Die wichtigsten Infos zu Esskastanien

Endlich wieder Maroni-Zeit

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Bajram Avdijaj von Weyels Obst- und Gemüsestand

München - Jetzt zieht wieder der Duft heißer Maroni durch die Stadt: Esskastanien haben Saison! Was Sie über die Früchte wissen müssen, verrät heute Bajram Avdijaj von Markus Weyels Obst- und Gemüsestand am Viktualienmarkt.

Im Mittelalter Brot der Armen

Vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zählten Esskastanien zum Grundnahrungsmittel – vor allem in Bergregionen in Frankreich und Italien. Maroni galten lange als Brot der Armen, weil sie schnell und lange satt machen. Die Edelkastanien zählen zu den Nüssen. Achtung: „Unsere heimische Rosskastanie dagegen ist nicht essbar“, erklärt Bajram Avdijaj. Sie enthält sogar Giftstoffe, die Durchfall und Erbrechen auslösen können.

Von der Suppe zum Püree

„Maroni kann man in der Küche vielfältig verwenden“, sagt der Experte. Die nussigen, leicht mehligen Esskastanien schmecken als Püree, als Füllung im Braten oder als cremige Suppe (siehe Rezept unten). Die Italiener backen auch viel Brot aus Kastanienmehl. Ein Klassiker sind heiße Maroni. Die kann man auch einfach selbstmachen: „Mit scharfem Messer einritzen, bei 250 Grad im Ofen 12 bis 15 Minuten rösten oder in der Pfanne mit etwas Wasser braten – auf keinen Fall Öl zugeben“, sagt Bajram Avdijaj. Danach ein Tuch drüber und die Früchte fünf Minuten ziehen lassen, dann kann man sie leichter schälen – fertig. Erhältlich sind die Edelkastanien am Markt (ab ca. 11,80 Euro pro Kilo) oder in gut sortierten Supermärkten. Im Kühlschrank oder kühlem Keller daheim halten die Nüsse ein bis zwei Wochen.

Figurfreundlich und gesund

Dass Esskastanien Dickmacker sind, ist ein Irrglaube: Sie enthalten nur zwei Prozent Fett. „Dafür steckt viel Stärke und Wasser in den Früchten“, sagt Avdijaj. Außerdem drin: jede Menge Vitamin B2, B3 und Kalium.

Christina Meyer

Maronen-Creme-Suppe

(nach Markus Weyel)

Zutaten:

600 g ungeschälte Maroni; Portwein; 150 g Gemüsewürfel; 750 ml Geflügelbrühe; 1 Becher Sahne;

1 EL Crème fraÎche; je 1 Zweig Salbei und Rosmarin; Salz; Pfeffer; Cayennepfeffer; 2 EL Butter; Puderzucker; 1 Williamsbirne;

1 Handvoll geschälte Walnüsse

Zubereitung:

1. Backofen auf 250 Grad vorheizen. Maronen kreuzweise einschneiden und 12 bis 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. In Schüssel geben, mit Tuch bedecken und nach 5 Minuten schälen.

2. Gemüsewürfel in Topf andünsten, Maroni dazugeben und mit Portwein ablöschen. Brühe aufgießen, ca. 25 Minuten köcheln. Sahne, Crème fraÎche, Rosmarin und Salbei zugeben. Aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

3. In Spalten geschnttene Birne und Walnüsse in Pfanne mit Puderzucker und Butter karamellisieren. Rosmarin und Salbei herausnehmen, Suppe mit Pürierstab mixen. Durch Sieb passieren, abschmecken. Mit geschlagener Sahne, Birnen und Walnüssen anrichten.

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