Münchner Studenten entwickeln Brau-Set

O'zapft is: So brauen Sie ihr eigenes Bier!

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Axel Rauch (25), Ignaz Neuhäuser (25) und Wolfgang Westermeier (27; v.l.) mit den Braufässchen.

München - O’zapft is dahoam: Jetzt kann jeder zum Braumeister werden. Drei Studenten aus München haben ein Set entwickelt, mit dem man ganz einfach zu Hause sein eigenes Bier brauen kann.

O’zapft is dahoam: Jetzt kann jeder zum Braumeister werden. Drei Studenten aus München haben ein Set entwickelt, mit dem man ganz einfach zu Hause sein eigenes Bier brauen kann. Erst über das Internet die Zutaten bestellen, dann zusammenmischen: Nach einer Woche ist das Wunschbier fertig.

„Mit uns soll jeder Bierliebhaber Bier nach seinem Geschmack selber brauen und genießen können“, sagt Wolfgang Westermeier (27), der das Start-Up-Unternehmen Braufässchen vor einem Jahr mit Freunden gründete. In drei Schritten können die Kunden auf der Internetseite www.braufaesschen.com ihr Wunschbier konfigurieren: Erst müssen sie einen der vier Biertypen Weißbier, Pils, Dunkles oder India Pale Ale auswählen, dann die Hopfenintensität, also Bittere des Bieres bestimmen. Zum Schluss können bis zu drei Aromen ausgewählt werden, etwa Maracuja, Himbeere oder Jalapeño Chili. 15.000 verschiedene Kombinationen sind so möglich.

In drei Tagen kriegt man die Zutaten per Post nach Hause geschickt. Im Set enthalten: Ein Fünf-Liter-Fass, eine Flasche Malzextrakt, Hopfenextrakt und Hefe – dazu je nach Wunsch die Zusatzstoffe. Ab 29 Euro kostet der Brauspaß, außergewöhnliche Sorten – etwa Weizen mit Honig und Waldmeister – sind etwas teurer.

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Die Zubereitung ist kinderleicht: Erst den Malzextrakt ins Fass geben und mit heißem Wasser aufschütten. Dann Hefe, Hopfen und eventuell zusätzliche Geschmacksstoffe dazugeben und ein spezielles Druckventil aufschrauben. „So kann die während der Gärung entstehende Kohlensäure entweichen“, erklärt Westermeier. Fünf Tage gärt das Bier bei Zimmertemperatur, die letzten zwei Tage muss es stehend im Kühlschrank aufbewahrt werden, damit der Gärprozess gestoppt wird und die Hefe sich auf dem Boden absetzen kann. „Bei Brauereien dauert es oft drei bis vier Wochen, bis das Bier trinkfertig ist“, sagt Westermeier. „Unser Bier ist in sieben Tagen fertig – möglich macht das der Gärprozess durch Druck und eine speziell arbeitende Hefe.“

8000 Kunden hat Braufässchen mittlerweile in ganz Deutschland. Die stehen vor allem auf leichte, fruchtige Sorten. „Weißbier mit Bourbon oder Himbeere ist gerade ganz großer Renner“, sagt Wolfgang Westermeier. Pünktlich ein paar Wochen vor dem Wiesn-Anstich gibt es jetzt auch ein würziges Festbier im Sortiment. Wolfgang Westermeier: „Auch das braut man selbst – nach historischer Rezeptur mit Eichenholzchips und Hopfensorten aus der Region.“ Prost!

Christina Meyer

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