Es war im Jahre 1923...

Wer hat eigentlich das Eis am Stiel erfunden?

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Das Eis am Stiel ist eine perfekte Abkühlung während der Sommerhitze.

Ein Leben ohne Eis am Stiel? Man will es sich kaum ausmalen. Doch die süße Abkühlung gab es nicht immer am Holzstäbchen.

Tatsächlich beanspruchen zwei Männer die Erfindung des Eis am Stiel für sich: Die Amerikaner Frank W. Epperson aus Oakland und Harry B. Burt aus Ohio meldeten beide im Mai 1923 ein Patent für das Eis am Holzstab an.

Eis am Stiel: War es Epperson oder Burt?

Skurrilerweise kam beiden Männern unabhängig voneinander der Einfall das Eis am Stiel anzubieten. Laut dem Limonadenhändler Epperson stellte er das erste seiner Art schon 1905 aufgrund eines Missgeschickes her: Damals mischte er sich mit Brausepulver und einem Glas Wasser eine Limonade zusammen. Als ihm diese nicht kalt genug war, stellte er sie mitsamt Löffel in die winterliche Kälte raus. Am nächsten Morgen entdeckte er seine gefrorene Limonade am Stiel.

Allerdings blieb ihm dieses Ereignis nicht lange im Gedächtnis: Erst 17 Jahre später erinnerte er sich wieder daran und stellte 1922 auf einem Feuerwehrball seinen ersten gefrorenen Lutscher vor.

Erfahren Sie hier, in welcher deutschen Stadt es das billigste Eis gibt.

Auch Harry B. Burt erfand das Eis am Stiel

Harry B. Burt hingegen erfand nicht das Wassereis, sondern das Vanilleeis mit Schoko-Überzug. Der Süßwarenhändler experimentierte in seinem Geschäft mit Vanilleeis, das es zur damaligen Zeit nur als Kugel gab, überzog es mit einer Schokoladenglasur und steckte es an einen Holzstab. Geboren war, was heute aus deutschen Supermärkten nicht mehr wegzudenken ist.

Wem das Eis am Stiel zu langweilig ist, sollte es vielleicht mal mit der Kombination aus Eis und Pommes versuchen.

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Von Franziska Kaindl 

Woher kommen eigentlich bekannte Markennamen?

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