Starkoch hat das Lokal gepachtet

Gasthaus Schwalbe: Hier kocht jetzt Meister Ederer

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Bei ihm kommen nur Produkte aus der Heimat auf den Teller: Karl Ederer.

München - Noch ist das Gasthaus Baustelle, aber kommende Woche öffnet Starkoch Karl Ederer die Türen zur Schwalbe, wo er seine Vorstellung von Heimat Food (so auch der Titel seines Buchs) verwirklichen will.

Von den noblen Fünf Höfen auf die Schwanthalerhöhe: Gerade mal fünf Monate ist es her, dass Karl Ederer sein Restaurant in der Kardinal-Faulhaber-Straße 10 an Ali Güngörmüs übergeben hat (tz berichtete). Jetzt meldet sich der Starkoch zurück – aus der Augustiner-Schwalbe in der Schwanthalerstraße 149. Noch ist das Gasthaus Baustelle, aber kommende Woche öffnet er die Türen zur Schwalbe, wo er seine Vorstellung von Heimat Food (so auch der Titel seines Buchs) verwirklichen will. „Es schließt sich ein Kreis“, erklärt der 59-Jährige. „Im Glockenbach in der Kapuzinerstraße habe ich mich vor 30 Jahren auch mit einem Gasthaus selbstständig gemacht.“

Zuvor hatte der gebürtige Oberpfälzer nach seiner Ausbildung zum Koch, die er als bester Lehrling Bayerns abgeschlossen hatte, bei bedeutenden französischen Küchenchefs und bei Eckart Witzigmann im Aubergine gearbeitet. Sein Gasthaus Glockenbach machte er zum Sternerestaurant, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Ederer war einer der Ersten, die in der Top-Gastronomie (wieder) Schwein auf die Karte setzten, bayerisches Weideschwein aus Dorfen.

Anfang der 90er-Jahre baute er das Herrmannsdorfer Schweinsbräu auf. „Dort haben wir bayerische Küche pur gemacht, mit besten Bio-Lebensmitteln“, erinnert er sich. Und auch daran, dass er an der Bar im Schumann’s beschimpft wurde, „weil der Schweinsbraten 26 Mark gekostet hat“.

Billig wird seine Küche in der Schwalbe sicher nicht sein, aber ihren Preis wert. „Die Voraussetzungen sind gut“, sagt er. „Die Zusammenarbeit mit dem Verpächter Augustiner klappt reibungslos, das Lokal ist mit gut 30 Plätzen überschaubar und vermittelt eine sehr bodenständige Atmosphäre.“ Besonders freut sich Ederer auf den Sommer: „Der Garten wird ein Highlight“, verspricht er.

Alles zusammen das passende Ambiente für Gerichte wie geschmorte Gamskeule, Innereien vom Zicklein, heimisches Gemüse, im Sommer gegrillte Walchenseerenke. „Heimat steht für hier, Food für einen internationalen Drive“, sagt Ederer. Tages­gerichte werden bei zwölf Euro anfangen, Suppen um die fünf Euro, ein Hauptgericht kostet ab 20 Euro. „Rücken und Filet vom Tier wird es geben, aber ich verarbeite auch die übrigen Teile“, betont er.

Und die Getränke? „Es ist eine Küche, die gut zum Bier passt“, erklärt Ederer. Die Halbe Augustiner kostet 3,50 Euro. „Zusätzlich haben wir eine Auswahl bodenständiger, ehrlicher Weine zusammengestellt: fränkische Silvaner, badische Spätburgunder und ein bisschen was aus Italien.“ Und wer Ederer kennt, ahnt, dass in den Tiefen seines Privatkellers auch noch die eine oder andere Flasche Burgunder schlummert.

Jossi Loibl 

Augustiner Schwalbe

Schwanthalerstr. 149

Tel. 089/232 396 65

Ab Montag, den 19.01.2015 mittags und abends, Sonntag Ruhetag

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