Foodbloggerin Bianca

Meine fünf kulinarischen Geheimtipps rund um den Gasteig

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Bianca verrät die fünf besten Restaurants rund um den Gasteig.

München - Ein gutes Restaurant in der Nähe des Gasteigs finden? Kein Problem mit den Tipps unserer Foodbloggerin Bianca, denn sie gibt Orientierung im kulinarischen Dschungel Münchens.

Ich gehe immer wieder gerne in den Gasteig auf Konzerte - mal allein, mal mit Freunden oder auch der Familie. Zu einem gelungenen Abend in dieser Form gehört für mich auch immer vorab gutes Essen in einem tollen Restaurant. Doch welche Locations rund um den Gasteig (Rosenheimer Platz) lohnen sich, besucht zu werden? Das habe ich in den letzten Wochen herausgefunden, getestet, was das Zeug hält, und hier sind meine Favoriten. 

MUN Restaurant 

MUN Restaurant; Innere Wiener Straße 18, 81667 München; (260 Meter zum Gasteig)

Ideal für: Asiatische Fusionsküche, Menüs und köstliches Sushi auf gehobenem Niveau.

In dem elegant gehaltenen Restaurant betrat ich bei meinem Test eine ganz „eigene Welt“. Sowohl vom schicken Interieur her, als auch bei den Speisen auf den Tellern erwartet euch hier Spitzen-Qualität. Angeboten wird im MUN Restaurant sogar ein eigenes dreigängiges „Pre-Theater-Menü“ vor dem Gasteig-Konzert (nur zwischen 17:30 Uhr und 19:30 Uhr). Das Menü (für 45 Euro pro Person) setzt sich zusammen aus einer Vorspeise (Nigiri-Auswahl: Lachs, Thunfisch, Kingfish (Gelbschwanz) & Aal), zwei wählbaren Hauptspeisen „Kalbijjim“ (ein Klassiker in Korea aus sehr zartem koreanischen Short Ribs) oder „Sallop Miso Risotto“ (ein Risotto mit Jakobsmuscheln) und einem ebenfalls wählbarem Dessert, nämlich Schokoladenküchlein mit geschmolzenem Kern oder Matcha-Grüner Tee-Soufflé. Wem das zu viel ist, der sollte sich für die noch etwas leichtere „MUN Sushi Platter“ (für 35 Euro) in Form von mit Orchideen angerichteten Nigiris, Ura Makis (gängiger bekannt als „Inside Out Maki“) und Sashimi aus unschlagbar frischem Thunfisch und Label Rouge Lachs entscheiden. Auch feine abgestimmte Weine werden zum Menü angeboten. Alternativ stimmt auch japanisches Craft Beer oder eine asiatisch nuancierter Cocktail auf den Theaterabend ein.

Chez Fritz Brasserie 

Chez Fritz; Preysingstraße 20, 81667 München; (290 Meter zum Gasteig) 

Ideal für: Ein wenig Romantik und Fans bodenständiger französischer Küche.

In der Chez Fritz Brasserie wird´s französisch. Die Speisen passen auf eine DIN-A4-Seite und unterteilen sich in einige wenige, dafür aber gut gemischte Vorspeisen, Suppen, Hauptspeisen und Desserts. Auch sehen lassen kann sich die Weinkarte, welche offene Rot-, Weiß- und Rosé-Weine sowie Flaschenweine aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und vereinzelt aus Übersee anbietet. Klassiker wie „Moules et Frites“ (Muscheln und Pommes für 19,50 Euro), Bouillabaisse (Fischsuppe ab 14,50 Euro) oder „Tartare Frites“ (Rindertatar mit Pommes für 14,50 Euro) stehen auf der Karte. Erwähnenswert ist auch die Fleisch- und Fischküche. Angerichtet sind die Speisen auf dem Teller eher „einfach“ und ohne jegliches Schi Schi, überzeugen können die Gerichte dennoch durch geschmackliche Frische und hochwertige Qualität. Meine Wahl war beispielsweise mitunter ein „Joue de Boeuf“ (eine Rinderbacke mit Kartoffelpüree und Wurzelgemüse für 19,50 Euro) - eine empfehlenswerte Option. Wer ein wenig Zucker vor dem Theaterbesuch braucht: Unbedingt die Tarte au Citron (für 6 Euro) bestellen, geht auch ganz schnell. Überhaupt: Hier ist der Service auf Zack und stets mit einem Auge beim Gast. 

Zum Kuchlverzeichnis 

Zum Kuchlverzeichnis; Rosenheimer Straße 10, 81669 München; (250 Meter zum Gasteig)

Ideal für: Fans bayerischer Küche - wenn‘s danach nicht mehr allzu wild werden soll.

