Schlechte Manieren, freche Ansprüche

Kellnerin rechnet ab: "Die Gäste benehmen sich von Jahr zur Jahr schlimmer"

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Gäste können Kellnern das Leben schwer machen.

Grapschende Männer, Kinder außer Rand und Band, schlechtes Trinkgeld, meckernde Gäste: Was manche Gäste sich in Restaurants leisten, geht wirklich zu weit.

Ein Restaurant ist gut, wenn das Essen schmeckt, die Atmosphäre angenehm ist und der Service höflich und schnell ist. Leider machen es manche Gäste den Kellnerinnen und Kellnern nicht leicht, freundlich zu bleiben.

Gäste lassen ihre Laune am Kellner aus und meckern über Preise

"Der Großteil der Leute, so ist meine Erfahrung, wird von Jahr zu Jahr unzufriedener und hat weniger Geld. Die Menschen lassen ihre schlechte Laune dann an den Service-Kräften aus," beschwert sich eine Kellnerin in einem Interview mit dem "Express". Die Frau, die lieber anonym bleiben möchte, klagt außerdem, dass selbst ein einfach Bitte und Danke vielen Menschen nicht mehr über die Lippen käme. Die Gäste würden sich von Jahr zu Jahr schlimmer benehmen, fast sie ihre Beobachtungen zusammen. Manche würden sogar regelrecht ausrasten.

Besonders bei den Preisen scheint für viele Gäste der Spaß aufzuhören. Da wird mit Leidenschaft und lauthals gewettert, das man es ja woanders günstiger bekommen könnte. Vergessen wird dabei aber, dass Qualität kostet und ein Restaurant Geld für die Räumlichkeiten, Personal, Lebensmittel und vieles mehr aufbringen muss. Wenn der Gast dann auch noch am Trinkgeld spart und 30 Cent mit einem süffisanten 'Aber nicht alles auf einmal ausgeben!' überreicht, klagt die befragte Kellnerin sicher nicht ohne Grund: "Wir müssen doch auch von etwas leben!"

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Der Schnaps aufs Haus wird eingefordert

Wenn mal etwas aufs Haus geht, ist das natürlich erfreulich, und der Ouzo oder Grappa nach dem Essen ist ein liebgewonnenes Ritual. Leider scheint sich bei einigen Gäste aber eine freche Anspruchshaltung gebildet zu haben: "Bei uns gibt es oft ein Dessert aufs Haus. Manche sind so dreist und fragen bei der Bestellung schon, ob es auch dieses Mal ein Gratis-Dessert geben würde. Wenn ich mit 'Ja' antworte, sagen sie ganz offen: 'Gut, dann müssen wir ja keins mehr bestellen'," schildert die junge Frau. Wenn dann mal das Gratis-Dessert ausfalle, oder es keinen Schnaps aufs Haus gäbe, würden die Gäste sofort nachfragen und ungehalten werden. Überraschen wird da wohl so manch einen Griechenland- oder Italien-Urlauber, das dort der Gratis-Schnaps vor oder nach dem Essen überhaupt nicht gang und gäbe ist.

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Schlechte Online-Bewertungen machen es Restaurants schwer

Früher war Papier geduldig, heute sind es Online-Bewertungs-Plattformen. Statt sich im Restaurant direkt zu beschweren und dem Personal die Möglichkeit zu geben, etwas zu verbessern, würden viele Kunden ihrem Frust in Online-Bewertungen freien Lauf lassen. Auf "Trip-Advisor", Google und Co. werde über das Personal oder das Essen gemeckert und geschimpft, was das Zeug hält. Leider würden einige Gäste diese Plattformen auch zur Rache nutzen. "Das kann total geschäftsschädigend sein, wenn sich Leute da über das Restaurant auslassen, nur weil sie ihren Willen nicht bekommen haben," erklärt die Kellnerin dem "Express".

Ein wenig mehr Menschlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme würde den Restaurantbesuch schöner machen – für alle Beteiligten.

