"Taschenspielertrick" der Lebensmittelindustrie

Hefeextrakt: Was das ist und wann Sie es lieber vermeiden sollten

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Auch in Fertiglasagne findet sich häufig Hefeextrakt.

Geschmacksverstärker werden zunehmend kritisch beäugt. Auch Hefeextrakt gehört dazu, aber ist das Misstrauen wirklich gerechtfertigt?

"Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe" - das ist ein beliebter Zusatz auf Lebensmittelverpackungen und soll vor allem eines suggerieren: Hier schmeckt alles natürlich gut. Sieht man sich als Verbraucher dann die Zutatenliste etwas genauer an, findet sich dort in der Tat nicht das "gefürchtete" Glutamat. Dafür aber das Hefeextrakt - und damit eben doch ein Geschmacksverstärker...

Was ist Hefeextrakt?

Hefeextrakt wird aus Hefezellen gewonnen und in pastöser Form und als Pulver angeboten. Dabei handelt es sich um die löslichen Inhaltsstoffe der Zellen, die eine würzigen Note haben. Das liegt an den enthaltenen Glutaminsäure und Glutamat, die den berühmten Umami-Geschmack haben. Dieser wird von Menschen als fleischig und wohlschmeckend beschrieben. So wohlschmeckend, dass man sich die Hefeextraktpaste in Australien direkt als "Vegemite" aufs Brot schmiert. Das britische Pendant nennt sich Marmite.

Hefeextrakt ist also sehr wohl ein Geschmacksverstärker. Da das Glutamat und die Glutaminsäure allerdings natürlich darin vorkommen, muss dies nicht auf der Verpackung vermerkt werden. Ein klassischer "Taschenspielertrick" der Lebensmittelindustrie.

Rätsel auf der Zutatenliste: Was ist eigentlich Johannisbrotkernmehl?

Glutamat im Hefeextrakt - Darum ist es bedenklich

Glutamat, also das Salz der Glutaminsäure, ist ein Stoff, der ganz natürlich in vielen Lebensmitteln vorkommt. Tomaten oder Schinken enthalten es beispielsweise. Der Umami-Geschmack des Stoffes ist so beliebt, dass er mithilfe von Bakterien synthetisch hergestellt und zum Würzen verwendet wird. Häufig findet Glutamat in der asiatischen Küche Verwendung. Als Gäste nach ihrem Restaurantbesuch über Kopfschmerzen und Taubheitsgefühle berichteten, kam der Begriff "Chinarestaurant-Syndrom" auf. Dieses Phänomen konnte allerdings nicht wissenschaftlich untermauert werden.

Außerdem wird Glutamat ein Zusammenhang mit Alzheimer, Parkinson und Übergewicht nachgesagt. Letztlich ist die Studienlage hier allerdings dürftig und so raten sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn lediglich zu einem gesundem Maß: "Wir gehen davon aus, dass bei rationaler Verwendung im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung keine Gesundheitsgefahr durch Glutamat besteht", beruhigt eine Sprecherin der DGE die Gemüter.

Wer Geschmacksverstärker dennoch gänzlich vermeiden möchte, sollte also auch auf Hefeextrakt verzichten. Auch bei den Bezeichnungen "Würze", "Aroma", "Sojawürze", oder "fermentierter Weizen" müssen Sie hellhörig werden.

Lesen Sie auch: E-Nummern auf der Zutatenliste? Finger weg bei diesen Inhaltsstoffen

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Ab in die Mikrowelle? Bei diesen Lebensmitteln ist das keine gute Idee

