Kuriose Entscheidung

Urteil: Wodka darf nicht ins Kühlregal

Augsburg - Stellt ein Kunde eigenmächtig einen Wodka in das Kühlregal im Supermarkt, darf dieser mit einem Hausverbot belegt werden. Das hat ein Gericht jetzt entschieden.

Klar, wer im Supermarkt klaut, wird angezeigt und bekommt Hausverbot. So weit, so gut. Neu ist, dass  selbst das Umräumen von Waren ein Hausverbot rechtfertigen kann - so jedenfalls sieht es das Amtsgericht Augsburg in einem Urteil.

Im konkreten Fall hatte ein Kunde in einem Augsburger Supermarkt eine Wodkaflasche im Kühlregal hinter einer Milchflasche abgestellt. Nach Gerichtsangaben von Freitag verbot der Supermarkt dem Mann daraufhin, das Geschäft zu betreten, weil er den Wodka habe stehlen wollen.

Später relativierte der Supermarkt das Hausverbot und erlaubte dem Kunden, zusammen mit einem Begleiter einzukaufen. Dem Mann war das nicht genug und er zog vor Gericht. Das Gericht wies die Klage ab und betonte: Bereits der Versuch eines Diebstahls rechtfertige das Hausverbot.

Ob der Mann den Wodka für einen späteren Konsum einfach nur kalt stellen wollte ist leider nicht bekannt.

dpa/Andrew Weber

Rubriklistenbild: © dpa

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