Neu in der Stadt

Jung & kreativ: Zwei neue Restaurants für München

+
Luke Rogers (v.l.), Preshika Wright und Aaron Mrezar vom Avva

Zwei neue Restaurants mit jungen Teams und frischen Ideen sorgen für Aufmerksamkeit in der Münchner Gastroszene.

Hommage an die Oma und Mandela

Warme Farben und warmes Licht prägen das Ambiente des neu eröffneten Avva. Schlichte Eleganz ganz ohne Folklore lässt zunächst nicht an Südafrika denken. Doch ein Datum auf einer Lampe gibt einen suchtbaren Hinweis: 27.04.1994 – der Tag der ersten freien Wahlen in Südafrika nach dem Ende des rassistischen Apartheid-Regimes. Betreiberin Preshika Wright stammt aus Durban an der Ostküste Südafrikas und „Avva“ heißt Großmutter auf Telugu, der Sprache von Wrights Familie. Eine Hommage an ihre Herkunft also. Wobei Preshika betont: „Das Avva ist kein südafrikanisches Restaurant, sondern von Südafrika inspiriert.“ Was den Unterschied ausmacht, zeigt die Küche von Luke Rogers, den Preshika bei Walter und Benjamin kennengelernt hat, wo der Brite ausgefeilte Kreationen servierte.

So auch hier: Kein Kudu-Steak vom Grill, kein traditionelles Bobotie (Hackfleischauflauf), sondern vielschichtige Gerichte, die von der Buntheit der Rainbow-Nation inspiriert sind, wie zum Beispiel Zackenbarsch mit Krustentier-Dongo-Dongo. Dongo Dongo, ursprünglich eine Art Eintopf aus Zentralafrika, den Luke in seiner einsehbaren Küche in neue Höhen hebt. Am liebsten überrascht er die Gäste mit einem Menü (fünf Gänge für 69 Euro). Die Südafrikaner trinken gern Bier, hier kommt es vom Tegernsee (die Halbe Helles für 4 Euro), zu feiner Küche empfiehlt sich das Studium der spannenden Weinkarte, die ganz der Kapregion gehört. Eine gelungene Mischung aus Bekanntem und Neuentdeckungen, auch die Newcomer-Region Swartland ist gut vertreten. Glasweise kosten die Weine ab 5 Euro, und wer Gefallen gefunden hat, kann sich aus den Regalen im vorderen Bereich die passende Flasche für zuhause aussuchen.

Avva Restaurant und Weinhandlung, Dreimühlenstr. 30/Isarvorstadt, Tel. 089/139 27 65 03, Di. bis Sa. 18 bis 1 Uhr

Leger mit Anspruch

München hat sich Philippe Lelodey mit einem rührenden Brief von seinen Gästen verabschiedet und vermeldet, dass er sein Chez Philippe an junge Nachfolger übergeben würde. Nach einigen Wochen Neugestaltung, in denen das markante Haus auch außen aufgehübscht wurde, gehen Sabrina und Florian Berger nun mit großem Enthusiasmus in ihrem Gabelspiel ans Werk. Beide haben absolute Top-Stationen im Lebenslauf stehen und entsprechend hohe Ansprüche an sich selbst. Wobei der Name und auch die Einrichtung mit blanken Tischen signalisieren: Steif geht es hier keinesfalls zu, der Anspruch bezieht sich vor allem auf das, was auf die Teller und in die Gläser kommt.

Die regelmäßig wechselnde Karte ist mit knapp zehn Gerichten komplett auf Frische fokussiert, die meisten Zutaten kommen von regionalen Erzeugern, wie zum Beispiel die Lachsforelle vom renommierten Landsberger Züchter Nikolai Birnbaum, ein bevorzugter Lieferant der Top-Gastronomie. Berger bringt den Fisch mit Apfel, Sellerie und Räucherfond elegant angerichtet auf den Teller. Ein Teil der Gerichte wie zum Beispiel Maishendl mit Pak Choi, Karotte und Haselnuss sind als kleinere (Vorspeisen-)Portion erhältlich, ein viergängiges Menü kostet 54 Euro. Die Weinbegleitung dazu kommt auf 26 Euro, alternativ kredenzt Sabrina Berger auch eine alkoholfreie Getränkebegleitung.

Restaurant Gabelspiel, Zehentbauernstr. 20, Giesing

Asiatische Nudeln Ramen, Soba, Udon

Auch interessant

Meistgelesen

10 exotische Restaurants in München, die Abwechslung versprechen
10 exotische Restaurants in München, die Abwechslung versprechen
Sind keimende Kartoffeln giftig oder essbar?
Sind keimende Kartoffeln giftig oder essbar?
In Cocktail-Schirmchen sind geheime Botschaften versteckt
In Cocktail-Schirmchen sind geheime Botschaften versteckt
Mit diesem einfachen Trick schmilzt Eis nicht
Mit diesem einfachen Trick schmilzt Eis nicht

Kommentare