse und Obst von Gerhard Gessler aus der Münchner Region.

Lernen: Die Kochschule La Scuola Valucine im bringt Interessierten die Zubereitung italienischer Gerichte bei. Gedacht ist das für Privatpersonen, Firmen – aber auch Verkostungen kann man machen. Die Kurse beginnen am 30. November.

… und hier spricht der Chef

Eataly – der größte italienische Marktplatz der Welt (wie die Firma selber sagt) – wurde 2003 von Oscar Farinetti gegründet. Sein Sohn Nicola, 1984 in Alba geboren, trat in die Fußstapfen des Vaters und gehört zum Führungsteam. Die tz sprach mit dem Juniorchef:

Das erste Eataly in Deutschland – warum München?

Nicola Farinetti: München ist die nördlichste Stadt Italiens und dem italienischen Lebensstil sehr nahe. Daher sind wir überzeugt, dass die Bayern unser Konzept schätzen und lieben werden – mit all der Geschichte und Tradition, die italienische Genusskultur mit sich bringt.

Mancher Münchner sagt, es liege ein Fluch über der Schranne. Seit 2005 nur Panne, selbst Käfer gab auf. Warum soll es Eataly schaffen?

Nicola Farinetti: Wir bringen Dolce Vita über die Alpen in die Schranne – ein authentisches Stück Italien.

München ist voll von Dolce Vita!

Nicola Farinetti: Das stimmt – und gerade deshalb wird es klappen. Wir haben in unseren Filialen auf der ganzen Welt festgestellt: Egal in welchem Land – je mehr Italiener es in einer Stadt gibt, desto besser läuft das Geschäft. Beispiel São Paulo: Wir haben einen Stadteil gewählt, in dem viele Italiener leben. Da läuft es großartig. Außerdem beinhaltet unser Konzept, dass wir italienische Köstlichkeiten nicht nur verkaufen. Bei uns lernt der Kunde sehr viel über die einzelnen Spezialitäten und wie er hochwertige Produkte zu einem guten Gericht verarbeitet.

Zum Konzept gehört auch, dass jede Eataly-Filiale passend zur Stadt ein Motto präsentiert. Hier ist es die Fahrradmarke Bianchi. Warum?

Nicola Farinetti: München ist für uns sozusagen die Mutter der nachhaltigen Mobilität. Zum einen seid ihr Rekordhalter mit der höchsten Anzahl von Fahrrädern pro Person in Deutschland. Zum anderen habt ihr Elektrofahrzeuge vom großen Automobilhersteller BMW. Der Bianchi-Laden steht für Technologie, Leistung und Design – verkörpert durch erstklassige Räder.

Tina Layes

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