Genuss und Verantwortung

Die Gewinner des Witzigmann-Preises

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Eckart Witzigmann (rechts) mit den Preisträgern Kevin Fehling, Alex Atala und Joel Robuchon (von links)

München - Genuss und Verantwortung – unter diesem Motto stand am Dienstag die Verleihung des Eckart 2013. Vergeben wird er von BMW und der Witzigmann-Academy

Große Küche und ein Automobilhersteler – passt das zusammen? „Sehr gut sogar“, erklärt BMW-Sprecher Nikolai Glies. „Große Küche und unsere Autos streben nach Perfektion und nachhaltigem Genuss.“ Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hat die Kooperation von Witzigmann-Academy und BMW Früchte getragen: Gemeinsam wurde die App „Essens.Zeit“ entwickelt, die vor allem junge Mitarbeiter des Konzerns für gutes und gesundes Essen begeistern soll. Zehn Auszubildende durften zudem an einem Kochkurs mit Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann teilnehmen.

Preisträger Alex Atala mag das Wort „Nachhaltigkeit“ eigentlich gar nicht. „Es schwingt immer das schlechte Gewissen mit“, erklärt der prominenteste Koch Brasiliens. In seinen beiden Restaurants verarbeitet er ausschließlich brasilianische Lebensmittel nach neu interpretierten Traditionen seiner Heimat. Seine Fetuccine von Palmenherzen sind berühmt. „Doch das ist nicht genug“, erklärt er. „Wir müssen uns noch viel stärker bewusst machen, dass wir Verantwortung für die Natur tragen, aber auch für die Menschen, die mit ihr und von ihr Leben: Bauern, Fischer, Jäger.“ Und er fügt noch hinzu: „Küche ist als soziales Medium wichtiger als Facebook und außerdem richtig sexy.“

„Auf jeden Fall sind Kochen und Essen sehr sinnlich“, ergänzt Preisträger Joel Robuchon, der aktuell am höchsten bewertete Koch der Welt und rund um den Globus aktiv. „Man macht einen Heiratsantrag nicht ohne Grund am besten in einem Restaurant“.

Kevin Fehling (36), einer der weltweit jüngsten Köche mit drei Michelin-Sternen, sieht seine Verantwortung im Erhalt und in der Neuinterpretation deutscher Kochtraditionen. So kombiniert er schon mal Kassler mit Austern: „Klingt nicht unbedingt sexy, schmeckt aber so.“

Die Preisträger

Martina Gedeck bekam den Preis für ihre Filmrolle als „Bella Martha“

Joel Robuchon, Paris, Singapur (Große Kochkunst), Kevin Fehling, Travemünde (Innovation), Alex Atala, Sao Paulo (Kreative Verantwortung und Genuss), Martin Gedeck, Berlin (Lebenskultur).

Jossi Loibl

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