Stammhaus wurde renoviert

Käfer-Umbau: Jetzt ist der Keller heller

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Es werde hell: Michael Käfer im neu gestalteten Weinkeller des Delikatessenhauses in der Prinzregentenstraße (Mi.). Auch die Gemüse- und Obstabteilung sowie die Brotabteilung wurden renoviert.

München - Im Käfer-Stammhaus wurde umgebaut. Insgesamt 18 Monate haben sie im gesamten Delikatessenhaus gehämmert und gewerkelt – in fast allen Abteilungen. Großgastronom Michael Käfer ist zufrieden.

Michael Käfer (56) hatte eine Vision. „Ich möchte, dass wir in München das schönste Delikatessenhaus Europas haben“, sagte der Großgastronom Mittwoch anlässlich eines Presserundgangs in den neu renovierten Räumen an der Prinzregentenstraße. Das klingt im ersten Moment sehr selbstbewusst, Käfer fügte aber sogleich hinzu: „Sie müssen bedenken, dass es nur etwa zehn große Delikatessenhäuser gibt, das ist nicht viel.“

Schöner, größer … Eines stimmt in jedem Fall: Heller ist der Weinkeller geworden. Die weiß getünchten Wände und Holzbalken lassen den Raum der edlen Tropfen einladender erscheinen als vor der Renovierung. Der zugegebenermaßen in früheren Zeiten doch arg düster war. Vereinzelt finden sich Samtwände in Bordeaux gehalten, was dem Gewölbe eine wärmere Atmosphäre gibt.

Doch nun zu den Schätzen, die hier lagern und neu geordnet wurden: Im Flur liegen Magnumflaschen dekorativ in alten Kupferregenrinnen. Im Digestif-Raum reihen sich 100 durchgehende Jahrgänge Armagnac aneinander und im Raritäten-Raum lockt eine Auswahl des Spitzenguts Ornellaia (da werden schon mal 150 Euro pro Flasche fällig). Ein bisher ungenutztes Nebenkammerl beherbergt die Welt von Dom Pérignon.

Insgesamt 18 Monate haben sie im gesamten Delikatessenhaus gehämmert und gewerkelt – in fast allen Abteilungen. „Zurück zur Regionalität“, sagt Käfer. In einer immer schnelleren Welt sei das der Zeitgeist, gerade auch im Lebensmittelbereich. „Wir haben die Rückbesinnung auf den sprichwörtlich Tante-Emma-Laden aufgegriffen.“

So zieren alte Mehlsäcke die Brotabteilung. Die Obst- und Gemüseabteilung ist aufgebaut wie eine alte Gärtnerei mit Marktatmosphäre, die das Gefühl von Heimat vermitteln soll. Ein Höhepunkt, der im Frühjahr eröffnet werden soll: Künftig wird die Dachfläche oberhalb der Obstabteilung (43 qm), die bisher ungenutzt war, als Gemüse- und Kräutergarten kultiviert: „Wir wollen hier Bogenhausener Tomaten, Salat, Gurken und Kürbisse anbauen. Eben alles, was bei uns wächst“, so Kafer. Zu erreichen ist der Garten über eine Wendeltreppe direkt vom Laden aus. Die Köche des Hauses werden ihre eigenen Produkte anbauen und können so auch ausgefallene und alte Sorten züchten, die im herkömmlichen Handel nur schwer zu bekommen sind.“ „Der Garten ist mein Lieblingsprojekt“, sagt Käfer.

Tina Layes

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