Produktkontrollen

Gefälschte Lebensmittel: Kontrollen und saftige Strafen gefordert

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Berlin - Nach dem Fund von Rekordmengen gefälschter Lebensmittel in über 50 Ländern fordert die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch eine strengere Ahndung.

Handelskonzerne und Hersteller müssten „per Gesetz zu detaillierten Eigenkontrollen ihrer Produkte verpflichtet werden“, erklärte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode am Donnerstag. Damit solle sichergestellt werden, dass die Lebensmittel weder falsch deklariert noch gesundheitsgefährdend sind. Bei Verstößen müssten Firmen mit am Gewinn orientierten Unternehmensstrafen haften, so Bode weiter.

Europol hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass Polizei und Zoll von November 2015 bis Februar 2016 in 57 Ländern mehr als 10 000 Tonnen und eine Million Liter gefälschter Lebensmittel sichergestellt hätten. Gefunden wurden zum Beispiel gefärbte Oliven, mit Kunstdünger verlängerter Zucker und gepanschter Alkohol. Die Waren könnten mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden sein, hieß es. „Alle Arten von Nahrungsmittel überall auf der Welt werden gefälscht“, hieß es in dem Bericht.

Bode verwies am Donnerstag auch auf den Pferdefleischskandal, der 2013 ans Licht kam. Dabei wurde billiges Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben und verkauft. Spätestens seitdem wisse man, dass kriminelle Netzwerke beim Fälschen von Lebensmitteln in großen Stil aktiv seien.

dpa

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