Schlemmer-Trend Kakerlake?

Jeder zweite Deutsche probiert im Urlaub skurrile Delikatessen

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Lecker, Heuschrecke: Wenn es um exotische Spezialitäten geht, sind die Deutschen erstaunlich experimentierfreudig.

Von Fischaugen bis hin zu Kakerlaken: Wenn es um exotische Spezialitäten geht, sind die Deutschen erstaunlich experimentierfreudig. Das ergab eine Studie.

Was für die Kandidaten der RTL-Reality-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ Teil einer unappetitlichen Prüfung ist, gilt in anderen Kulturen als Delikatesse. Gerade auf die ungewöhnlichen Spezialitäten sind die Zuschauer des TV-Dschungels in der Regel besonders neugierig.

Laut einer Studie im Auftrag der Reise-Suchmaschine momondo.de probiert jeder Zweite im Urlaub selbst Gerichte, die auf den ersten Blick abschrecken.

Essgewohnheiten: Deutsche sind experimentierfreudig

Deutsche essen am liebsten Weißwürste mit Brezen und süßem Senf – das besagt zumindest das Klischee, das uns im Ausland vorauseilt. In der Realität schätzen die Deutschen auf Reisen hingegen die multikulturelle Gastronomie: „Laut unserer Studie lassen sich 58 Prozent der Befragten im Urlaub gerne auf fremde Gerichte und Lebensmittel ein“, sagt Sarah Kolind, Sprecherin für momondo Deutschland. Denn was eignet sich zum Abtauchen in fremde Kulturen besser als die kulinarische Erkundung verschiedener Landesküchen?

Das sind die ekligsten Spezialitäten der Welt

Keine Angst vor unappetitlichen Delikatessen

„Pfui Teufel!“ heißt es dagegen bei den Kandidaten des RTL-Dschungelcamps, wenn wieder einmal abstoßende Gerichte auf dem Speiseplan der Ekel-Prüfung stehen. Nur weil als Belohnung eine halbwegs sättigende Mahlzeit wartet, schlucken sie die Happen tapfer herunter.

Im Gegensatz zu den Dschungelbewohnern probieren viele Deutsche auf Reisen ganz bewusst auch unappetitliche Spezialitäten: Die Hälfte der Bevölkerung (50 Prozent) kostet laut momondo-Studie im Urlaub Speisen, die ihnen auf den ersten Blick nicht zusagen.

Wer ist tapferer, Männer oder Frauen?

Dabei ist ein Geschlecht mutiger als das andere: Männer trauen sich mit 52 Prozent eher an unappetitliche Speisen als Frauen (48 Prozent). Ob aus echter Neugier oder um ihre Reisegefährtinnen zu beeindrucken, verrät die Studie allerdings nicht.

Über die Umfrage: Im Auftrag von momondo befragte das Umfrageinstitut Innofact im Zeitraum vom 6. bis 8. Dezember 2016 deutschlandweit insgesamt 1.020 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.

Von Julia Baaken

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