Täuschung im Restaurant

Was heißt eigentlich "hausgemacht"?

Berlin - Selbstgemachter Kuchen, frisch gefertigte Nudeln: "Hausgemacht" bedeutet für Kunden oft eine frische und eigene Produktion der Waren. Doch der Begriff ist rechtlich nicht geregelt.

Wenn Speisen im Restaurant mit dem Zusatz "hausgemacht" auf der Karte stehen, dann sollte zunächst einmal eines gewährleistet sein: Die Ware ist vor Ort hergestellt worden. Tückisch: Lebensmittelrechtlich ist der Begriff "hausgemacht" nicht geregelt. Zwar gelte ein generelles Täuschungsverbot, erläutert der Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. Im Zweifel muss allerdings ein Gericht klären, ob der Gast mit der Angabe getäuscht wurde.

Keine Aussagen über Zutaten

Oft denken Gäste in Restaurants, dass als "hausgemacht" bezeichnete Speisen und Getränke aus frischen, guten Zutaten selbstständig im Restaurant hergestellt werden. Das ist ein Irrtum. Es kann lediglich davon ausgegangen werden, dass etwa der Kuchen im Haus gebacken wurde oder Nudeln aus einem selbst hergestellten Teig stammen. Über die Zutaten sagt die Angabe „hausgemacht“ nichts aus - sie können aus Herstellungsverfahren stammen, die für eine Großküche üblich sind. Dazu gehören zum Beispiel Gewürzmischungen mit Zusatzstoffen. Bei dem Hinweis „wie hausgemacht“ können Kunden darauf schließen, dass das Lebensmittel zugekauft wurde.

dpa

Rubriklistenbild: © iStock

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