Unerfahrene Pilzsammler leben gefährlich

Erst Topf, dann Tod: Finger weg von diesen Pilzen!

Der Runzelige Glockenschüppling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Kleine Kinder sollten nach Verzehr sofort in die Klinik!
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Der Runzelige Glockenschüppling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Kleine Kinder sollten nach Verzehr sofort in die Klinik!
Der Knollenblätterpilz verursacht schon bei Kostproben Leberschäden.
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Der Knollenblätterpilz verursacht schon bei Kostproben Leberschäden.
Das Gift des Orangefuchsigen Raukopf wirkt auf Nieren und Leber zellzerstörend.
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Das Gift des Orangefuchsigen Raukopf wirkt auf Nieren und Leber zellzerstörend.
Der Grünling wurde früher gegessen, löst aber eine Muskelzersetzung. Todesfälle sind aus Polen und Frankreich bekannt.
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Der Grünling wurde früher gegessen, löst aber eine Muskelzersetzung. Todesfälle sind aus Polen und Frankreich bekannt.
Die Giftintensität des Gifthäubling entspricht etwa 35 % der des Grünen Knollenblätterpilzes, d.h. schon zwölf kleine Exemplare können tödlich sein.
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Die Giftintensität des Gifthäubling entspricht etwa 35 % der des Grünen Knollenblätterpilzes, d.h. schon zwölf kleine Exemplare können tödlich sein.
Der Gelbblättrige Schirmling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Er ist schon bei Kostproben organschädigend.
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Der Gelbblättrige Schirmling enthält das Gift Amanitin, das auch im Knollenblätterpilz vorkommt. Er ist schon bei Kostproben organschädigend.
Der ungestielte Ohrförmiger Seitling (Engelsflügel)soll in Japan schon mehrfach zu Todesfällen geführt haben. Besonders ältere Menschen mit Nierenschäden und Dialyse-Behandlung sind gefährdet.
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Der ungestielte Ohrförmiger Seitling (Engelsflügel) soll in Japan schon mehrfach zu Todesfällen geführt haben. Besonders ältere Menschen mit Nierenschäden und Dialyse-Behandlung sind gefährdet.
Der Kahle Krempling ist roh extrem giftig. Er führt zu Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit, Nierenschädigungen und kann Sie auf die Intensivstation bringen.
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Der Kahle Krempling ist roh extrem giftig. Er führt zu Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit, Nierenschädigungen und kann Sie auf die Intensivstation bringen.

Pilzesammler sind wieder unterwegs und neben Maronen, Champignons und Co. lauern im Wald auch Pilze, die nicht nur ungenießbar, sondern sogar tödlich sind.

Das Sammeln von Speisepilzen im Wald ist ein schöner Zeitvertreib an der frischen Luft. Leider kommt es jedes Jahr wieder zu tödlichen Verwechslungen.

In Hannover vergifteten sich in nur einer Woche vier Kinder mit Pilzen, wie die tz berichtete. Deshalb ist beim Pilze sammeln äußerste Vorsicht gefragt. Im Zweifel sollten die gesammelten Pilze lieber nicht im Kochtopf landen.

Was sind Giftpilze?

Als giftig werden Pilze dann bezeichnet, wenn sie nach dem Verzehr beim Menschen gesundheitliche Schädigungen bis hin zum Tod hervorrufen können.

Dabei schädigen die verschiedenen Pilz-Arten den Körper sehr unterschiedlich. Während der Knollenblätterpilz die Leber angreift, ist der Orangfuchsige Raukopf für die Nieren gefährlich. Die Frühjahrs-Giftlorchel greift das gesamte Organsystem an.

Sie haben Speisepilze gesammelt: So putzen Sie sich richtig.

Wann zeigt sich eine Pilzvergiftung?

Wie schnell sich die Symptome der Pilzvergiftung zeigen ist sehr unterschiedlich. Zwischen ein paar Stunden und zwei Wochen (zum Beispiel bei Nierenschädigungen) ist alles möglich.

Welche Symptome hat eine Pilzvergiftung?

Die tödliche Wirkung von Pilzen tritt in zwei Stufen ein: dem Phalloiden Syndrom und dem Amatoxin-Syndrom. Ein bis zehn Stunden nach dem Verzehr von Knollenblätterpilzen treten Magen-Darm-Beschwerden auf: Bauchschmerzen, wässriger Durchfall und Erbrechen. Die Lebensgefahr setzt ein, wenn nach vier bis spätestens zehn Tagen die Nieren und Leber von Amatoxine irreparabel geschädigt werden.

Was tun bei einer Pilzvergiftung?

Die Experten von 123pilze.de raten zu folgendem Vorgehen:

  1. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung Arzt/Notarzt verständigen.
  2. Betroffene beruhigen.
  3. Person zum Erbrechen bringen (nur sinnvoll, wenn Pilzgenuss nicht länger als 4 Stunden zurückliegt).
  4. Keine Hausmittel verwenden.
  5. Reste sicherstellen, also Sammelgut, aus der Mahlzeit, oder auch aus Erbrochenem oder im Stuhl.

Giftig ist nicht gleich tödlich

Der Fliegenpilz ist für die meisten Menschen das Sinnbild der Giftigkeit. Er ist aber nur stark giftig, nicht tödlich. Der Knollenblätterpilz zählt dagegen zu den giftigsten Pilzen Deutschlands und wirkt schon in kleinen Mengen tödlich.

Mehr tödliche Pilze sehen Sie, wenn Sie sich durch unsere Bilderstrecke oben klicken.

