Nachfrage ist enorm

Hier bauen zwei Bier-Fans ihre eigene Brauerei

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Giesinger Bräu zieht in dieses Haus am Giesinger Berg

München - Aus einer Bierlaune heraus gründeten zwei Spezln die Privatbrauerei Giesinger Bräu. Jetzt bauen sie ein neues Gebäude. Weil die Nachfrage deutlich gestiegen ist.

Bald zieht der Duft von Hopfen und Malz über den Giesinger Berg! Die Privatbrauerei Giesinger Bräu baut gegenüber der Heilig-Kreuz-Kirche eine neue Brauerei. Nächste Woche ist Spatenstich – schon im Herbst nächsten Jahres wird hier dann das Kult-Bier gebraut!

Aus einer Bierlaune heraus kam Steffen Marx 2006 die Idee, eine eigene Brauerei zu gründen – da saß er gerade mit einem Spezl im Hirschgarten. In sechs Wochen baute er eine Garage in der Birkenau 5 (Untergiesing) in ein Bier-Laboratorium um, kaufte eine Brauanlage und legte los. Mit Erfolg: In nur sechs Jahren wurde aus dem Giesinger Gerstensaft ein Verkaufsschlager. Mit 200 Hektolitern im Jahr fing alles an – mittlerweile hat sich die Produktion verfünfffacht.

Aber mit der großen Nachfrage wurde es immer enger. Lange haben die Brauer nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht. Jetzt steht fest: Giesinger Bräu zieht in die Martin-Luther-Straße 2, direkt gegenüber der Heilig-Kreuz-Kirche. Das Gebäude gehört den Stadtwerken, die Brauer ziehen als Mieter ein. Nächste Woche startet der Umbau des Hauses in eine Brauerei, im Herbst 2013 soll alles fertig sein. Damit wird nach 300 Jahren erstmals wieder eine größere Brauerei in München gebaut.

„Nach sieben Jahren stetigen Wachstums stoßen wir in der Birkenau an Grenzen. Wir freuen uns, mit unserer neuen Braustätte ein weiteres Kapitel Giesinger und Münchner Braugeschichte zu schreiben“, sagt Marx. Die neue Brauerei soll mindestens drei Mal so groß werden wie die alte Garagenstätte. Genaue Details werden erst nächste Woche verraten. So viel steht schon fest: Ein Teil des Gebäudes wird künftig als Braustätte genutzt, im anderen Teil werden die Gäste mit Bier und Brotzeit verköstigt. Auch Führungen und Braukurse soll es weiter geben.  

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Acht Sorten werden derzeit gebraut – mit klingenden Namen wie „Untergiesinger Erhellung“ oder „Giesinger Sternhagel“. Noch wird per Hand gefüllt und etikettiert: Fünf Mitarbeiter kümmern sich darum. Das Besondere: Die Biere werden nicht gefiltert, so bleiben die natürlichen Inhaltsstoffe erhalten.

Giesinger Bräu bezeichnet sich selbst nach Augustiner als „zweitgrößte Privatbrauerei Münchens“.Zur Zeit beziehen 15 Münchner Lokale und Getränkemärkte das Bier – darunter das Café Edelweiß in Obergiesing und das Laufhaus Leierkasten.

Christina Schmelzer

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