tz-Gastro-Kritik

Hier schmeckt's uns: Alter Wirt Moosach

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München - Draußen brummt der Verkehr, drinnen wird es eine Viertelstunde nach dem Fotografieren (18 Uhr) brummen – und das zu recht. Denn der Moosacher Hof ist eine Reise wert.

Mit U- oder S-Bahn und fünf Minuten Gehzeit ist er auch nicht gerade eine Weltreise entfernt. Drinnen ist’s dunkelholzig gemütlich, und im November gibt es Wildwochen. Mit ein bisserl Skepsis gehen wir das Abenteuer an – und wurden ganz wild vor Freude. Das beginnt mit der Wildgulaschsuppe (in der Terrine, ein kleiner Magen braucht danach nix mehr), die jeden ihrer 480 Cent wert ist: fein abgeschmeckt, nicht penetrant, aber kräftig und mit raffinierter Sherrynote (glauben wir). Doch das ist tatsächlich nur die Ouvertüre zu einem wunderbaren Hauptgang: Der zarte Rehbraten in Wacholderrahm mit Apfelblaukraut, Butterspätzle und Preiselbeerbirne ist zum Niederknien. 17,50 Euro sind schon fast ein Wild-Witz. Hätte der Zwetschgenstrudel mit Vanilleeis (5,50 Euro) noch einen fluffigen Teig statt Beton gehabt, wären fünf Hauben fällig gewesen. Eine HB-Halbe drüber (3,60 Euro)! M.B.

Alter Wirt Moosach

Dachauer Straße 274, 80992 München

Tel. 089 / 14 07 27 6

Täglich 10 bis 24 Uhr

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