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Wie gut ist der Döner? Diese sechs Merkmale verraten es Ihnen

Fleischqualität: Der Dönerspieß besteht in der Regel aus mehreren Lagen Rind- oder Kalbsfleisch, das in Joghurt und Gewürzen mariniert wurde. Damit der Spieß schön saftig ist, wechseln sich magere und fette Fleischstücke ab. Der Hackfleischanteil darf dabei 60 Prozent nicht überschreiten. Wirkt die Struktur des Spießes als eher grob, sollten Sie misstrauisch werden. Die überwiegende Mehrheit der Dönerläden stellt die Fleischspieße übrigens nicht selbst her, sondern bezieht sie gefroren von einem Großhändler.
Fleischqualität: Der Dönerspieß besteht in der Regel aus mehreren Lagen Rind- oder Kalbsfleisch, das in Joghurt und Gewürzen mariniert wurde. Damit der Spieß schön saftig ist, wechseln sich magere und fette Fleischstücke ab. Der Hackfleischanteil darf dabei 60 Prozent nicht überschreiten. Wirkt die Struktur des Spießes als eher grob, sollten Sie misstrauisch werden. Die überwiegende Mehrheit der Dönerläden stellt die Fleischspieße übrigens nicht selbst her, sondern bezieht sie gefroren von einem Großhändler. © Pixabay
Das Fladenbrot: Es ist für viele Dönerfans ein Ärgernis, dass immer mehr Läden ihre Döner in etwas ausgeben, das an Burgerbrötchen erinnert. Puristen bestehen auf Pide. Dieses Fladenbrot stammt ursprünglich aus der Türkei und wird aus Hefeteig, Öl und Butter gemacht. Wenn der Laden etwas auf sich hält, stellt er das Pide selbst her.
Das Fladenbrot: Es ist für viele Dönerfans ein Ärgernis, dass immer mehr Läden ihre Döner in etwas ausgeben, das an Burgerbrötchen erinnert. Puristen bestehen auf Pide. Dieses Fladenbrot stammt ursprünglich aus der Türkei und wird aus Hefeteig, Öl und Butter gemacht. Wenn der Laden etwas auf sich hält, stellt er das Pide selbst her. © Pixabay
Das Gemüse: Schauen Sie sich das Gemüse in der Auslage gut an. Sieht es frisch aus oder haben sich schon braune Stellen gebildet. Liegt das Grünzeug länger in einer nur unzureichend gekühlten Auslage, wird es nicht nur unansehnlich, sondern es bilden sich auch Bakterien. Sie können ruhig nachfragen, wo das Gemüse bezogen wird.
Das Gemüse: Schauen Sie sich das Gemüse in der Auslage gut an. Sieht es frisch aus oder haben sich schon braune Stellen gebildet? Liegt das Grünzeug länger in einer nur unzureichend gekühlten Auslage, wird es nicht nur unansehnlich, sondern es bilden sich auch Bakterien. Sie können ruhig nachfragen, wo das Gemüse bezogen wird. © Pixabay
Die Gäste: Wir halten diesen Schluss für etwas gewagt, aber der "Stern" ist der Meinung, dass sich die Qualität eines Dönerladens an der Anzahl von Landsleuten misst, die dort kaufen. Nun gibt es auch viele Deutsche, die ein gutes Schnitzel nicht von einem schlechten Schnitzel unterscheiden können, um mal im Klischee zu bleiben. Aber es kann sicher nicht schaden, dieses "Qualitätsmerkmal" im Blick zu behalten 
Die Gäste: Wir halten diesen Schluss für etwas gewagt, aber der "Stern" ist der Meinung, dass sich die Qualität eines Dönerladens an der Anzahl von Landsleuten misst, die dort kaufen. Nun gibt es auch viele Deutsche, die ein gutes Schnitzel nicht von einem schlechten Schnitzel unterscheiden können, um mal im Klischee zu bleiben. Aber es kann sicher nicht schaden, dieses "Qualitätsmerkmal" im Blick zu behalten  © Pixabay
Die Toiletten: Es ist ein Merkmal, an dem man generell die Qualität eines Restaurants ablesen kann. Wenn die Toiletten nicht sauber sind, ist es um die Hygiene in der Küche häufig auch nicht so gut bestellt. Ihr Dönerladen hat keine Toiletten? Achten Sie auf die Sauberkeit des Tresens, der Arbeitsflächen, der Esstische und Stühle.
Die Toiletten: Es ist ein Merkmal, an dem man generell die Qualität eines Restaurants ablesen kann. Wenn die Toiletten nicht sauber sind, ist es um die Hygiene in der Küche häufig auch nicht so gut bestellt. Ihr Dönerladen hat keine Toiletten? Achten Sie auf die Sauberkeit des Tresens, der Arbeitsflächen, der Esstische und Stühle. © Pixabay
Der Geschmack: Sind alle Merkmale für einen guten Döner erfüllt, sind Sie gefragt, denn am Ende ist der persönliche Geschmack entscheidend. Lassen Sie es sich schmecken!
Der Geschmack: Sind alle Merkmale für einen guten Döner erfüllt, sind Sie gefragt, denn am Ende ist der persönliche Geschmack entscheidend. Lassen Sie es sich schmecken! © Pixabay

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