Stiftung Warentest

Erschreckende Ergebnisse bei Olivenöl-Test

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Dieter Oberg. Für das Deutsche Olivenöl Panel verkostet er Hunderte Olivenöle im Jahr.

Die Hälfte der getesteten Olivenöle wurde vor einem Jahr noch als mangelhaft eingestuft. Nicht viel besser sieht es laut Stiftung Warentest in diesem Jahr aus.

13 von 26 hochwertigen Olivenölen waren im Test vor einem Jahr mangelhaft - und damit durchgefallen. Der Grund: Die Öle waren mit Schadstoffen belastet. Oft konnte auch die Herkunftsangabe nicht bestätigt werden.

Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest 24 häufig verkaufte Olivenöle "Nativ extra" von Discountern und Supermärkten zu Preisen zwischen fünf und knapp 15 Euro pro Liter untersucht.

Das Ergebnis: Von den getesteten Olivenölen schneidet keines gut ab, zehn Produkte sind mangelhaft. Sie täuschen eine Güteklasse vor, der sie nicht entsprechen. Viele Öle sind auch in diesem Jahr mit Schadstoffen belastet.

Gewinner sind Discounter-Produkte

Die drei besten Olivenöle im Test sind günstige Produkte von Discountern und werden zu Preisen zwischen 5,05 und 6,25 Euro pro Liter verkauft. Sie schneiden insgesamt befriedigend ab. Als durchschnittliche Öle seien sie zum Braten und Kochen geeignet.

Jede Probe wird in einem Testraum verkostet.

Mangelhaft in Geschmack und Geruch

Die getesteten Olivenöle rochen und schmeckten meist nur mittelmäßig oder sogar fehlerhaft, so das Testergebnis. Zehn Öle schmeckten sogar ranzig, stichig oder alt - hier gab es das Ergebnis "mangelhaft".

Fast jedes zweite Öl sei deutlich mit gesättigten Mineralöl-Kohlenwasserstoffen belastet. Diese werden Mosh genannt und können sich im Körper anreichern. Ausgerechnet eines der teuersten Öle, ein Bio-Öl für 14,40 Euro pro Liter, ist deutlich mit Mosh belastet.

Die aromatischen Mineralöl-Kohlenwasserstoffe, auch Moah genannt, gelten sogar als potenziell krebserregend. Ein weiteres Olivenöl sei hoch mit DEHP belastet. Dieser Weichmacher könne die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und sei seit 2007 für Materialien verboten, die mit Speiseöl in Kontakt kommen, so die Stiftung Warentest.

Keine akute Gefahr

Eine akute gesundheitliche Gefahr gehe jedoch von keinem der geprüften Olivenöle aus. Doch die Belastungen seien durchaus vermeidbar.

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