Ein Top-Gemüse

Exotische Wunderknolle Topinambur: Tipps & Infos

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Nabeel Khawaja von Exoten Müller am Viktualienmarkt weiß, was man aus den exotischen Knollen zaubern kann.

München - Diese exotische Wunderknolle erobert immer mehr auch die heimische Küche: ­Topinambur zählt zwar noch immer zu den unbekannten Gemüsesorten, probieren ­sollte man es auf jeden Fall mal!

Das Wurzelgemüse schmeckt nicht nur aufregend nussig, sondern gilt auch noch als echter Schlankmacher. In der tz erklärt Nabeel Khawaja vom Standl Exoten Müller am Viktualienmarkt, was man über das Gemüse wissen muss:

Blumige Verwandte

Topinambur, auch bekannt als Erdartischocke, Erdbirne oder Rosskartoffel, stammt usprünglich aus Südamerika. „Heute wird Topinambur vor allem in Frankreich angebaut“, sagt Nabeel Khawaja – bei Exoten Müller kostet das Kilogramm rund 15 Euro.Das Gemüse ist mit der Sonnenblume verwandt. Essbar sind die ungewöhnlich geformten Wurzeln mit braun-violetter Schale und weißem Fleisch. Der Name Topinambur beruht übrigens auf einem Missverständnis: Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada/Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Frankreich – dort wurde die „Indianerkartoffel“ nach dem brasilianischen Indianerstamm Tupinambà benannt, der zufällig gerade zu Besuch war. Und so heißt die Knolle bis heute.

Ein Alleskönner

„Topinambur lässt sich vielseitig verwenden und wie Kartoffeln zubereiten“, erklärt Nabeel Khawaja. Ob gebacken, gedünstet, püriert oder gekocht. Roh schmecken die süßlich-nussigen Wurzeln als Salat, außerdem in Suppen oder als Püree. Die Wurzeln lassen sich nur schwer schälen, können aber auch mit Schale verwendet werden. Für eine Beilage am besten in Scheiben schneiden und anbraten – mit Dill und Thymian in Butter. „Lagern Sie die Knollen am besten im Gemüsefach im Kühlschrank“, sagt der Experte. Beim Kauf darauf achten, dass die Knolle fest ist.

Für Diabetiker

Viele schwören auf die schlankmachende Wirkung von Topinambur. Tatsächlich sättigt die Knolle lange, da sie viele Ballaststoffe enthält. Außerdem besteht sie zu 80 Prozent aus Wasser und hat kaum Kalorien. Topinambur enthält zudem Fruktose – wer an einer Unverträglichkeit leidet, sollte vorsichtig sein. „Dafür ist Topinambur ideal für Diabetiker“, sagt Khawaja. Denn die Fruktose ist im Ballaststoff Inulin gebunden und wird erst im Dickdarm aus diesem freigesetzt – deshalb beeinflusst Topinambur den Blutzuckerspiegel nur wenig.

Topinambur-Salat

Perfektes Sommeressen für heiße ­Tage: Für vier Personen 600 Gramm ­Topinambur schälen, waschen und in Scheiben schneiden. Kurz in Salzwasser blanchieren und abtropfen lassen. Dressing aus drei Esslöffeln Olivenöl, etwas Zitronensaft, einem Teelöffel Senf, einer Knoblauchzehe, Schnittlauch und Salz und Pfeffer dazugeben.

Christina Meyer

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