Aus den USA

Der neue Entschlackungstrend heißt jetzt Souping

Souping ist das neue Juicing: Gewürze wie Kurkuma oder Chili heizen nicht nur der Suppe, sondern auch ihrem Stoffwechsel richtig ein.

Detox-Saftkuren? Der neue Entschlackungstrend heißt jetzt "Souping". Gute Idee – denn was gibt es im Winter Besseres als eine wärmende Suppe?

Wer sich vorgenommen hat, nach Weihnachten zu entschlacken, der kann Souping als Kur durchführen. Wie beim Juicing, dem Saft-Detoxen, soll der Körper dabei von innen heraus von Giftstoffen gereinigt werden. Ob dies sinnvoll ist, ist allerdings umstritten.

Der Körper habe bereits ein perfekt arbeitendes Entgiftungssystem, meint etwa der Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl im NDR: "Das macht die Niere, das macht die Leber und das macht auch zum Teil die Lunge." Auch sind die sogenannten Schlacken, von denen viele ihre Organe zu befreien glauben, im Körper wissenschaftlich gar nicht nachweisbar. Trotzdem fühlen sich viele Menschen, die eine Detox-Kur – früher auch schlicht "Fasten" genannt – machen, hinterher frischer und gesünder.

Suppen sind gesünder als Säfte

Gesünder als eine Saftkur ist die Suppen-Sause allemal. Denn in Fruchtsäften steckt viel Zucker, wichtige Nährstoffe wie Fette und Eiweiße fehlen dagegen. Dazu kommt, dass gekochte, warme Zutaten besser verdaulich sind als Rohkost. "Souping kommt wie die meisten Food-Trends aus den USA und gilt als sehr gesund. Anders als bei Saftkuren wird der Körper beim Souping mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, denn neben Obst kommen auch viel Gemüse, Samen sowie Fleisch zum Einsatz", meint auch Kochprofi Mirko Reeh von der Excellence Kochschule in Frankfurt.

Suppe statt Schnitzel - das macht fit

Natürlich müssen Sie nicht gleich sämtliche Mahlzeiten durch Suppen ersetzen, um etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Kochen Sie sich eine Suppe zum Abendbrot oder ersetzten Sie das Kantinen-Schnitzel durch eine leckere Brühe mit Gemüseeinlage.

Nüsse spenden Fett, Gewürze bringen Geschmack

Wie beim Clean Eating verwenden Sie am besten viel frisches, unverarbeitetes Gemüse und verzichten auf zu viel Salz und Zucker. Stattdessen spenden Nüsse und Samen wertvolle Fette und Eiweiße. Gewürze wie Ingwer, Chilli oder Kurkuma regen den Stoffwechsel an und bringen den nötigen geschmacklichen Pep.

Grundrezept für Gemüsebrühe

Kochen Sie eine Gemüsebrühe. Dazu Suppengemüse putzen und klein schneiden und mit etwas Salz und Öl für etwa zwei Stunden in einen Topf Wasser geben. Nun für einige Stunden köcheln lassen. Wer will, kann auch Rinder- oder Hühnerfleisch hinzugeben. Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Piment und Pfeffer verleihen mehr Würze. Durch das Kochen und die Fettbeigabe gehen die Nährstoffe in die Brühe über. Nun haben Sie eine hervorragende Basis, die Sie natürlich auch in großen Mengen kochen und einfrieren können.

Nun können Sie die Brühe mit verschiedenen Gemüseeinlagen verfeinern. Apfel und Süßkartoffel ergibt etwa eine leckere Kombination. Dafür geschälte und geschnittene Zwiebeln, Süßkartoffeln und Äpfel in etwas Öl andünsten, zur Brühe geben und alles mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Curry und geriebenem Ingwer abschmecken und mit gerösteten Cashewkernen und gehackten Frühlingszwiebeln servieren.

Vollwert-Ernährung: Clean Eating ist in Mode

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