Bühne für ambitionierte Kochkunst

Geisels Werneckhof: Auf dem Weg nach oben

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Junge Truppe: Tohru Nakamura und Ireneo Tucci (li. u. re. hinter dem Fass) mit dem Team vom Werneckhof

Für Geisels Werneckhof ist ein neues Zeitalter angebrochen. Bisher wurde bürgerliche Küche auf höchstem Niveau gepflegt, mit dem neuen Küchenchef Tohru Nakamura (29) setzt man nun auf moderne Kochkunst.

Für Geisels Werneckhof ist ein neues Zeitalter angebrochen. Bisher wurde in dem sehenswerten Jugendstil-Ambiente bürgerliche Küche auf höchstem Niveau gepflegt, mit dem neuen Küchenchef Tohru Nakamura (29) setzt man nun auf moderne Kochkunst.

Wobei das Wort Kunst durchaus wörtlich zu nehmen ist: Nakamura und sein siebenköpfiges Küchenteam zeigen, dass sie ganz oben mitspielen wollen.

Der Sohn eines japanischen Vaters und einer deutschen Mutter hat nach Abitur und Wehrdienst eine Kochlehre im Königshof der Familie Geisel absolviert und so ziemlich alles abgeräumt, was an Auszeichnungen an den Nachwuchs vergeben wird.

Nakamura arbeitete als Souschef bei Hollands Avantgarde-Superstar Sergio Herman und machte noch eine Tour durch Tophäuser Japans, bevor er wieder bei den Familie Geisel anheuerte, die über die Jahre stets Kontakt gehalten hatte.

Zwei Linien führt die Speisekarte auf: Unter dem Motto „Soli – kompromisslos, puristisch, diszipliniert“ stehen ein Dutzend modern interpretierte Klassiker wie Lachsforelle mit Morcheln und Kohlrabi (19 Euro) oder Bressetaube, die in zwei Gängen serviert wird.

Geisels Werneckhof

Werneckstr. 11

Schwabing

Tel. 089/ 38 87 95 68

Mo. 18.30 bis 22 Uhr,

Di. bis Fr. 12 bis 14 Uhr und 18.30 bis 22 Uhr,

Sa. 13 bis 15 Uhr und 18.30 bis 22 Uhr.

Verspielt, aber nie versponnen, wird es beim Menü „Gaudi – ­ facettenreich, jung, Gaumenspaß“ (vier Gänge 79 Euro): Kurz anggegrillte Wildfangdorade wird kunstvoll mit einem Salat aus schwarzen Algen und Apfel sowie Sepia-Spaghetti angerichtet. Vom Müritzlamm kommt der Bauch geschmort als Curry, der Rücken gegrillt, mit einer asiatisch inspirierten Begleitung mit Erdnuss, Tamarinde und Koriander. Ausgetüftelt bis ins feinste Detail, aber nicht verkopft präsentiert.

Für die Weinauswahl ist weiterhin Ireneo Tucci zuständig, ein leidenschaftlicher Gastgeber, der die Kunst des jungen Teams mit ebenso viel Erfahrung wie Esprit einrahmt. Und ein Extra für langjährige Geisel-Gäste: Manfred Friedel, der legendäre Maître des Restaurants im Königshof und über 50 Jahre im Dienst der Familie wird immer Montags den Service leiten.

jol

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