„Zünftig geht‘s zua!“, mag man meinen, wenn man den Namen des auf bayerische Küche spezialisierten Wirtshauses „Zum Kuchlverzeichnis“ am Eck des Rosenheimer Berges liest. Auf der Karte ist das auch so und innen erwartet euch ein typisch bayerisch-rustikales Ambiente. Die Preise sind zwar, sicher auch wegen der Lage in der Nähe touristischer Hotspots, recht knackig, es lohnt sich aber trotzdem. „Leichte Küche“ ist im „Zum Kuchlverzeichnis“ eher Fehlanzeige, dafür sind die Klassiker, wie Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln (für 23,50 Euro), hausgemachte Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat (9,80 Euro), Brotzeiten (ab 9,50 Euro) oder auch das „Münchner Bauernpfandl“ (mit 1/4 Schweinshaxe, 1/4 Ente, Nürnberger Rostbratwürstl, Sauerkraut und gemischten Knödeln für 28,80 Euro) wirklich gut. Dazu kommt echt netter Service und großzügige Portionen. Einzig, wer mit vollem Bauch im Theater schneller einschläft, sollte sich einen Besuch hier vielleicht doch lieber für den Tag danach aufheben. Ansonsten ist das „Zum Kuchlverzeichnis“ für Bayerische-Schmankerl-Fans sicher ein gut gewähltes Ziel vorm Konzert. 

Rue des Halles | Brasserie de Paris 

Rue des Halles; Steinstraße 18, 81667 München; (450 Meter zum Gasteig)

Ideal für: Französische Gänge-Menüs samt kleinem Verdauungsspaziergang im Anschluss.

Anders als in der Chez Fritz Brasserie empfehle ich euch im Rue des Halles, ein Menü zu verkosten. Zum einen ist die französische Brasserie Münchens ältestes französisches Restaurant, zum anderen bekommt ihr hier für äußerst fair bemessene 42 Euro ein Menü, bestehend aus Vorspeise, Trou Normand (Zwischen-Sorbet), Hauptgericht und Dessert. Auswählen könnt ihr sowohl Gerichte von der Karte, als auch von der handgeschriebenen Tafel. Mir hat neben der kulinarischen Vielfalt vor allem gefallen, dass ein wenig das Gefühl aufkommt, welches man ansonsten eben nur bei einem echten Paris- bzw. Frankreichaufenthalt in sich trägt: Französisches Flair, Urlaubsstimmung und stimmiges Ambiente. Ich habe mir mein Menü beginnend mit sechs Burgunder-Schnecken „Cassolette“ (aus der Pfanne) samt Knoblauchbutter, gefolgt von Schwertfischsteak mit Kräutern und abschließend hausgemachtem Erdbeersorbet mit Champagner zusammengestellt. Wer nicht gerne selbst auswählt, der kann sich im Rue des Halles auch für 38 Euro ein festgelegtes Drei Gang-Menü zusammenstellen lassen. Natürlich wird auch à la carte angeboten, was hier Spaß macht, dürfte aber die freie Menü-Auswahl sein. Danach geht´s dann gemütlich ca. 7-10 Gehminuten zum Gasteig. 

Vinaiolo 

Vinaiolo; Steinstraße 42, 81667 München; (350 Meter zum Gasteig)

Ideal für: Fans von Romantik, italienischer Küche und kleinen gemütlichen Restaurants 

Zugegeben, auf das Vinaiolo kam ich nicht von selbst, sondern durch meinen italienischen Freund. Konnte also nur gut werden und wurde es auch. Das Vinaiolo ist klein und gemütlich. In den Sommermonaten lockt es mit einer ruhigen Terrasse und zwölf Monate durchgehend mit hervorragender italienischer Küche. In dem Restaurant kann erst ab sechs Personen à la carte bestellt werden, davor ist gewünscht, dass jeder Gast (mindestens) zwei Gänge bestellt. Das allerdings dürfte sich leicht gestalten, denn sowohl die Pasta, der frische Fisch, das zarte Fleisch in verschiedenen Varianten, als auch die diversen Vor- oder Nachspeisen (zählt natürlich als Gang) können sich sehen lassen. Das Vinaiolo ist für mich ein Italiener, den man kennen sollte, wenn man eben nicht nur „Pizza, Pasta, karierte Tischdecken, rein, raus und Ciao Bella“ sucht, sondern ein wenig romantisches Ambiente, gute italienische Weine und das nötige Know-How bei Fragen rund um die Herkunft der Zutaten, zu den Weinen oder anderen Gerichten auf der Karte. Betrieben wird es von Italienern, gekocht wird vorzüglich. Preislich wird ein bisschen tiefer in die Tasche gegriffen (Filetto di manzo (Rinderfilet) mit Senfkörnern und Birnen-Törtchen liegt für 250 Gramm bei 33,00 Euro), aber das lohnt sich. Fisch gibt´s ab 27 Euro, Pasta ab 15 Euro. Tutto bene!

Biancas Foodblog

Bianca bloggt für Merkur.de und tz.de über Münchens Gastronomie. Mehr zu Bianca und ihrem Foodblog findet ihr auf der Themenseite „Biancas Foodblog“ und auf ihrer Website.

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