Viele Menschen würden nie auf die Idee kommen, Pizza aufzuwärmen. Sie schmeckt ja auch kalt ganz vorzüglich. Wenn Sie sie doch lieber warm essen wollen, dann nehmen Sie dafür lieber eine Pfanne. So wird der Boden wieder knusprig, der Käse schmilzt schön und Sie können die Pizza wieder genießen.
Viele Menschen würden nie auf die Idee kommen, Pizza aufzuwärmen. Sie schmeckt ja auch kalt ganz vorzüglich. Wenn Sie sie doch lieber warm essen wollen, dann nehmen Sie dafür lieber eine Pfanne. So wird der Boden wieder knusprig, der Käse schmilzt schön und Sie können die Pizza wieder genießen. © PublicDomainPictures/Pixabay
Sie kennen das: Sie wärmen Lasagne in der Mikrowelle auf und das Ergebnis ist alles andere als lecker. Lavaheiße, totgekochte Stellen liegen direkt neben eiskalten. Lassen Sie das in Zukunft bleiben. Der richtige Ort, um Lasagne aufzuwärmen ist der Backofen. Streuen Sie zusätzlich Käse darauf und geben Sie noch etwas Tomatensoße dazu, dann wird es besonders gut.
Sie kennen das: Sie wärmen Lasagne in der Mikrowelle auf und das Ergebnis ist alles andere als lecker. Lavaheiße, totgekochte Stellen liegen direkt neben eiskalten. Lassen Sie das in Zukunft bleiben. Der richtige Ort, um Lasagne aufzuwärmen ist der Backofen. Streuen Sie zusätzlich Käse darauf und geben Sie noch etwas Tomatensoße dazu, dann wird es besonders gut. © Bru-nO/Pixabay
Wenn Sie Kartoffelpüree in der Mikrowelle aufwärmen, erreichen Sie nur, dass die Oberfläche austrocknet und unappetitlich wird. Wärmen Sie es stattdessen lieber in einem Wasserbad auf.
Wenn Sie Kartoffelpüree in der Mikrowelle aufwärmen, erreichen Sie nur, dass die Oberfläche austrocknet und unappetitlich wird. Wärmen Sie es stattdessen lieber in einem Wasserbad auf. © 422737/Pixabay
Es soll Menschen geben, die kein kaltes Omelett mögen. Deshalb müssen Sie aber noch lange nicht zur Mikrowelle greifen. Viel besser funktioniert es, wenn Sie die Eierspeise in einem feinmaschigen Sieb über einem Topf mit kochendem Wasser aufwärmen.
Es soll Menschen geben, die kein kaltes Omelett mögen. Deshalb müssen Sie aber noch lange nicht zur Mikrowelle greifen. Viel besser funktioniert es, wenn Sie die Eierspeise in einem feinmaschigen Sieb über einem Topf mit kochendem Wasser aufwärmen. © nemoelguedes/Pixabay
Wenn Sie Pommes in der Mikrowelle erwärmen, dann werden sie matschig und dann können Sie sie eigentlich auch gleich wegwerfen. Geben Sie lieber etwas Öl in eine Pfanne und braten Sie die Pommes noch einmal auf. So werden die Kartoffelstäbchen heiß und bleiben schön knusprig.
Wenn Sie Pommes in der Mikrowelle erwärmen, dann werden sie matschig und dann können Sie sie eigentlich auch gleich wegwerfen. Geben Sie lieber etwas Öl in eine Pfanne und braten Sie die Pommes noch einmal auf. So werden die Kartoffelstäbchen heiß und bleiben schön knusprig. © Pexels/Pixabay
Porridge ist in aller Munde, aber leider kann man es kaum genießen, wenn es kalt ist. Die Mikrowelle ist aber auch hier nicht die Lösung, denn der Haferbrei wird klebrig und fest. Geben Sie das Porridge zurück in den Topf und fügen Sie etwas Milch zu. Nun können Sie es noch einmal erwärmen.
Porridge ist in aller Munde, aber leider kann man es kaum genießen, wenn es kalt ist, denn es wird klebrig und viel zu fest. Die Mikrowelle ist aber auch hier nicht die Lösung. Geben Sie das Porridge zurück in den Topf und fügen Sie etwas Milch zu. Nun können Sie es noch einmal erwärmen. © RitaE/Pixabay
Eine frische Quiche ist köstlich und auch, wenn sie kalt ist, kann man sie noch genießen. Wärmen Sie sie allerdings in der Mikrowelle auf, wird sie matschig. Spritzen Sie stattdessen etwas Wasser auf die Oberfläche, wickeln Sie sie vorsichtig in Alufolie und wärmen Sie die Quiche 20 Minuten im Ofen auf.
Eine frische Quiche ist köstlich und auch, wenn sie kalt ist, kann man sie noch genießen. Wärmen Sie sie allerdings in der Mikrowelle auf, wird sie matschig. Spritzen Sie stattdessen etwas Wasser auf die Oberfläche, wickeln Sie sie vorsichtig in Alufolie und wärmen Sie die Quiche 20 Minuten im Ofen auf. © EME/Pixabay

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