Auch interessant: Darum gibt es keine deutschen Pilze im Supermarkt

12 Lebensmittel, die Sie völlig falsch aufbewahren

Ein bunter Obstkorb sieht toll aus – doch Früchte haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die richtige Lagerung.
Ein bunter Obstkorb sieht toll aus – doch Früchte haben ganz unterschiedliche Ansprüche an die richtige Lagerung. © Pixabay
Diese beiden gehören nicht zusammen. Zitrusfrüchte fühlen sich bei Zimmertemperatur oder etwas kühler wohl. Das Gleiche gilt für Banane, Melone und Mango. Eine breite Schale oder ein Korb sind ideal, damit sie viel Luft abbekommen.
Diese beiden gehören nicht zusammen. Zitrusfrüchte fühlen sich bei Zimmertemperatur oder etwas kühler wohl. Das Gleiche gilt für Banane, Melone und Mango. Eine breite Schale oder ein Korb sind ideal, damit sie viel Luft abbekommen. © Pixabay
Hätten Sie’s gewusst? Feige und Kiwi gehören in den Kühlschrank.
Hätten Sie’s gewusst? Feige und Kiwi gehören in den Kühlschrank. © Pixabay
Für Äpfel und Birnen ist der Keller der beste Ort. Um Druckstellen zu vermeiden, am besten ein paar Lagen Zeitungspapier unterlegen und die Früchte ab und an drehen.
Für Äpfel und Birnen ist der Keller der beste Ort. Um Druckstellen zu vermeiden, am besten ein paar Lagen Zeitungspapier unterlegen und die Früchte ab und an drehen. © Pixabay
Diese beiden verstehen sich auf dem Teller, aber nicht im Kühlschrank. Tomaten sondern viel Ethylen ab. Der empfindliche Salat macht dadurch noch schneller schlapp – also getrennt lagern.
Diese beiden verstehen sich auf dem Teller, aber nicht im Kühlschrank. Tomaten sondern viel Ethylen ab. Der empfindliche Salat macht dadurch noch schneller schlapp – also getrennt lagern. © Pixabay
Wasserhaltige Gemüsesorten wie Auberginen, Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma und schimmeln schneller. Bewahren Sie sie im Keller oder in der Speisekammer bei Temperaturen um 15 Grad auf. Ist dies nicht möglich, ist Zimmertemperatur noch immer die bessere Wahl.
Wasserhaltige Gemüsesorten wie Auberginen, Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma und schimmeln schneller. Bewahren Sie sie im Keller oder in der Speisekammer bei Temperaturen um 15 Grad auf. Ist dies nicht möglich, ist Zimmertemperatur noch immer die bessere Wahl. © Pixabay
Brotlaibe am besten in ein Küchentuch einwickeln und in den Brotkasten legen. Dieser ist im Idealfall aus Keramik und sollte regelmäßig ausgewischt werden.
Brotlaibe am besten in ein Küchentuch einwickeln und in den Brotkasten legen. Dieser ist im Idealfall aus Keramik und sollte regelmäßig ausgewischt werden. © Pixabay
Bitte umdrehen: Eier werden im Eierfach des Kühlschranks aufbewahrt – und zwar mit der Spitze nach unten. So halten sie sich länger, denn auf diese Weise ist die Luftkammer oben. Andersherum kann die Luftblase aufsteigen, die Eihaut sich ablösen und Keime eindringen.
Bitte umdrehen: Eier werden im Eierfach des Kühlschranks aufbewahrt – und zwar mit der Spitze nach unten. So halten sie sich länger, denn auf diese Weise ist die Luftkammer oben. Andersherum kann die Luftblase aufsteigen, die Eihaut sich ablösen und Keime eindringen. © Pixabay
Ein sauberes Geschirrtuch in Salzwasser tränken, den Käse darin einschlagen und ab in den Kühlschrank. Alle zwei bis drei Tage wiederholen – so halten sich Käsestücke bis zu drei Wochen frisch.
Ein sauberes Geschirrtuch in Salzwasser tränken, den Käse darin einschlagen und ab in den Kühlschrank. Alle zwei bis drei Tage wiederholen – so halten sich Käsestücke bis zu drei Wochen frisch. © Pixabay
Pilze in Plastik? Bitte nicht: Hier bildet sich schnell Kondenswasser, das die Pilze faulen lässt. Besser: in einer Papiertüte oder offen auf einem Stück Küchenrolle im Kühlschrank lagern.
Pilze in Plastik? Bitte nicht: Hier bildet sich schnell Kondenswasser, das die Pilze faulen lässt. Besser: in einer Papiertüte oder offen auf einem Stück Küchenrolle im Kühlschrank lagern. © Pixabay
Ein Tongefäß ist der richtige Ort, um Knoblauch und Zwiebeln zu lagern.
Ein Tongefäß ist der richtige Ort, um Knoblauch und Zwiebeln zu lagern. © Pixabay
Spirituosen mit über 35 Prozent Alkoholgehalt müssen nicht im Kühlschrank lagern. Geschlossene Flaschen mit Alkohol halten praktisch ewig. Auch bei geöffneten Flaschen dauert es, bis sich Alkohol und Aroma verflüchtigen. Die Lagerung im Keller oder Schrank genügt.
Spirituosen mit über 35 Prozent Alkoholgehalt müssen nicht im Kühlschrank lagern. Geschlossene Flaschen mit Alkohol halten praktisch ewig. Auch bei geöffneten Flaschen dauert es, bis sich Alkohol und Aroma verflüchtigen. Die Lagerung im Keller oder Schrank genügt. © Pixabay

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